FAQ zu Kent & Masters-Sätteln
Kernaussage: Die Bezeichnung „Kent & Masters“ allein beschreibt noch keine bestimmte Sattelkonstruktion. Produktreihe, Modell, Sattelbaum, R-Bar- oder S-Bar-Kopfeisensystem, Kissen, Gurtung und Sitzgestaltung müssen zur jeweiligen Kombination aus Pferd, Reiter und vorgesehener Nutzung passen. Ähnlich bezeichnete Modelle verschiedener Baureihen dürfen deshalb nicht ungeprüft gleichgesetzt werden.
Diese FAQ bündelt die wichtigsten Informationen zu Kent-&-Masters-Sätteln – von Baureihen und technischen Grundlagen über Auswahl und Sattelanprobe bis zu Bestellung, vorhandenen Sätteln und weiterer Betreuung. Nutzen Sie die nachfolgenden Direktlinks oder springen Sie unmittelbar zum passenden Themenbereich.
Direkt zu Produkten und Beratung
Modelle, Baureihen und technische Grundlagen
Kent & Masters steht für in England gefertigte Ledersättel, die traditionelle Sattlerarbeit mit einer veränderbaren technischen Grundlage verbinden.
Das Programm umfasst disziplinspezifische Sättel für Dressur, Springen, Vielseitigkeit und den vielseitigen täglichen Einsatz. Darüber hinaus werden unterschiedliche Konstruktionen für verschiedene Widerrist-, Rücken- und Körperformen angeboten.
Wesentliche Merkmale
- Fertigung in England: Die Sättel werden in Walsall von ausgebildeten Sattlern hergestellt.
- SimaTree-Sattelbaum: Je nach Sattelmodell kommt ein austauschbares R-Bar- oder S-Bar-Kopfeisen zum Einsatz.
- Wollgefüllte Sattelkissen: Die Kissen sind mit britischer Jacobschafwolle befüllt und können im Rahmen einer fachgerechten Satteleinrichtung bearbeitet und nachgepolstert werden.
- Disziplinspezifische Konstruktionen: Sitz, Sattelblatt, Pauschen, Kissen und Gurtungsmöglichkeiten unterscheiden sich nach Modell und vorgesehenem Einsatzbereich.
- Unterschiedliche Pferdekonformationen: Das Programm enthält verschiedene Baum- und Kissenkonzepte für unterschiedliche Widerrist- und Rückenformen.
- Mehrere Produktreihen: Competition Series, R-Series und S-Series unterscheiden sich in Material, Ausstattung, Gestaltung und Modellangebot.
Ein Ledersattel, eine wollgefüllte Kissenkonstruktion und ein austauschbares Kopfeisen machen einen Sattel nicht automatisch passend. Entscheidend ist immer das konkrete Zusammenspiel von Sattelbaum, Kopfeisen, Kissen, Gurtung, Sitzgröße, Pferd und Reiter.
Kent & Masters-Sättel werden deshalb nicht lediglich nach einer Modellbezeichnung verkauft. Die fachliche Vorauswahl, Sattelanprobe, individuelle Einrichtung und spätere Kontrolle gehören zu meinem Betreuungskonzept.
Die R-Series wird von Kent & Masters als neue Produktgeneration bezeichnet. Sie führt wesentliche technische Grundlagen der etablierten S-Series fort, wurde jedoch bei Material, Sattelblatt und Gestaltung überarbeitet.
| Merkmal | S-Series | R-Series |
|---|---|---|
| Fertigung | Ledersattel aus englischer Fertigung | Ledersattel aus englischer Fertigung |
| Kopfeisensystem | Austauschbares SimaTree-Kopfeisen | Austauschbares SimaTree-Kopfeisen |
| Kissenfüllung | Britische Jacobschafwolle | Britische Jacobschafwolle |
| Material und Ausführung | Bewährte, funktionale Lederausstattung | Vollnarbenleder an Sitz und Kniebereich, weichere Sattelblätter und überarbeitete Details |
| Gestaltung | Langjährig etablierte Modellgeneration | Überarbeitete Gestaltung mit neuem Kopfnagel und farbig akzentuierter Steigbügelriemenschlaufe |
Optische Merkmale der R-Series


Diese Details helfen bei der optischen Einordnung eines Sattels. Für eine eindeutige Identifikation müssen jedoch zusätzlich Modellbezeichnung, Sitzgröße, Seriennummer und die Kennzeichnungen unter dem Sattelblatt berücksichtigt werden.
Aktuell führt der Hersteller weiterhin Modelle aus beiden Reihen. Die R-Series darf deshalb nicht pauschal als vollständig verfügbarer Ersatz für jedes einzelne Modell der S-Series verstanden werden. Modellangebot, Sitzgrößen, Farben und Ausführungen müssen jeweils aktuell geprüft werden.
Die Zuordnung zur R-Series oder S-Series sagt allein noch nicht, ob der Sattel zu Pferd und Reiter passt. Maßgeblich bleiben die konkrete Baum- und Kissenkonstruktion, das verwendete Kopfeisensystem, die Sitzgröße, die Gurtung und die Balance unter Belastung.
Auch wenn ein R-Series-Modell eine ähnliche Bezeichnung und einen vergleichbaren vorgesehenen Einsatzbereich wie ein S-Series-Modell besitzt, müssen beide Sättel als eigenständige Ausführungen beurteilt werden. Eine frühere S-Series-Empfehlung kann deshalb nicht ungeprüft auf die R-Series übertragen werden.
MGX und MDX sind keine zwei Ausführungen desselben Sattelmodells. Die Buchstabencodes kennzeichnen zwei unterschiedliche ältere Kent & Masters-Sattelmodelle:
| Prägung | Modell | Kopfeisensystem | Herstellerstatus |
|---|---|---|---|
| GX oder MGX | Cob GP – Vielseitigkeitssattel für breite und flachere Pferdetypen | S-Bar | Ende 2023 eingestellt |
| DX oder MDX | Cob Dressage – Dressursattel für breite und flachere Pferdetypen | S-Bar | Etwa 2017/2018 eingestellt |
Beide Modelle verwenden zwar das kürzere S-Bar-Kopfeisen, unterscheiden sich jedoch bereits durch ihren vorgesehenen Einsatzbereich. Der MGX ist ein Vielseitigkeitssattel, der MDX ein Dressursattel.
Aus dem gleichen Kopfeisensystem darf nicht geschlossen werden, dass Sattelbaum, Sitz, Sattelblatt, Kissen und Gurtung vollständig übereinstimmen oder die Modelle für dasselbe Pferd und denselben Reiter austauschbar wären.
Für einen vorhandenen MGX oder MDX lässt sich nicht pauschal ein aktuelles Kent & Masters-Modell als unmittelbarer Ersatz bestimmen. Dazu müssen der vorhandene Sattel, das Pferd, der Reiter und der heutige Einsatzzweck neu beurteilt werden.
Wie wird ein vorhandener Sattel genauer bestimmt?
Die Modell- und Größenprägung befindet sich unter beziehungsweise auf dem Sattelblatt. Die Buchstaben kennzeichnen die Modellfamilie, die Zahlen die Sitzgröße. Die Prägung ermöglicht jedoch keine genaue Bestimmung des Herstellungsjahres.
Offizielle Kent & Masters-Hilfe zur Identifikation vorhandener Sättel
Kent & Masters verwendet industriell gefertigte SimaTree-Sattelbäume mit austauschbarem Kopfeisen. Das Kopfeisen bestimmt die Winkelstellung des vorderen Sattelbaumbereichs und ist zugleich ein tragendes Bauteil der Konstruktion.
Je nach Sattelmodell kommt eines von zwei Systemen zum Einsatz:
- S-Bar: kürzere Kopfeisenschenkel von ungefähr 14 cm
- R-Bar: längere Kopfeisenschenkel von ungefähr 20 cm
S-Bar und R-Bar gehören zu unterschiedlichen Sattelbaumkonstruktionen und sind nicht untereinander austauschbar. Ein Sattel darf außerdem niemals ohne vollständig montiertes Kopfeisen verwendet werden.
Was bewirkt ein Kopfeisenwechsel?
Durch den Wechsel kann die Winkelung des vorderen Sattelbaumbereichs innerhalb der konstruktiven Möglichkeiten des jeweiligen Modells verändert werden. Dadurch können Veränderungen des Pferdes berücksichtigt werden.
Der Kopfeisenwechsel verändert jedoch nicht:
- die grundsätzliche Form und Länge des Sattelbaums,
- den Verlauf und die Auflagelänge der Sattelkissen,
- die Sitzgröße und Sitzform für den Reiter,
- die Position von Sattelblatt und Pauschen.
Ein austauschbares Kopfeisen macht einen Sattel deshalb veränderbar, aber nicht automatisch passend. Nach jedem Wechsel müssen Balance, Auflage, Kissenverlauf, Schulterbewegung und das Verhalten des Sattels unter Reiterbelastung erneut kontrolliert werden.
Ausführliche Informationen zu Systembestimmung, Messung, Klassifizierung, Auswahl, Kontrolle und fachgerechtem Wechsel finden Sie in der zentralen Kopfeisen-FAQ:
Die Bezeichnungen S-Bar und R-Bar kennzeichnen das im jeweiligen Sattelbaum verwendete Kopfeisensystem. Sie beschreiben nicht einfach eine enge oder weite Kammer.
| Bezeichnung | Bedeutung |
|---|---|
| S-Bar | Kürzeres Kopfeisen mit ungefähr 14 cm gerader Schenkellänge |
| R-Bar | Längeres Kopfeisen mit ungefähr 20 cm gerader Schenkellänge |
| Wide-, Low- oder Open-Head | Beschreibung der grundsätzlichen Form und Höhe des vorderen Sattelbaumbereichs – keine Kopfeisenfarbe und keine genormte Kammerweite |
S-Bar und R-Bar gehören zu unterschiedlichen Sattelbaumkonstruktionen und sind nicht untereinander austauschbar. Welche Ausführung verwendet wird, ergibt sich aus dem konkreten Sattelmodell.
Ist ein S-Bar-Sattel automatisch ein Wide-Head-Modell?
Nein. Das kürzere S-Bar-Kopfeisen wird zwar bei verschiedenen niedriger oder offener konstruierten Sattelbäumen eingesetzt. Daraus lässt sich jedoch nicht pauschal ableiten, dass jeder S-Bar-Sattel für jedes breite Pferd geeignet ist.
Ebenso kann auch ein R-Bar-Kopfeisen innerhalb seines vorgesehenen Weitenbereichs in unterschiedlichen Farben und Winkelungen eingesetzt werden. Die Kopfeisenweite verändert jedoch nicht die grundsätzliche Baumform.
Für die Auswahl müssen Rückenform, Widerristhöhe, Schulterbereich, verfügbare Auflagelänge, Rippenbogen, Bewegung und Gurtlage gemeinsam beurteilt werden. Die reine Breite an einer einzelnen Messstelle reicht nicht aus.
Wie wird das vorhandene System bestimmt?
- über die genaue Modell- und Größenprägung unter beziehungsweise auf dem Sattelblatt,
- über die offizielle Modellzuordnung des Herstellers oder
- eindeutig durch Ausbau und Vermessung des vorhandenen Kopfeisens.
Bei älteren oder nicht eindeutig gekennzeichneten Sätteln ist die direkte Kontrolle des ausgebauten Kopfeisens entscheidend. Eine Zuordnung allein anhand der Sattelfarbe, der Kopfeisenfarbe, der Sitzgröße oder eines Fotos des vollständigen Sattels ist nicht zuverlässig.
Für Kent & Masters-Sättel gibt es keine allgemeingültige Wirbelkanalbreite in Zentimetern. Der Hersteller beschreibt bei verschiedenen Modellen einen großzügigen beziehungsweise breiten Wirbelkanal zur Freihaltung der Wirbelsäule, nennt jedoch kein einheitliches Maß für sämtliche Modelle, Sitzgrößen und Kissenvarianten.
Der Wirbelkanal ist der freie Bereich zwischen den beiden Sattelkissen. Er darf nicht mit der Kammerweite oder der Farbe des eingesetzten Kopfeisens verwechselt werden.
Warum reicht eine einzelne Breitenangabe nicht aus?
Die nutzbare Breite kann sich entlang des Sattels verändern. Sie wird unter anderem beeinflusst durch:
- das konkrete Sattelmodell und seine Kissenkonstruktion,
- die Sitzgröße und Auflagelänge,
- Form, Füllzustand und Symmetrie der Sattelkissen,
- bereits erfolgte Polsterarbeiten,
- das Alter und die bisherige Nutzung des Sattels,
- Balance und Lage des Sattels auf dem Pferd.
Ob der Wirbelkanal ausreichend frei ist, richtet sich nach der tatsächlichen Form des Pferderückens. Eine Angabe wie „vier Finger breit“ ist ohne Bezug zum Pferd und zur Messposition nicht aussagekräftig.
Wie wird der Wirbelkanal beurteilt?
Kontrolliert wird der vollständige Verlauf vom vorderen bis zum hinteren Kissenbereich. Dabei müssen unter anderem berücksichtigt werden:
- seitliche Freiheit zur Wirbelsäule,
- Verlauf und Symmetrie der inneren Kissenkanten,
- ausreichende Freiheit auch unter Reiterbelastung,
- stabile und ausbalancierte Lage des gesamten Sattels,
- Verhalten der Kissen in der Bewegung.
Eine Messung am unbenutzten Sattel oder ein Foto der Unterseite kann erste Hinweise geben, erlaubt aber noch keine verbindliche Beurteilung am Pferd. Entscheidend ist die Kontrolle des konkreten Sattels auf dem vorbereiteten Pferd und unter dem vorgesehenen Reiter.
Die Sattelkissen von Kent & Masters sind nach Herstellerangabe mit britischer Wolle vom Jacobschaf gefüllt. Es handelt sich um ein natürliches, veränderbares Polstermaterial, das im Rahmen der Satteleinrichtung bearbeitet und später nachgepolstert werden kann.
Welche Eigenschaften hat die Wollfüllung?
- Die Wolle lässt sich innerhalb des Kissens verteilen und modellieren.
- Sie setzt und verdichtet sich während der Nutzung.
- Unterschiedliche Bereiche des Kissens können fachgerecht nachgearbeitet werden.
- Die Kissen bleiben im Gegensatz zu fest geschäumten oder vollständig geschlossenen Systemen sattlerisch veränderbar.
Naturwolle verändert sich unter Belastung. Besonders bei einem neuen oder frisch bearbeiteten Sattel muss deshalb kontrolliert werden, wie sich Füllung, Balance und Kissenauflage während der Nutzung entwickeln.
Wie wird die Originalfüllung gewartet?
Bei der Bearbeitung eines Kent & Masters-Sattels erhalte ich die ursprüngliche Materialart und arbeite ausschließlich mit geeigneter Jacobschafwolle. Synthetische Füllstoffe oder ungeprüfte Mischfüllungen werden nicht ergänzt.
Eine Polsterkorrektur besteht nicht darin, möglichst viel zusätzliche Wolle einzubringen. Zuerst müssen Zustand, Symmetrie und Verlauf der vorhandenen Füllung sowie Balance und Auflage des gesamten Sattels beurteilt werden. Je nach Befund kann Wolle verteilt, ergänzt oder auch entfernt werden.
Eine hochwertige Wollfüllung macht einen Sattel nicht automatisch passend. Sattelbaum, Kopfeisen, Kissenform, Auflagelänge und Sitzgröße müssen weiterhin zum jeweiligen Pferd und Reiter passen.
Nein. Mehrere vorhandene oder versetzbare Gurtstrippen bedeuten nicht, dass jede Strippe beliebig mit jeder anderen kombiniert werden darf.
Bleibt der Sattel trotz der vorgesehenen Verschnallung nicht in Position, sollte dies nicht durch eine andere Strippenkombination, einen vermeintlich stärker fixierenden Bauchgurt oder erhöhtes Nachgurten ausgeglichen werden.
In diesem Fall müssen Sattellage, Gurtlage des Pferdes, Strippenführung, Kissenauflage, Balance und das Verhalten des Sattels unter dem vorgesehenen Reiter gemeinsam überprüft werden. Der Bauchgurt kann einen passend liegenden Sattel sichern, aber eine ungeeignete Lage oder Konstruktion nicht korrigieren.
Weitere technische Zusammenhänge hierzu finden Sie unter:
Der Bauchgurt hält den Sattel nicht in Position
Die vorgesehene Verschnallung richtet sich nach dem konkreten Kent-&-Masters-Sattelmodell. Bei den GP-Sätteln sind beispielsweise drei Gurtstrippen vorhanden, von denen die hintere Strippe versetzt werden kann. Für Pony-, Dressur-, Spring- und andere Modelle können jedoch abweichende Anordnungen und Gurtungsoptionen vorgesehen sein.
Die gewählte Strippenposition verändert die Zugrichtung des Gurtes und damit die Stabilität und Balance des Sattels. Bei den GP-Modellen ist die gemeinsame Verwendung der ersten und zweiten Position ausdrücklich ausgeschlossen, da sie den Sattel instabil machen kann. Diese Nummerierung darf jedoch nicht ohne Weiteres auf andere Modelle übertragen werden.
Die Strippen sollten deshalb entsprechend der modellspezifischen Herstellervorgabe und der bei der Sattelanpassung festgelegten Verschnallung verwendet werden. Eine andere Einstellung sollte nicht eigenständig gewählt werden, um einen rutschenden oder hinten abhebenden Sattel festzuhalten. Die verschiedenen Gurtungsoptionen ersetzen keine Überprüfung der grundsätzlichen Passform.
Weitere Informationen finden Sie in den Herstellerhinweisen zur Verschnallung der Kent-&-Masters-GP-Sättel und zur Verschnallung der Kent-&-Masters-Ponysättel.
Pony-, Vielseitigkeits- und Springsättel besitzen üblicherweise kurze Gurtstrippen und werden zusammen mit einem Langgurt verwendet. Damit der Schnallendorn des Bauchgurtes die Unterseite des Sattelblatts nicht beschädigt, befinden sich auf den Gurtstrippen entsprechende Schnallenschoner.
Bei der Übergabe eines von mir eingerichteten Sattels werden die Schnallenschoner entsprechend der festgelegten und tatsächlich zu verwendenden Gurtstrippen positioniert. Diese Anordnung gehört zur Einrichtung des Sattels und ist nicht zufällig gewählt.
Wichtig: Der Schnallenschoner muss sich auf derjenigen Gurtstrippe befinden, an welcher der Langgurt tatsächlich verschnallt wird. Nur dort kann er die Unterseite des Sattelblatts vor dem Schnallendorn schützen.
Wird später eine andere, konstruktiv zulässige Strippenposition verwendet, muss auch der Schnallenschoner entsprechend umgesetzt werden. Bleibt er auf einer nicht mehr verwendeten Gurtstrippe, fehlt seine Schutzwirkung an der nun belasteten Stelle.
Die bei der Übergabe festgelegte Strippenkombination sollte jedoch nicht eigenständig verändert werden. Die Wahl der Gurtstrippen beeinflusst die Zugrichtung des Bauchgurtes sowie die Stabilität und Balance des Sattels. Wird eine andere Verschnallung erforderlich, sollte deshalb die gesamte Sattellage überprüft werden.
Nicht einfach entfernen: Erschwert der Schnallenschoner das Angurten im oberen Lochbereich, ist dies häufig ein Hinweis darauf, dass der verwendete Langgurt für die aktuelle Situation etwas zu lang ist. Das Entfernen des Schnallenschoners schafft zwar zusätzlichen Platz, beseitigt aber nicht die Ursache und setzt das Sattelblatt dem Schnallendorn aus.
Schnallenschoner sind Verschleißteile. Ihre Position und ihr Zustand sollten deshalb bei der regelmäßigen Sattelkontrolle mit überprüft werden. Ein beschädigter, fehlender oder nicht mehr passend positionierter Schnallenschoner muss rechtzeitig ersetzt beziehungsweise richtig eingerichtet werden.
Ausführliche Informationen zu Funktion, Ausführungen, Verschleiß und Austausch finden Sie unter:
Welche Aufgabe hat der Schnallenschoner am Sattel?
Die beweglich herabhängenden Ringe unter dem kleinen Sattelblatt werden als Vorderzeug-Fallringe bezeichnet. Sie dienen der seitlichen Befestigung der oberen Riemen eines geeigneten Vorderzeugs.
Die bei Kent & Masters verwendeten Vorderzeug-Fallringe sind baugleich mit den entsprechenden Bauteilen bei Fairfax und Thorowgood und am Sattelbaum befestigt. Diese konstruktiv stabile Verbindung macht sie jedoch nicht zu universell verwendbaren Befestigungs- oder sicherheitsrelevanten Anschlagpunkten.
Fairfax weist für die baugleiche Konstruktion bei der gemeinsamen Verwendung von Vorderzeug und Martingal ausdrücklich darauf hin, ein Martingal mit eigenem, lockerem Halsriemen zu verwenden und dieses nicht an den D-Ringen des Sattels zu befestigen. Diese technische Trennung wird konsequent auch auf die Sättel von Kent & Masters übertragen.
Ohne eine ausdrückliche Freigabe dürfen die Vorderzeug-Fallringe daher nicht als Befestigungspunkte für:
- Martingale,
- Ausbinder oder andere Hilfszügel,
- Halteriemen oder Griffe,
- Auslöseschnüre von Airbag-Westen oder
- andere Sicherungs- und Verbindungssysteme
verwendet werden. Für diese Anwendungen sind ausschließlich die jeweils vorgesehenen und vom Hersteller freigegebenen Befestigungs- und Verbindungssysteme zu nutzen.
Weitere Informationen:
Auswahl, Sattelberatung und Sattelanprobe
Das ist durchaus möglich – lässt sich aber nicht allein anhand der Pferderasse, einer Kammerweitenangabe, einiger Fotos oder des gewünschten Modells beurteilen.
Kent & Masters bietet unterschiedliche Sattelbaum-, Kissen- und Gurtungskonstruktionen sowie verschiedene Sitzgrößen und Ausstattungen. Entscheidend ist deshalb nicht nur die Marke, sondern das konkrete Modell in der passenden Ausführung.
Beurteilt werden müssen drei Bereiche
- Das Pferd: Rückenform, verfügbare Auflagelänge, Widerrist, Schulterbereich, Gurtlage, Muskulatur, Bewegung und Trainingszustand.
- Der Reiter: Körperbau, Gewicht, benötigte Sitzgröße, Beinlänge, Beckenform, Sitz und reiterliche Einwirkung.
- Der Sattel: Sattelbaum, Kopfeisensystem, Kissenverlauf, Gurtung, Sitz, Sattelblatt, Pauschen und Balance unter Belastung.
Ein austauschbares Kopfeisen macht einen Sattel veränderbar, aber nicht automatisch passend. Es beeinflusst den vorderen Bereich des Sattelbaums. Die übrige Konstruktion muss ebenfalls zu Pferd, Reiter und Nutzung passen.
So wird die Eignung geklärt
- Sie übermitteln zunächst die vollständigen Angaben zu Pferd, Reiter, Nutzung und Ausgangssituation.
- Im Rahmen der Sattelberatung werden Rückenform, Maße und weitere Kontrollwerte aufgenommen.
- Daraufhin erfolgt die fachliche Vorauswahl eines geeignet erscheinenden Modells.
- Falls erforderlich, wird beim Probesitzen die Kombination aus Sitzgröße, Sattelblatt und Pauschen beurteilt.
- Bei der Sattelanprobe wird der ausgewählte Sattel am Pferd eingerichtet und unter dem vorgesehenen Reiter in der Bewegung kontrolliert.
Erst danach lässt sich beurteilen, ob der konkrete Kent & Masters-Sattel unter den aktuellen Voraussetzungen eine geeignete Lösung sein kann. Eine dauerhaft unveränderte Passform kann nicht zugesagt werden, da sich Pferd, Reiter, Training und Nutzung verändern können.
Ja – allerdings verwende ich den Begriff „Testsattel“ klar eingegrenzt.
Ist als endgültige Lösung beispielsweise ein brauner Sattel oder eine andere nicht lagernde Ausführung vorgesehen, kann die Sattelanprobe mit einem technisch vergleichbaren schwarzen Lagersattel durchgeführt werden. Dieser wird in diesem Zusammenhang als Testsattel bezeichnet.
Dabei handelt es sich nicht um einen beliebigen Probe- oder Leihsattel. Das Modell wird zuvor im Rahmen der Sattelberatung und gegebenenfalls beim Probesitzen gezielt für Pferd, Reiter und Einsatzzweck ausgewählt.
Was wird mit dem Testsattel geprüft?
Während der Sattelanprobe wird der Testsattel am angemeldeten Pferd:
- mit dem aktuell erforderlichen Kopfeisen vorbereitet,
- in Baumform, Sitzgröße, Kissenverlauf, Balance und Stabilität geprüft,
- soweit erforderlich in der Wollfüllung eingerichtet und
- unter dem vorgesehenen Reiter in der Bewegung beurteilt.
Wichtig zur Abgrenzung:
Ein Testsattel wird nicht zur eigenständigen oder längerfristigen Erprobung mitgegeben. Auch das beliebige Ausprobieren mehrerer weiterer Modelle ist nicht Bestandteil einer Sattelanprobe.
Was geschieht bei einer anschließenden Bestellung?
Dient der Testsattel als Grundlage für eine anschließend bestellte andere Farbe oder Ausführung, handelt es sich beim später gelieferten Sattel um ein anderes Exemplar. Dieser Sattel muss deshalb vor der Übergabe nochmals kontrolliert und individuell eingerichtet werden.
Die Gebühr für die Sattelanprobe vergütet die Auswahl, Vorbereitung, Einrichtung und Beurteilung des Testsattels. Sie wird bei der anschließenden Bestellung eines anderen Sattels oder einer anderen Ausführung nicht auf den Kaufpreis angerechnet.
Den vollständigen Ablauf und die Bedingungen finden Sie im Infoblatt Sattelanprobe.
Die Auswahl eines Kent & Masters-Sattels erfolgt in mehreren aufeinander abgestimmten Schritten. Probesitzen und Sattelanprobe erfüllen dabei unterschiedliche Aufgaben und können einander nicht ersetzen.
1. Angaben zu Pferd, Reiter und Nutzung
Am Anfang stehen vollständige Informationen zur Ausgangssituation. Dazu gehören unter anderem:
- Körperbau, Trainingszustand und Nutzung des Pferdes,
- Rückenform, Widerrist, Schulter, Auflagelänge und Gurtlage,
- Körpermaße, Beinlänge und Sitzanforderungen des Reiters,
- gewünschte Disziplin und bisherige Erfahrungen sowie
- vorhandene Sättel und bereits festgestellte Probleme.
2. Sattelberatung und technische Vorauswahl
Bei der Sattelberatung wird zunächst geklärt, welche Baumform, Kissenkonstruktion, Sitzgröße, Gurtung und Ausführung grundsätzlich infrage kommen. Erst daraus ergibt sich eine sinnvolle Modellvorauswahl.
3. Probesitzen
Ein Probesitzen kann erforderlich sein, um Sitzgröße, Sattelblatt, Pauschenposition und das Sitzgefühl des Reiters zu beurteilen. Es dient der Auswahl auf der Reiterseite und findet ohne Pferd auf einem geeigneten Sattelbock statt.
Das Probesitzen beantwortet jedoch noch nicht, ob der betreffende Sattel auch zum Pferd passt.
4. Sattelanprobe am Pferd
Für die Sattelanprobe wird der fachlich vorausgewählte Sattel vorbereitet. Am Pferd werden unter anderem kontrolliert:
- Kopfeisenform und aktuell erforderliche Winkelung,
- Baumform, Auflage und verfügbare Auflagelänge,
- Balance, Stabilität und Schulterfreiheit,
- Gurtung und Lage des Sattels sowie
- Sitz und Einwirkung des vorgesehenen Reiters.
Die abschließende Beurteilung erfolgt nicht nur im Stand, sondern unter Belastung und in der Bewegung. Soweit erforderlich, wird die Wollfüllung während der Einrichtung angepasst und anschließend erneut kontrolliert.
Wichtig: Es werden nicht wahllos verschiedene Sättel ausprobiert. Jeder weitere Prüfschritt baut auf den zuvor erhobenen Angaben und der fachlichen Vorauswahl auf.
Ein neu gelieferter Kent & Masters-Sattel wird nicht ungeprüft aus dem Karton an den Kunden übergeben. Auch wenn zuvor ein vergleichbarer Sattel erfolgreich erprobt wurde, ist der bestellte Sattel ein anderes Exemplar und muss deshalb nochmals vollständig kontrolliert und eingerichtet werden.
1. Wareneingangs- und Ausführungskontrolle
Nach der Lieferung wird zunächst geprüft, ob der Sattel der Bestellung entspricht. Dazu gehören unter anderem:
- Modell, Baureihe und Sitzgröße,
- Farbe und bestellte Ausstattungsmerkmale,
- Kopfeisensystem und Baumkonstruktion,
- Kissenverlauf, Gurtung und Sattelblätter sowie
- Verarbeitung und äußerer Zustand.
2. Vorbereitung in der Werkstatt
Der Sattel wird mit dem zuvor ermittelten Kopfeisen vorbereitet. Anschließend werden Grundbalance, Kissenfüllung und Symmetrie kontrolliert. Soweit erforderlich, wird die Wollfüllung für die vorgesehene Ausgangssituation eingerichtet.
3. Erneute Kontrolle am Pferd
Die während der Sattelberatung erhobenen Werte werden bei der Übergabe nicht ungeprüft übernommen. Pferde können sich bereits innerhalb weniger Wochen verändern. Deshalb werden Rückenform, Kopfeisenwinkelung und Auflage erneut mit dem aktuellen Zustand des Pferdes abgeglichen.
4. Prüfung unter dem vorgesehenen Reiter
Die abschließende Einrichtung erfolgt am vorbereiteten Pferd mit dem vorgesehenen Reiter. Kontrolliert werden insbesondere:
- Balance und Stabilität des Sattels,
- Schulterbewegung und Verlauf der Auflage,
- Gurtlage und Verhalten des Sattels in der Bewegung,
- Sitz und Einwirkung des Reiters sowie
- das Verhalten des Pferdes unter Belastung.
Die neue Wollfüllung benötigt zunächst eine kurze Setzungsphase unter Reitergewicht. Danach werden Lage und Balance erneut kontrolliert und bei Bedarf korrigiert.
Die erfolgreiche Erprobung eines Modells ersetzt nicht die Einrichtung des später gelieferten Sattels. Erst die Kontrolle des konkreten Exemplars am aktuellen Pferd und unter dem vorgesehenen Reiter bildet die Grundlage für die Übergabe.
Da sich Pferd, Reiter, Training und Wollfüllung weiterentwickeln können, gehört auch die spätere Nachkontrolle zu einer verantwortungsvollen Sattelbetreuung.
Bestellung, Verfügbarkeit und Lieferung
Die Verfügbarkeitsanzeige bezieht sich immer auf die vollständig ausgewählte Sattelvariante. Maßgeblich sind insbesondere Modell, Baureihe, Farbe und Sitzgröße. Eine allgemeine Anzeige in einer Kategorie reicht deshalb zur Beurteilung nicht aus.
„Sofort verfügbar“
Die ausgewählte Variante befindet sich tatsächlich in meinem Warenbestand. Vor der Übergabe oder dem Versand müssen dennoch die fachliche Abstimmung, Kontrolle und die vereinbarte Einrichtung erfolgen.
„Artikel bestellbar“ oder „Herstellerbeschaffung möglich“
Die ausgewählte Variante befindet sich nicht in meinem Warenbestand. Der Sattel kann nach der fachlichen Auswahl und Eignungsprüfung beim Hersteller bestellt werden.
Einen Auftrag für einen Kent-&-Masters-Sattel nehme ich erst an, nachdem Modell, Ausführung, Sitzgröße und grundsätzliche Eignung für das betreffende Pferd-Reiter-Paar überprüft wurden.
Reguläre Herstellerbeschaffung
Bei der regulären Beschaffung wird der Sattel Bestandteil einer größeren Herstellerlieferung. Ein bereits fertiggestellter Sattel kann dabei noch auf andere, zu diesem Zeitpunkt nicht fertiggestellte Waren warten.
Optional beschleunigte Beschaffung
Bei entsprechend gekennzeichneten Artikeln kann gegen einen Aufpreis von 29 € die beschleunigte Beschaffung durch separate Herstellerlieferung gewählt werden.
Der beim Hersteller verfügbare oder nach seiner Fertigstellung bereitstehende Sattel wird dabei von der größeren Sammellieferung getrennt und separat an meinen Betrieb versandt. Nach Wareneingang, Kontrolle und der vereinbarten Einrichtung wird er ohne das Warten auf weitere Waren weiterbearbeitet beziehungsweise ausgeliefert.
Sie verhindert lediglich, dass ein bereits fertiggestellter Sattel noch auf weitere Waren einer gebündelten Lieferung warten muss. Die tatsächliche Fertigstellung, der internationale Transport sowie Einfuhr und Verzollung bleiben abzuwarten. Ein fester Liefertermin kann daher nicht garantiert werden.
Weitere Informationen
Die voraussichtliche Lieferzeit richtet sich nach dem konkret ausgewählten Modell, der Sitzgröße, der Farbe und der gewünschten Ausführung. Einen allgemein gültigen Wochenwert für alle Kent & Masters-Sättel gibt es deshalb nicht.
Wo finde ich die aktuelle Angabe?
Auf der jeweiligen Artikelseite müssen zunächst alle verfügbaren Auswahlfelder vollständig ausgefüllt werden. Erst danach bezieht sich die angezeigte Verfügbarkeit und Zeit bis zum Versand auf die tatsächlich gewählte Variante.
Wovon hängt die Lieferzeit ab?
- Eigener Lagerbestand: Der Sattel befindet sich bereits bei mir, muss aber noch fachlich ausgewählt, kontrolliert und für die Übergabe vorbereitet werden.
- Beim Hersteller verfügbar: Der Sattel kann nach Auftragserteilung aus dem Herstellerbestand beschafft werden.
- Fertigung nach Auftrag: Maßgeblich ist die vom Werk für die betreffende Ausführung genannte Produktionszeit.
- Werksendkontrolle: Ein fertiggestellter Sattel wird erst versendet, wenn er die abschließende Kontrolle im Werk bestanden hat.
- Transport und Einfuhr: Nach der Bereitstellung folgen der Transport aus England sowie die notwendige Einfuhrabwicklung und Verzollung.
- Wareneingang und Einrichtung: Nach dem Eintreffen wird der Sattel von mir kontrolliert und für die spätere Einrichtung vorbereitet.
Die angezeigte Zeit ist eine voraussichtliche Zeit bis zum Versand beziehungsweise zur Bereitstellung – kein garantierter Liefer- oder Übergabetermin. Produktionsabläufe, die Endkontrolle, Transport, Zoll und die erforderliche Einrichtung können den tatsächlichen Ablauf beeinflussen.
Beschleunigte Beschaffung
Für eine beim Hersteller verfügbare oder nach Fertigstellung bereitstehende Ausführung kann – sofern auf der Artikelseite angeboten – eine beschleunigte Beschaffung durch separate Herstellerlieferung gewählt werden.
Diese Zusatzleistung verkürzt nicht die notwendige Produktionszeit. Sie verhindert jedoch, dass der fertige Sattel auf die nächste reguläre Sammellieferung warten muss. Nach der Bereitstellung im Werk erfolgt eine separate Weiterleitung an meinen Betrieb.
Ein Termin zur Einrichtung oder Übergabe wird erst vereinbart, wenn der Sattel tatsächlich bei mir eingetroffen ist und die Wareneingangskontrolle durchlaufen hat.
Ein nicht bei mir lagernder Kent & Masters-Sattel wird erst nach fachlicher Vorauswahl und einem eindeutig abgestimmten Kundenauftrag beim Hersteller bestellt.
Eine selbst ausgewählte Shopvariante oder die Angabe eines gewünschten Modells reicht dafür nicht aus. Vor der Bestellung müssen insbesondere folgende Punkte geklärt sein:
- genaues Sattelmodell und Baureihe,
- Sitzgröße und Ausführung für den Reiter,
- Sattelbaum- und Kopfeisensystem,
- Kissenverlauf und Gurtung,
- Farbe und weitere Ausstattungsmerkmale sowie
- grundsätzliche Eignung für Pferd, Reiter und vorgesehene Nutzung.
Ablauf der Bestellung
- Die erforderlichen Angaben zu Pferd, Reiter und Nutzung werden vollständig aufgenommen.
- Modell und Ausführung werden im Rahmen der Sattelberatung und gegebenenfalls durch Probesitzen und Sattelanprobe vorausgewählt.
- Sie erhalten einen eindeutigen Kundenauftrag mit der abgestimmten Ausführung und der zu diesem Zeitpunkt bekannten Lieferinformation.
- Produktions- und Beschaffungsartikel werden nach dem vereinbarten Zahlungseingang beim Hersteller bestellt.
- Nach der Auftragsbestätigung des Werkes wird die Herstellerbestellung Ihrem Kundenauftrag zugeordnet und der weitere Ablauf dokumentiert.
Bitte bestellen Sie einen nicht lagernden Sattel nicht auf Verdacht. Sind Modell, Sitzgröße, Baumform, Kissenverlauf oder Ausführung noch nicht eindeutig geklärt, kann die Herstellerbestellung noch nicht freigegeben werden.
Eine beim Hersteller angezeigte Verfügbarkeit stellt noch keine Reservierung dar. Zwischen fachlicher Abstimmung und verbindlicher Auftragserteilung kann sich der dortige Bestand verändern.
Individuell bestellte Ausführungen werden als Produktions- beziehungsweise Beschaffungsartikel behandelt. Die hierfür geltenden Bedingungen werden vor der Auftragserteilung mit dem Kundenauftrag bereitgestellt.
Ein Termin zur Einrichtung oder Übergabe wird erst vereinbart, nachdem der Sattel tatsächlich bei mir eingetroffen ist und die Wareneingangskontrolle durchlaufen hat.
Nein. Der Sattel wird mit genau dem Kopfeisen ausgeliefert, das für die aktuelle Einrichtung ausgewählt und dem Sattel zugeordnet wurde.
Ein vollständiger Satz aller verfügbaren Kopfeisen gehört nicht zum Lieferumfang. Dafür besteht auch kein fachlicher Bedarf, da zunächst nur die gegenwärtig erforderliche Ausführung verwendet werden darf.
Was wird vor der Übergabe geprüft?
- ob der Sattel ein R-Bar- oder S-Bar-System verwendet,
- welche Kopfeisenform zum betreffenden Sattelmodell gehört,
- welche Winkelung aktuell am Pferd benötigt wird,
- ob das Kopfeisen symmetrisch und unverzogen ist sowie
- wie sich der vorbereitete Sattel mit diesem Kopfeisen unter Belastung verhält.
Das verwendete Kopfeisen wird vor der Auslieferung vermessen, klassifiziert und eindeutig dem Sattel zugeordnet. Die aufgedruckte Farbe bezeichnet lediglich die herstellerseitige Nenngröße und ersetzt diese Kontrolle nicht.
Ein Vorrat verschiedener Kopfeisen erlaubt keine eigenständige Auswahl nach Farbe oder vermuteter Kammerweite. Ein Kopfeisenwechsel verändert den vorderen Sattelbaumbereich und kann sich auf Balance, Auflage und Bewegungsverhalten des gesamten Sattels auswirken.
Können weitere Kopfeisen später gekauft werden?
Ja. Weitere Kopfeisen können bei tatsächlichem Bedarf separat beschafft werden. Vor dem Wechsel muss jedoch erneut geprüft werden, welches System und welche Winkelung erforderlich sind.
Nach jedem Kopfeisenwechsel ist eine vollständige Kontrolle des Sattels am Pferd und unter dem vorgesehenen Reiter notwendig.
Für einen neuen Kent & Masters-Sattel gelten nach den aktuellen Herstellerbedingungen unterschiedliche Garantiezeiträume.
- SimaTree-Sattelbaum: fünf Jahre Herstellergarantie.
- Material und Verarbeitung: zwölf Monate ab dem ursprünglichen Kaufdatum, vorbehaltlich normaler Abnutzung.
Registrierung beim Hersteller
Der Hersteller verlangt, dass der Erstkäufer die Garantie innerhalb eines Monats nach dem Kauf registriert. Die Registrierung sollte daher unmittelbar nach der Übergabe über das offizielle Herstellerformular vorgenommen werden.
Bitte bewahren Sie den Kaufbeleg dauerhaft auf. Außerdem dürfen Sattelstempel und Seriennummer nicht entfernt, verändert oder unleserlich gemacht werden.
Kent & Masters-Garantie registrieren
Für wen gilt die Herstellergarantie?
Die Herstellergarantie gilt nach den Herstellerbedingungen ausschließlich für den ursprünglichen Käufer. Sie geht beim späteren Verkauf eines gebrauchten Sattels nicht auf einen neuen Eigentümer über.
Was kann zum Ausschluss führen?
Die Herstellergarantie umfasst insbesondere keine Schäden durch:
- normalen Verschleiß,
- unsachgemäße Nutzung oder mangelnde Pflege,
- Unfälle, Flüssigkeiten, Chemikalien oder übermäßige Hitze,
- äußere Gewalteinwirkung sowie
- Reparaturen oder Veränderungen durch nicht von Kent & Masters zugelassene Personen.
Bitte lassen Sie einen vermuteten Mangel zunächst unverändert. Eigenständige Reparaturversuche können die Beurteilung erschweren und Auswirkungen auf die Herstellergarantie haben.
Wie wird ein möglicher Garantiefall gemeldet?
Bei einem über meinen Fachbetrieb gekauften Sattel bin ich zunächst Ihr Ansprechpartner. Für die Prüfung werden benötigt:
- Kauf- oder Rechnungsbeleg,
- Modellbezeichnung und Seriennummer,
- eine genaue Beschreibung des festgestellten Problems sowie
- aussagekräftige Fotos des Sattels und der betroffenen Stelle.
Ob eine Reparatur, ein Austausch oder eine andere Lösung erfolgt, wird nach Prüfung des konkreten Falls und entsprechend den Herstellerbedingungen entschieden.
Die freiwillige Herstellergarantie besteht zusätzlich zu den gesetzlichen Rechten des Käufers und schränkt diese nicht ein.
Ja. Ein tatsächlich bei mir lagernder Kent & Masters-Sattel kann nach vorheriger Abstimmung für einen begrenzten Zeitraum vorreserviert werden.
Eine Vorreservierung ist insbesondere sinnvoll, wenn der Sattel fachlich vorausgewählt wurde, die Sattelanprobe oder Übergabe aber erst zu einem späteren Termin stattfinden kann.
Voraussetzungen der Vorreservierung
- Der betreffende Sattel befindet sich tatsächlich in meinem eigenen Warenbestand.
- Modell, Sitzgröße, Farbe und Ausführung sind eindeutig festgelegt.
- Die grundsätzliche Eignung für Pferd, Reiter und Nutzung wurde vorgeprüft.
- Für die Reservierung wird eine Anzahlung von 50 % des Kaufpreises vereinbart.
- Die Reservierungsdauer beträgt höchstens sechs Wochen.
Die Reservierung beginnt nach Eingang der vereinbarten Anzahlung. Während des bestätigten Zeitraums wird genau dieser Sattel nicht anderweitig verkauft.
Die Vorreservierung ist keine Passformzusage. Vor der endgültigen Übergabe muss der reservierte Sattel am aktuellen Pferd und unter dem vorgesehenen Reiter geprüft und eingerichtet werden.
Was kann nicht vorreserviert werden?
Ein lediglich beim Hersteller angezeigter Bestand kann durch eine Vorreservierung bei mir nicht gesichert werden. In diesem Fall ist eine verbindliche Herstellerbestellung erforderlich.
Der genaue Reservierungszeitraum, die betreffende Sattelausführung und die Bedingungen der Anzahlung werden im Kundenauftrag schriftlich festgehalten.
Vorhandene Sättel, Wartung und Reparatur
Die Identifikation erfolgt hauptsächlich über die Modell- und Größenprägung am Sattelblatt – nicht allein über die Seriennummer.
Kent & Masters bietet keinen Abgleich an, mit dem sich aus einer Seriennummer automatisch Modell und Herstellungsjahr bestimmen lassen. Die Seriennummer sollte trotzdem dokumentiert werden, insbesondere für Garantie-, Reparatur- oder Eigentumsnachweise.
Welche Angaben stehen in der Prägung?
Die Prägung enthält üblicherweise:
- einen Buchstabencode für das Sattelmodell und
- eine Zahlenangabe für die Sitzgröße.
Der Hersteller stellt eine Übersicht bereit, mit der viele Modellcodes, Sitzgrößen und das jeweils verwendete R-Bar- oder S-Bar-System eingeordnet werden können.
Offizielle Kent & Masters-Hilfe zur Identifikation eines Sattels
Lässt sich das Baujahr bestimmen?
Ein genaues Herstellungsjahr lässt sich aus Prägung oder Seriennummer in der Regel nicht ableiten. Die Art der Prägung kann jedoch eine grobe zeitliche Einordnung ermöglichen:
- größere Buchstaben und Zahlen sprechen meist für eine Fertigung vor etwa Mitte 2016,
- kleinere Prägungen wurden ungefähr ab Mitte 2016 verwendet.
Bei einigen Modellcodes nennt der Hersteller außerdem Einführungs- oder Einstellungszeiträume. Nicht jeder Code unterscheidet jedoch eindeutig zwischen einer früheren Original-Ausführung und der späteren S-Series.
Was benötige ich für eine weitergehende Prüfung?
- ein gut lesbares Foto der vollständigen Modell- und Größenprägung,
- die vorhandene Seriennummer,
- Fotos des vollständigen Sattels von beiden Seiten,
- ein Foto der Unterseite und der Sattelkissen sowie
- vorhandene Kauf-, Garantie- oder Reparaturunterlagen.
Die Identifikation eines Modells ist noch keine Beurteilung seines Zustands oder seiner Eignung. Baum, Kopfeisen, Kissenfüllung, Symmetrie und Passform müssen am vorhandenen Sattel gesondert geprüft werden.
In der Regel nein. Ich kaufe gebrauchte Sättel nicht an, nehme sie nicht in Zahlung und biete keine Vermittlung oder Kommissionsverkäufe an.
Sollte sich ausnahmsweise ein gebrauchter oder bereits verwendeter Kent & Masters-Sattel in meinem eigenen Bestand befinden, wird er mit seinem tatsächlichen Zustand und seiner konkreten Ausführung im Shop angeboten.
Warum biete ich normalerweise keine gebrauchten Sättel an?
Bei einem gebrauchten Sattel müssen neben Modell und Sitzgröße zahlreiche weitere Punkte geprüft werden:
- Alter, Herkunft und bisherige Nutzung,
- Zustand und Symmetrie des Sattelbaums,
- richtiges und unverzogenes Kopfeisen,
- Zustand, Material und Verteilung der Kissenfüllung,
- bereits ausgeführte Reparaturen oder Veränderungen,
- Funktion von Gurtstrupfen, Sturzfedern, Nähten und Beschlägen sowie
- grundsätzliche Eignung für das vorgesehene Pferd-Reiter-Paar.
Diese Punkte lassen sich aus einer Verkaufsanzeige, einigen Fotos oder der Aussage „wenig benutzt“ nicht zuverlässig beurteilen.
Ein passender Modellname und ein austauschbares Kopfeisen machen einen gebrauchten Sattel nicht automatisch geeignet. Sitzgröße, Baumform, Kissenverlauf, Zustand und bisherige Veränderungen müssen ebenfalls passen.
Was ist bei der Herstellergarantie zu beachten?
Die Kent & Masters-Herstellergarantie gilt nach den aktuellen Bedingungen nur für den ursprünglichen Käufer und wird beim Weiterverkauf nicht auf den neuen Eigentümer übertragen.
Wie kann ich einen Gebrauchtkauf begleiten?
Wenn Sie selbst einen gebrauchten Sattel erwerben möchten, kann die Auswahl und spätere Kontrolle als gesonderte Fachleistung begleitet werden. Dafür werden zunächst vollständige Angaben zu Pferd, Reiter und angebotenem Sattel benötigt.
Ein bereits gekaufter Sattel kann anschließend im Rahmen eines Fremdsattelchecks auf Zustand, grundsätzliche Eignung und erforderliche Arbeiten geprüft werden. Eine vorherige Zusage allein anhand einer Verkaufsanzeige ist nicht möglich.
Ein Sattel, der früher passend eingerichtet war, kann durch spätere Veränderungen anders liegen. Das bedeutet nicht automatisch, dass der Sattel beschädigt oder grundsätzlich ungeeignet ist. Zunächst muss die Ursache ermittelt werden.
Mögliche Veränderungen
- Muskelauf- oder Muskelabbau des Pferdes,
- Gewichtsveränderungen oder längere Trainingspausen,
- veränderte Nutzung oder Trainingsintensität,
- Setzung und Veränderung der Wollfüllung,
- Änderungen beim Reiter oder dessen Sitz,
- andere Sattelunterlagen oder Gurte sowie
- Verschleiß, Lockerungen oder technische Veränderungen am Sattel.
Bitte wechseln Sie nicht einfach auf Verdacht das Kopfeisen. Ein Kopfeisenwechsel verändert nicht nur eine Kammerweitenbezeichnung, sondern kann Balance, Auflage und Bewegungsverhalten des gesamten Sattels beeinflussen.
Was wird bei der Kontrolle geprüft?
Im Rahmen eines Sattelchecks werden unter anderem beurteilt:
- aktueller Zustand und Rückenform des Pferdes,
- Kopfeisensystem, Winkelung und Symmetrie,
- Baumform, Auflage und verfügbare Auflagelänge,
- Zustand und Verteilung der Wollfüllung,
- Balance, Stabilität und Gurtung,
- Schulterbewegung und Verhalten des Sattels in der Bewegung sowie
- Sitz und Einwirkung des vorgesehenen Reiters.
Welche Korrekturen können möglich sein?
Abhängig vom Ergebnis kommen beispielsweise infrage:
- Einbau eines anders klassifizierten Kopfeisens,
- Korrektur oder Erneuerung der Wollfüllung,
- Ausgleich der Balance innerhalb der konstruktiven Möglichkeiten,
- Überprüfung der verwendeten Gurtung oder Sattelunterlage sowie
- Reparatur oder Austausch verschlissener Bauteile.
Nicht jede Veränderung lässt sich durch eine Anpassung ausgleichen. Wenn Baumform, Auflagelänge, Sitzgröße oder grundlegende Konstruktion nicht mehr zur aktuellen Pferd-Reiter-Konstellation passen, kann ein anderes Sattelmodell erforderlich werden.
Zeigt das Pferd deutliche Auffälligkeiten oder entstehen Druckstellen, sollte der Sattel bis zur fachlichen Klärung nicht unverändert weiterverwendet werden.
Eine beschädigte oder gelöste Gewindebuchse ist in vielen Fällen fachgerecht reparierbar. Zunächst muss jedoch geklärt werden, ob tatsächlich die Buchse oder lediglich die verwendete Schraube beziehungsweise deren Gewinde beschädigt ist.
Bei Kent & Masters-Sätteln werden üblicherweise handelsübliche M6-Einschlagmuttern verwendet. Sie kommen unter anderem bei der Befestigung der Sattelkissen und des Kopfeisens am Sattelbaum zum Einsatz.
Mögliche Fehlerbilder
- Die Schraube greift nicht mehr im Gewinde.
- Die Schraube lässt sich nur noch schwergängig eindrehen.
- Die Gewindebuchse dreht sich beim Schrauben mit.
- Die Buchse sitzt locker oder wurde aus ihrer Aufnahme gezogen.
- Schraube und Gewinde wurden schräg angesetzt oder überdreht.
Bitte nicht mit größerer Kraft weiterschrauben. Verwenden Sie weder eine andere Schraubengröße noch Klebstoff oder ein eigenständig nachgeschnittenes Gewinde, bevor die Ursache geprüft wurde.
Wie erfolgt die Reparatur?
Je nach Position und Zustand muss:
- der betroffene Bereich vorsichtig freigelegt werden,
- die vorhandene Fixierung gelöst werden,
- die beschädigte Einschlagmutter entfernt und ersetzt werden,
- die Aufnahme sowie der umliegende Bereich kontrolliert und
- der Sattel anschließend wieder fachgerecht verschlossen und fixiert werden.
Betrifft der Schaden die Kopfeisenbefestigung, werden zusätzlich Kopfeisen, Schraube und Aufnahme am Sattelbaum kontrolliert. Erst danach darf das Kopfeisen wieder sicher befestigt werden.
Kann die Reparatur beim Termin erfolgen?
Bei vorheriger Ankündigung kann ich die benötigten Werkzeuge und Ersatzteile zum Termin mitbringen. Ob die Reparatur tatsächlich vor Ort möglich ist, hängt von Lage, Umfang und Ursache des Schadens ab. Andernfalls erfolgt die Arbeit in meiner Werkstatt.
Welche Angaben werden vorab benötigt?
- ein Foto der betroffenen Befestigungsstelle,
- eine kurze Beschreibung des Fehlerbildes,
- die Angabe, ob die Schraube noch greift oder die Buchse mitdreht, und
- die Modellbezeichnung des Sattels.
Nach der Reparatur wird die Schraube vorsichtig mit dem passenden Handschlüssel in die Gewindebuchse geführt, eingedreht und anschließend nur handfest angezogen.
Regelmäßige Pflege erhält nicht nur die Oberfläche des Leders, sondern ermöglicht auch, Verschleiß, gelockerte Befestigungen und Veränderungen der Sattelkissen frühzeitig zu erkennen.
Pflege nach der Nutzung
- Schmutz und Schweiß mit einem leicht feuchten Tuch entfernen.
- Feuchtes Leder bei Raumtemperatur natürlich trocknen lassen.
- Den Sattel nicht auf Heizkörper legen und keine andere direkte Wärmequelle verwenden.
- Alle Lederflächen regelmäßig auf Scheuerstellen, Risse und ungewöhnliche Verformungen kontrollieren.
Welche Lederpflege empfiehlt der Hersteller?
Kent & Masters empfiehlt ein cremeartiges Lederpflegemittel, beispielsweise Rapide Leathergel. Ein neuer Sattel soll vor der ersten Nutzung großzügig behandelt werden. Anschließend empfiehlt der Hersteller eine regelmäßige Pflege – bei entsprechender Nutzung mindestens wöchentlich.
Nicht verwendet werden sollen:
- Sprühseife,
- Glycerin-Sattelseife,
- ölhaltige Sattelseife oder andere stark ölende Mittel sowie
- Pflegemittel auf noch nassem Leder.
Welche Befestigungen müssen kontrolliert werden?
Der Hersteller weist darauf hin, regelmäßig den festen Sitz der vier Kopfeisenschrauben und der beiden Kissenbefestigungsschrauben zu prüfen.
Eine gelockerte Schraube wird mit dem passenden Handschlüssel vorsichtig in der Gewindebuchse geführt, eingedreht und anschließend nur handfest angezogen. Greift eine Schraube nicht sauber, dreht eine Buchse mit oder ist ungewöhnlich viel Kraft erforderlich, darf nicht weitergeschraubt werden.
Was gehört zur fachlichen Wartung?
- Kontrolle von Gurtstrupfen, Nähten, Sturzfedern und Beschlägen,
- Prüfung von Sattelbaum, Kopfeisen und Symmetrie,
- Kontrolle der Jacobschaf-Wollfüllung auf Setzung, Verhärtung und Ungleichmäßigkeit,
- gegebenenfalls Korrektur oder Erneuerung der Wollfüllung sowie
- erneute Beurteilung von Balance, Auflage und Passform am Pferd.
Lederpflege ersetzt keinen Sattelcheck. Veränderungen von Pferd, Reiter oder Wollfüllung können die Lage des Sattels beeinflussen, obwohl der Sattel äußerlich weiterhin einwandfrei aussieht.
Reparaturen und technische Veränderungen sollten nur fachgerecht ausgeführt werden. Nicht autorisierte Reparaturversuche können außerdem Auswirkungen auf die Herstellergarantie haben.
Vor-Ort-Service, Fernbetreuung und Ansprechpartner
Mein regelmäßiges Vor-Ort-Gebiet umfasst Orte, die von 63329 Egelsbach in ungefähr zwei Stunden Fahrzeit erreichbar sind. Eine starre Kilometergrenze gibt es nicht, da Fahrzeit, Streckenführung und Tourenplanung erheblich voneinander abweichen können.
Innerhalb dieses Gebietes erfolgen die Auswahl und Einrichtung eines neuen Kent-&-Masters-Sattels grundsätzlich direkt am vorbereiteten Pferd und mit dem vorgesehenen Reiter. Dabei können je nach Auftrag unter anderem Vorauswahl, Sattelanprobe, Kontrolle in der Bewegung und notwendige Werkstattarbeiten miteinander verbunden werden.
Wovon hängt ein Vor-Ort-Termin ab?
- tatsächliche Fahrzeit und Erreichbarkeit des Stalls,
- Art und Umfang der benötigten Leistungen,
- Anzahl der zu prüfenden Pferde und Sättel,
- Möglichkeit einer sinnvollen Tourenplanung.
Bei größerer Entfernung prüfe ich individuell, ob ein Vor-Ort-Termin wirtschaftlich und organisatorisch sinnvoll möglich ist. Gegebenenfalls können mehrere abgestimmte Termine zu einer Tour zusammengefasst werden. Ein Sammeltermin bleibt auf höchstens vier Kunden beziehungsweise sieben Pferde begrenzt, damit jedes Pferd ausreichend beurteilt werden kann.
Wenn ein Vor-Ort-Termin nicht sinnvoll möglich ist, kann geprüft werden, ob die Voraussetzungen für meine strukturierte Fernbetreuung erfüllt sind. Diese ersetzt jedoch keine erforderliche Prüfung am Pferd durch wenige Fotos.
Fahrtkosten, möglicher Leistungsumfang und Ablauf werden vor einer verbindlichen Terminvereinbarung abgestimmt. Für Fernkunden außerhalb meines regelmäßigen Vor-Ort-Gebiets gelten aufgrund der größeren Entfernung andere Voraussetzungen für Anfahrt, Fahrtkosten und Terminplanung.
Bitte verwenden Sie für Ihre Anfrage das dafür vorgesehene Formular und beschreiben Sie Pferd, Reiter, vorhandenen Sattel und gewünschte Leistung möglichst vollständig.
Weitere Informationen:
Eine Fernbetreuung ist möglich, wenn ein Vor-Ort-Termin aufgrund der Entfernung nicht wirtschaftlich sinnvoll durchgeführt werden kann und sich Pferd, Reiter und Ausgangssituation für dieses Verfahren eignen.
Sie ist kein vereinfachter Sattelkauf nach einigen Fotos. Die Zusammenarbeit folgt einem festgelegten Ablauf, bei dem die benötigten Informationen schrittweise erhoben, geprüft und dokumentiert werden.
Welche Unterlagen werden benötigt?
Je nach Ausgangssituation gehören dazu unter anderem:
- vollständige Angaben zu Pferd, Reiter und vorgesehener Nutzung,
- Fotos nach einer vorgegebenen Anleitung,
- Rücken- und Widerristmessungen sowie nachvollziehbare Aufzeichnungen,
- Angaben zu vorhandenen Sätteln und bisherigen Erfahrungen,
- Videos oder dokumentierte Beobachtungen aus vereinbarten Prüfschritten,
- erneute Kontrolldaten, wenn sich Pferd oder Ausgangssituation verändern.
Die Unterlagen müssen vollständig, aktuell und in der vorgegebenen Form erstellt werden. Nicht aussagekräftige Fotos, Schätzwerte oder lediglich übermittelte Kammerweiten- und Sitzgrößenangaben reichen für eine fachliche Vorauswahl nicht aus.
Wie erfolgt die Auswahl und Einrichtung?
- Prüfung, ob die Voraussetzungen für eine Fernbetreuung erfüllt sind,
- Auswertung der übermittelten Daten zu Pferd und Reiter,
- fachliche Vorauswahl eines geeigneten Kent-&-Masters-Modells,
- Festlegung von Sitzgröße, Baum- und Kopfeisensystem sowie Ausführung,
- Basiseinrichtung des abgestimmten Sattels in meiner Werkstatt,
- Kontrolle nach Erhalt anhand der zuvor vereinbarten Prüfschritte.
Die Werkstatteinrichtung beruht auf den übermittelten Daten. Wie sich der Sattel unter dem vorgesehenen Reiter und in der Bewegung verhält, muss nach Erhalt nachvollziehbar überprüft und dokumentiert werden.
Zeigt sich während der Bearbeitung, dass die vorhandenen Daten keine ausreichend sichere Beurteilung zulassen, wird die Fernbetreuung nicht fortgesetzt. In diesem Fall ist eine Prüfung vor Ort oder durch eine geeignete Fachperson erforderlich.
Weiterführende Informationen:
Für Regionen außerhalb meines regelmäßigen Vor-Ort-Gebietes stellt Kent & Masters eine internationale Liste seiner Händler und Ansprechpartner bereit:
Händlersuche von Kent & Masters
Bitte klären Sie vor einer Terminvereinbarung direkt mit dem jeweiligen Anbieter, welche Leistungen tatsächlich angeboten werden. Nicht jeder Händler führt selbst Sattelanproben, Kontrollen, Polsterarbeiten oder Reparaturen durch.
Diese Punkte sollten Sie vorab erfragen
- Erfolgt die Beurteilung direkt am vorbereiteten Pferd?
- Wird der Sattel auch unter dem vorgesehenen Reiter und in der Bewegung kontrolliert?
- Bestehen praktische Erfahrungen mit Kent-&-Masters-Sätteln und dem SimaTree-System?
- Werden vorhandene Sättel, Kopfeisen, Kissen und Gurtungsoptionen vollständig beurteilt?
- Welche Werkstattarbeiten können selbst ausgeführt werden?
- Wie erfolgen Dokumentation und Nachbetreuung?
Entscheidend ist, ob die angebotene Arbeitsweise zu Ihrem Pferd, dem vorhandenen Sattel und der benötigten Leistung passt.
Eine Zusammenarbeit mit einem anderen Anbieter kommt unmittelbar zwischen Ihnen und diesem Fachbetrieb zustande. Ich kann dessen Terminplanung, Arbeitsweise, Preisgestaltung oder Arbeitsergebnisse nicht beurteilen oder verantworten.
Ist in Ihrer Region keine geeignete Betreuung verfügbar, kann geprüft werden, ob die Voraussetzungen für meine strukturierte Fernbetreuung erfüllt sind.
Eine Berufsbezeichnung, Schulung oder Händleraufnahme allein sagt noch nicht aus, wie sorgfältig eine konkrete Sattelprüfung durchgeführt wird. Entscheidend ist eine nachvollziehbare, materialgerechte und zum jeweiligen Sattelsystem passende Arbeitsweise.
Eine fachliche Prüfung umfasst den gesamten Sattel
Ein geeigneter Fachbetrieb beurteilt nicht nur die Kammerweite oder die scheinbare Lage des Sattels im Stand. Berücksichtigt werden unter anderem:
- Baumform, Kopfeisensystem und grundsätzliche Konstruktion,
- Auflage, Balance und Verlauf der Sattelkissen,
- Schulterbewegung und Stabilität des Sattels,
- Sitz und Einwirkung des vorgesehenen Reiters,
- Verhalten des Pferdes unter Belastung und in der Bewegung,
- Zustand von Leder, Strupfen, Nähten, Kissen und Befestigungen.
Besonderheiten bei Kent & Masters
- Kopfeisen richtig prüfen: Die benötigte Weite wird nicht von außen geschätzt. Das zum Sattel gehörende SimaTree-Kopfeisen muss ausgebaut und entsprechend dem vorgesehenen Prüfverfahren direkt am Pferd kontrolliert werden.
- Kopfeisen nicht verändern: SimaTree-Kopfeisen werden weder gebogen noch erhitzt. Benötigt der Sattel eine andere Weite, wird ein geeignetes Kopfeisen eingesetzt.
- S-Bar und R-Bar unterscheiden: Beide Systeme gehören zu unterschiedlichen Sattelbaumkonstruktionen und dürfen nicht gegeneinander ausgetauscht werden.
- Originale Kissenfüllung erhalten: Bei notwendigen Polsterarbeiten verwende ich ausschließlich Naturwolle vom Jacobschaf, damit keine schwer kontrollierbare Mischfüllung entsteht.
- Nach dem Eingriff vollständig kontrollieren: Ein Kopfeisenwechsel oder eine Polsterkorrektur erfordert anschließend eine erneute Beurteilung von Balance, Auflage und Bewegungsverhalten.
Der bloße Wechsel eines Kopfeisens, zusätzliches Nachpolstern oder die Verwendung einer dickeren Unterlage behebt nicht automatisch die Ursache eines Passformproblems. Jede Veränderung kann Auswirkungen auf den gesamten Sattel haben.
Eine seriöse Arbeitsweise ist nachvollziehbar
Der Fachbetrieb sollte erklären können,
- welche Feststellungen getroffen wurden,
- welche Veränderung erforderlich ist und warum,
- welche Grenzen die vorhandene Sattelkonstruktion besitzt,
- welche Kontrolle nach der Arbeit notwendig ist,
- wer für Werkstattarbeit und Nachbetreuung verantwortlich bleibt.
Versprechen, einen Sattel allein anhand weniger Fotos, einer Kammerweitenangabe oder einer einzelnen Rückenmessung verbindlich passend bestimmen zu können, sollten kritisch hinterfragt werden.
Weiterführende Informationen:
Nein. Kent-&-Masters-Sättel versende ich ausschließlich an Lieferadressen innerhalb Deutschlands.
Kunden mit Wohnsitz außerhalb Deutschlands können dennoch bei mir bestellen, wenn sie eine geeignete Lieferadresse in Deutschland angeben. Eine abweichende Rechnungsanschrift im Ausland ist grundsätzlich möglich.
Weiterleitung ins Ausland
Eine anschließende Abholung oder Weiterbeförderung muss vom Kunden eigenständig organisiert werden. Sie ist nicht Bestandteil meiner Versandleistung. Kosten, Laufzeiten, Transportversicherung, Zoll- und Einfuhrabgaben sowie mögliche Rücksendungen sind mit dem beauftragten Weiterleitungsdienst zu klären.
Für Kunden aus der Schweiz kann beispielsweise die Nutzung eines Dienstleisters wie MeinEinkauf.ch infrage kommen. Ob der konkrete Sattelversand nach Größe, Wert und Leistungsbedingungen angenommen wird, muss vor der Bestellung unmittelbar mit dem Dienstleister geklärt werden.
Ein Kent-&-Masters-Sattel wird nicht wie ein gewöhnlicher Lagerartikel ungeprüft weitergeleitet. Vor dem Versand müssen die vereinbarten Angaben und aktuellen Kontrollmaße zu Pferd und Reiter vollständig vorliegen. Anschließend erfolgt die abgestimmte Basiseinrichtung in meiner Werkstatt.
Nach Erhalt muss der Sattel entsprechend dem vereinbarten Ablauf am vorbereiteten Pferd, mit dem vorgesehenen Reiter und in der Bewegung kontrolliert werden. Die Weiterleitung ins Ausland ändert nichts an diesen fachlichen Voraussetzungen.
Weiterführende Informationen:
Bitte prüfen Sie zunächst, ob Ihre Frage bereits in diesen FAQ, auf der jeweiligen Produktseite oder in den weiterführenden Hinweisen beantwortet wird. Bleibt danach etwas offen, benötige ich eine eindeutige Zuordnung Ihrer Anfrage.
Bei Fragen zu einem Artikel oder einer Bestellung
- vollständige Modell- oder Artikelbezeichnung,
- gewählte Sitzgröße, Farbe und Ausführung,
- Bestell-, Auftrags- oder Rechnungsnummer, sofern bereits vorhanden,
- eine konkrete Beschreibung der noch offenen Frage.
Bei Fragen zu einem vorhandenen Kent-&-Masters-Sattel
- Modell- und Größenstempel des Sattels,
- Angabe, ob der Sattel bei mir oder in einem anderen Fachbetrieb gekauft wurde,
- Beschreibung des festgestellten Problems oder der gewünschten Leistung,
- Informationen zu bereits vorgenommenen Veränderungen oder Reparaturen.
Fotos oder weitere Unterlagen sollten gezielt nach der jeweiligen Fragestellung erstellt werden. Eine große Anzahl unsortierter Bilder ersetzt keine fachliche Datenerfassung. Insbesondere lässt sich die benötigte Kopfeisenweite nicht anhand äußerer Sattelfotos bestimmen.
Sobald Pferd, Reiter, Passform, Sattelauswahl oder eine Werkstattkorrektur beurteilt werden sollen, verwenden Sie bitte ausschließlich das dafür vorgesehene Formular. Dort werden alle für die Vorprüfung benötigten Angaben strukturiert abgefragt.
Bitte senden Sie keine selbst zusammengestellten Rückenmaße, Schablonen oder Vermutungen zu einer benötigten Kammerweite, wenn diese nicht zuvor im vereinbarten Ablauf angefordert wurden. Ungeeignete Messmethoden verursachen zusätzliche Arbeit, ohne eine belastbare Auswahl zu ermöglichen.
Weiterführende Informationen:
