FAQ zum Thorowgood-Bauchgurt
Kernaussage: Thorowgood-Sattelgurte werden als Kurz- oder Langgurt sowie in elastischen und nicht elastischen Ausführungen angeboten. Die passende Ausführung richtet sich nach dem vorhandenen Sattel, den vorgesehenen Gurtstrippen, der benötigten Schnallenposition und der natürlichen Gurtlage des Pferdes. Ein anderer Gurt kann weder einen unpassenden Sattel noch eine ungeeignete Strippenposition ausgleichen.
In dieser FAQ finden Sie Informationen zu den verschiedenen Thorowgood-Sattelgurten, zur Auswahl der passenden Ausführung und Länge, zum richtigen Verschnallen sowie zu Anwendung, möglichen Problemen, Reinigung, Pflege, Verfügbarkeit und Bestellung.
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Modelle und Auswahl
Das reguläre Thorowgood-Sortiment umfasst derzeit drei Sattelgurte aus dem pflegeleichten Airoform-Material:
- Thorowgood Dressurgurt – beidseitig elastisch
Kurzgurt mit elastischen Einsätzen an beiden Seiten. Er wird in Schwarz und Braun sowie in Längen von 45 bis 80 cm angeboten. - Thorowgood Langgurt – einseitig elastisch
Langgurt mit einem elastischen Gurtende. Er wird in Schwarz und Braun sowie in Längen von 85 bis 155 cm angeboten. - Thorowgood Langgurt – nicht elastisch
Nicht elastische Cob-Ausführung mit geteilten Gurtenden für eine gespreizte Gurtung. Er wird in Schwarz und Braun sowie in Längen von 95 bis 145 cm angeboten.
Zusätzlich sind noch wenige Exemplare des nicht elastischen Thorowgood-Kurzgurts als Restbestand vorhanden. Diese Ausführung wird nicht mehr importiert und kann nach dem Abverkauf nicht erneut beschafft werden. Maßgeblich ist deshalb ausschließlich die beim Artikel angezeigte Verfügbarkeit der einzelnen Größen.
Welcher Gurt geeignet ist, richtet sich nicht allein nach dem Pferdetyp. Entscheidend sind ebenso das Gurtungssystem des Sattels, die Führung und Position der Gurtstrippen, die benötigte Schnallenlage, der Platz hinter den Ellenbogen und die natürliche Gurtlage des Pferdes.
Ob ein Kurz- oder Langgurt benötigt wird, richtet sich in erster Linie nach dem Gurtungssystem des Sattels:
- Sättel mit langen Gurtstrippen werden in der Regel mit einem Kurzgurt verwendet.
- Sättel mit kurzen Gurtstrippen benötigen einen Langgurt.
Bei Thorowgood ist der Dressage Girth ein Kurzgurt. Der GP Girth und der Non-elasticated Cob GP Girth sind Langgurte.
Maßgeblich ist jedoch immer der vorhandene Sattel und nicht allein seine Modell- oder Disziplinbezeichnung. Die Schnallen müssen auf beiden Seiten in einer geeigneten Höhe liegen, dürfen die Ellenbogenbewegung nicht behindern und sollen weder unmittelbar am Ende der Gurtstrippen noch ungünstig unter einer Kante des Sattelblatts liegen.
Auch die bisher verwendete Zentimeterangabe kann nur als erster Anhaltspunkt dienen. Elastische Einsätze, Schnallenform und konstruktiver Aufbau können dazu führen, dass zwei gleich bezeichnete Sattelgurte am Pferd unterschiedlich ausfallen. Die endgültige Gurtlänge sollte deshalb am korrekt aufgelegten und angegurteten Sattel überprüft werden.
Thorowgood bietet im regulären Sortiment sowohl Sattelgurte mit elastischen Einsätzen als auch eine nicht elastische Langgurtausführung an:
- Der Thorowgood Dressurgurt besitzt elastische Einsätze an beiden Seiten.
- Der Thorowgood Langgurt – einseitig elastisch besitzt einen elastischen Einsatz an einem Gurtende.
- Der Thorowgood Langgurt – nicht elastisch ist vollständig unelastisch und besitzt als Cob-Ausführung geteilte Gurtenden.
Zusätzlich sind noch wenige Exemplare des nicht elastischen Thorowgood-Kurzgurts als Restbestand vorhanden. Diese Ausführung wird nicht mehr importiert und kann nach dem Abverkauf nicht erneut beschafft werden.
Elastische Einsätze erleichtern das Angurten. Sie dürfen jedoch nicht dazu verleiten, den Sattelgurt stärker anzuziehen als erforderlich. Der Gurt soll den Sattel sichern, ohne durch übermäßige Spannung die Atmung, die Bewegung des Brustkorbs oder die Ellenbogenfreiheit einzuschränken.
Die nicht elastische Cob-Ausführung wurde von Thorowgood insbesondere für rundere Pferdetypen und eine gespreizte Gurtung entwickelt. Die geteilten Enden ermöglichen es, weiter auseinanderliegende Gurtstrippen zu erreichen. Daraus folgt jedoch nicht, dass jedes rundrippige Pferd grundsätzlich einen nicht elastischen Gurt benötigt.
Entscheidend sind immer die tatsächliche Gurtlage, der Platz hinter den Vorderbeinen, die Position der Gurtstrippen und die Stabilität des korrekt angepassten Sattels. Weder eine elastische noch eine nicht elastische Ausführung kann eine ungeeignete Gurtlänge, eine unpassende Strippenführung oder einen rutschenden Sattel ausgleichen.
Die Marke des Sattels ist für die Auswahl des Bauchgurts nicht allein entscheidend. Ein Thorowgood-Sattelgurt kann grundsätzlich auch mit einem geeigneten Sattel einer anderen Marke verwendet werden.
Voraussetzung ist, dass der Gurt zum Gurtungssystem des jeweiligen Sattels passt. Zu prüfen sind insbesondere:
- Kurz- oder Langgurtung des Sattels,
- benötigte Gurtlänge und geeignete Schnallenlage,
- Abstand und Verlauf der verwendeten Gurtstrippen,
- Gurtlage und Platz hinter den Vorderbeinen,
- Ellenbogenfreiheit sowie
- ruhiger und mittiger Verlauf des Gurts am Pferd.
Besondere Aufmerksamkeit erfordert der Non-elasticated Cob GP Girth. Seine geteilten Enden sind für eine gespreizte Gurtung vorgesehen, bei der weiter auseinanderliegende Gurtstrippen erreicht werden müssen. Diese Ausführung ist daher nicht automatisch für jeden Sattel oder jedes rundrippige Pferd geeignet.
Umgekehrt ist ein Thorowgood-Sattel nicht zwingend auf einen Thorowgood-Bauchgurt angewiesen. Entscheidend ist immer das funktionierende Zusammenspiel von Pferd, Sattel, Gurtstrippen und Bauchgurt.
Beide Ausführungen sind Langgurte aus dem pflegeleichten Airoform-Material. Sie unterscheiden sich jedoch deutlich in ihrer Konstruktion und ihrem vorgesehenen Einsatz:
- Der Thorowgood GP Girth besitzt einen elastischen Einsatz an einem Gurtende. Seine Gurtenden sind für eine übliche Langgurtung ausgeführt.
- Der Non-elasticated Cob GP Girth ist vollständig unelastisch. Seine Enden sind auf beiden Seiten geteilt, damit auch weiter auseinanderliegende Gurtstrippen bei einer gespreizten Gurtung erreicht werden können.
Thorowgood sieht die Cob-Ausführung insbesondere für rundere Pferdetypen und Sättel vor, bei denen beispielsweise eine vordere und eine hintere Gurtstrippe mit größerem Abstand verwendet werden. Die unelastische Konstruktion soll in dieser Kombination mehr Stabilität ermöglichen.
Der Cob-Gurt ist deshalb nicht einfach die stabilere oder grundsätzlich bessere Ausführung des GP Girth. Entscheidend ist, ob die geteilten Gurtenden zur tatsächlichen Strippenführung des Sattels passen und der Gurt am Pferd mittig, faltenfrei und mit ausreichender Ellenbogenfreiheit verläuft.
Gurtlänge und Verschnallung
Ein bisher verwendeter und passend liegender Sattelgurt ist der beste erste Anhaltspunkt. Die aufgedruckte Zentimeterangabe sollte jedoch nicht ungeprüft übernommen werden. Elastische Einsätze, Schnallenform und konstruktiver Aufbau können dazu führen, dass Gurte mit derselben Längenangabe am Pferd unterschiedlich ausfallen.
Zur Beurteilung wird der Sattel mit der tatsächlich verwendeten Sattelunterlage korrekt auf das Pferd gelegt und zunächst nur so weit angegurtet, dass er sicher und ausbalanciert liegt. Anschließend ist auf beiden Seiten zu prüfen:
- Liegen die Schnallen außerhalb des Bewegungsbereichs der Ellenbogen?
- Entsteht kein Druck durch Schnallen oder Gurtenden an einer Kante des Sattelblatts?
- Bleibt ausreichend Spielraum zum angemessenen Nachgurten?
- Werden weder die ersten noch die letzten verfügbaren Löcher als dauerhafte Endposition benötigt?
- Verläuft der Gurt mittig und faltenfrei durch die natürliche Gurtlage des Pferdes?
Bei einem elastischen Gurt darf die benötigte Länge nicht dadurch erreicht werden, dass die elastischen Einsätze bereits beim ersten Angurten stark auseinandergezogen werden. Ebenso darf ein zu langer Gurt nicht durch eine ungünstig hohe Verschnallung ausgeglichen werden.
Ohne einen geeigneten Vergleichsgurt lässt sich die benötigte Länge nicht zuverlässig allein aus Stockmaß, Rasse, Bauchumfang oder Sattelgröße ableiten. Die endgültige Auswahl muss deshalb immer in Verbindung mit dem verwendeten Sattel und der tatsächlichen Schnallenlage am Pferd erfolgen.
Der Sattelgurt muss so weit angezogen werden, dass der korrekt aufgelegte Sattel sicher und ausbalanciert liegen bleibt. Er darf jedoch nicht dazu verwendet werden, einen instabilen oder rutschenden Sattel durch hohe Spannung in seiner Position festzuhalten.
Das Angurten sollte schrittweise und möglichst gleichmäßig auf beiden Seiten erfolgen:
- zunächst nur leicht angurten,
- das Pferd einige Schritte führen,
- die Lage von Sattel und Gurt erneut kontrollieren,
- vor dem Aufsteigen angemessen nachgurten und
- nach einer kurzen Bewegungsphase nochmals prüfen.
Als Orientierung sollte sich eine flach eingeführte Hand noch zwischen Gurt und Pferd schieben lassen. Diese Prüfung ist jedoch kein genaues Messverfahren, da Fell, Haut, Gewebe und Körperform des Pferdes unterschiedlich nachgeben.
Elastische Einsätze erleichtern das Angurten, dürfen aber nicht stark auseinandergezogen werden, um vermeintlich mehr Halt zu erzeugen. Auch ein nicht elastischer Gurt muss nicht fester angezogen werden. Entscheidend ist, dass der Gurt ruhig und faltenfrei liegt, die Ellenbogenbewegung nicht behindert und der Sattel bereits ohne übermäßige Gurtspannung stabil bleibt.
Muss wiederholt stark nachgegurtet werden oder verändert sich die Lage des Sattels während der Bewegung deutlich, sollten nicht nur Gurtlänge und Gurtform, sondern auch die Gurtstrippen und die Passform des Sattels überprüft werden.
Eine möglichst symmetrische Verschnallung ist grundsätzlich anzustreben. Die gleiche Lochposition auf beiden Seiten ist jedoch kein Selbstzweck und darf nicht durch übermäßig festes Angurten erzwungen werden.
Ein Unterschied von einem Loch kann durchaus vertretbar sein, sofern:
- der Gurt nicht zu fest angezogen wird,
- noch eine flach eingeführte Hand zwischen Gurt und Pferd Platz findet,
- der Sattel bereits vor dem festen Nachgurten stabil und ausbalanciert liegt und
- die Schnallen und Gurtführungen auf beiden Seiten in einer geeigneten Position liegen.
Ist der Unterschied zwischen beiden Seiten deutlich größer, tritt er plötzlich auf oder verändert er sich zunehmend, sollte die Ursache geprüft werden. Mögliche Gründe sind unter anderem:
- unterschiedlich lange, gedehnte oder falsch gepflegte Gurtstrippen,
- körperliche Veränderungen des Pferdes,
- eine nicht mehr geeignete Gurtlänge,
- eine unpassende Strippenposition sowie
- eine veränderte Lage oder Passform des Sattels.
Der Bauchgurt soll den Sattel sichern – nicht ihn durch hohe Spannung in seine Position ziehen. Muss stark gegurtet werden, damit der Sattel stabil bleibt, sollte nicht nur der Gurt, sondern die gesamte Sattel- und Gurtungssituation überprüft werden.
Weitere Informationen:
Die Gurtenden des Non-elasticated Cob GP Girth sind auf beiden Seiten geteilt. Dadurch können die Schnallen auch weiter auseinanderliegende Gurtstrippen erreichen, wie sie bei einer gespreizten Gurtung verwendet werden.
Die Teilung bedeutet jedoch nicht, dass beliebige Gurtstrippen miteinander kombiniert werden dürfen. Welche Strippen verwendet werden können, richtet sich nach dem jeweiligen Sattelmodell und den dafür vorgesehenen Gurtungsoptionen.
Beim Angurten ist darauf zu achten, dass:
- beide Gurtenden gerade und ohne Verdrehung zu den vorgesehenen Gurtstrippen verlaufen,
- keine Gurtstrippe deutlich nach vorn oder hinten gezogen wird,
- die Schnallen auf beiden Seiten in einer geeigneten Höhe liegen,
- der mittlere Bereich des Gurts ruhig und faltenfrei am Pferd anliegt und
- die gespreizte Gurtung nicht dazu verwendet wird, einen unpassenden Sattel gewaltsam in Position zu ziehen.
Die zulässige Kombination der Gurtstrippen darf nicht allein danach gewählt werden, welche Verschnallung den Sattel scheinbar am besten festhält. Bitte beachten Sie hierzu immer die für das jeweilige Thorowgood-Sattelmodell vorgesehenen Gurtungsoptionen des Herstellers.
Nein. Verschiedene Thorowgood-Sättel besitzen mehrere Gurtungsoptionen oder eine versetzbare Gurtstrippe. Diese Positionen dürfen jedoch nicht beliebig miteinander kombiniert werden.
Welche Strippen verwendet und an welcher Position eine versetzbare Strippe befestigt werden darf, richtet sich nach dem jeweiligen Sattelmodell und den dafür vorgesehenen Herstellerangaben.
- GP-Modelle: Thorowgood sieht eine neutrale Ausgangsgurtung sowie weitere festgelegte Kombinationen für bestimmte Anforderungen vor. Die Kombination der Positionen 1 und 2 wird vom Hersteller ausdrücklich ausgeschlossen, da sie den Sattel destabilisieren und Beschwerden beim Pferd verursachen kann.
- Dressurmodelle mit versetzbarer Strippe: Die Strippe kann je nach vorgesehenem System hinter dem Ortgang oder als vordere Punktstrippe verwendet werden. Auch die Führung durch den Strippenhalter ist von ihrer tatsächlichen Position abhängig. Eine falsche Führung kann nach Herstellerangabe zur Instabilität des Sattels führen.
- Pony- und XC-Modelle: Für diese Sättel bestehen eigene modellabhängige Gurtungsschemata. Die Anordnung eines anderen Thorowgood-Modells darf nicht ungeprüft übertragen werden.
Die Auswahl der Gurtstrippen verändert die Zugrichtung des Bauchgurts und damit die Kräfte, die auf den Sattel wirken. Eine ungeeignete Kombination kann den Sattel nach vorn oder hinten ziehen, den hinteren Bereich anheben oder eine instabile Lage erst hervorrufen.
Eine andere Strippenposition darf deshalb nicht dazu verwendet werden, einen unpassenden oder rutschenden Sattel gewaltsam in Position zu bringen. Vor einer Veränderung müssen das genaue Sattelmodell, die vorgesehene Strippenanordnung, die natürliche Gurtlage des Pferdes und die Ursache der beobachteten Bewegung geklärt werden.
Die modellabhängigen Darstellungen des Herstellers finden Sie unter:
Anwendung, Probleme und Pflege
Die aktuellen Thorowgood-Sattelgurte bestehen aus Airoform. Dabei handelt es sich um ein weiches, formstabiles und pflegeleichtes Polstermaterial, das ohne eine Lederauflage auskommt.
Die strukturierte Oberfläche soll die Luftzirkulation unterstützen und ein angenehmes Anliegen am Pferd ermöglichen. Gleichzeitig ist das Material so ausgeführt, dass es auch bei regelmäßiger Nutzung weich und geschmeidig bleibt.
Airoform wird anders gepflegt als Leder. Sattelseife, Lederöl und Lederconditioner sind nicht geeignet und dürfen für diese Gurte nicht verwendet werden. Leichte Verschmutzungen werden nach dem Gebrauch mit einem feuchten Schwamm entfernt.
Unabhängig vom verwendeten Material sollte der Gurt vor dem Angurten auf Verschmutzungen, Verformungen und mögliche Beschädigungen kontrolliert werden. Besonders zu prüfen sind die Schnallen, Nähte, elastischen Einsätze und die Bereiche, die unmittelbar hinter den Ellenbogen des Pferdes liegen.
Die aktuellen Thorowgood-Sattelgurte bestehen aus dem pflegeleichten Airoform-Material. Bitte beachten Sie die dafür vorgesehenen Pflegehinweise des Herstellers:
- Den Gurt nach dem Gebrauch mit einem feuchten Schwamm reinigen.
- Bei stärkerer Verschmutzung oder Schweiß etwas Spülmittel mit Wasser verdünnen und den Gurt damit abwaschen.
- Anschließend mit einem sauberen Handtuch möglichst gut vortrocknen.
- Den Gurt danach bei normaler Raumtemperatur vollständig an der Luft trocknen lassen.
- Nicht unmittelbar neben Heizkörpern, heißen Rohren oder anderen direkten Wärmequellen trocknen.
- Keine Sattelseife, kein Lederöl und keinen Lederconditioner verwenden.
Nach dem Reiten sollte der Gurt beidseitig vom Sattel entfernt werden. So werden einseitige Belastungen und ein Verdrehen während der Lagerung vermieden.
Die vollständigen Pflegehinweise des Herstellers finden Sie unter:
Thorowgood verwendet bei den aktuellen Airoform-Sattelgurten ein doppellagiges Nahtsystem. Zusätzlich zur außen sichtbaren Naht besitzt der Gurt eine innenliegende Sicherung. Nach Angaben des Herstellers bedeutet eine äußerlich angeriebene Naht deshalb nicht automatisch, dass der Gurt seine tragende Sicherheit verloren hat.
Dies ist jedoch keine pauschale Freigabe für die weitere Verwendung eines sichtbar beschädigten Gurts. Vor jedem Gebrauch sollten insbesondere folgende Bereiche kontrolliert werden:
- äußere und innere Nähte,
- Übergänge zu den Schnallen,
- geteilte Gurtenden des Cob-Gurts,
- elastische Einsätze,
- Airoform-Material sowie
- Schnallen und Schnallendorne.
Öffnet sich eine Naht, löst sich eine Schnalle, reißt das Material ein oder ist ein elastischer Einsatz deutlich überdehnt beziehungsweise einseitig verformt, darf der Gurt nicht weiterverwendet werden.
Ist nicht sicher erkennbar, ob lediglich die sichtbare Außennaht angerieben oder die Konstruktion tatsächlich beschädigt ist, sollte der Gurt bis zur fachlichen Prüfung nicht mehr eingesetzt werden. Für eine erste Zuordnung können Sie beim betreffenden Produkt im Shop die Funktion „Frage zum Artikel“ verwenden und aussagekräftige Fotos der betroffenen Stelle übermitteln.
Bewegt sich der Sattelgurt nach vorn, folgt er häufig der natürlichen Gurtlage des Pferdes. Liegt diese deutlich weiter vorn als die Gurtstrippen des Sattels, wird der Gurt während der Bewegung in Richtung der Vorderbeine gezogen.
Mögliche Ursachen sind unter anderem:
- eine weit vorn liegende natürliche Gurtlage,
- eine ungeeignete Führung oder Auswahl der Gurtstrippen,
- eine nicht passende Gurtlänge,
- ein nicht zur Körperform passender Gurtverlauf,
- eine veränderte Lage oder Balance des Sattels sowie
- ein nach vorn rutschender Sattel.
Die geformten Thorowgood-Gurte sollen den empfindlichen Bereich hinter den Ellenbogen entlasten. Ihre Form kann jedoch eine ungünstige Lage der Gurtstrippen oder einen nicht passend liegenden Sattel nicht ausgleichen.
Der Gurt darf nicht durch stärkeres Angurten oder durch eine beliebige Veränderung der verwendeten Gurtstrippen daran gehindert werden, seiner natürlichen Zugrichtung zu folgen. Dadurch können zusätzliche Spannung, Hautfalten und Druck im Ellenbogenbereich entstehen.
Drückt der Gurt an die Vorderbeine, entstehen Scheuerstellen oder wird der Sattel mit nach vorn gezogen, sollte die gesamte Kombination aus Pferd, Sattelposition, Gurtstrippen, Gurtlänge und Gurtform überprüft werden.
Ein geeigneter Sattelgurt kann die vorhandene Stabilität eines passend liegenden Sattels unterstützen. Insbesondere die Gurtform, die passende Länge und der Verlauf zu den verwendeten Gurtstrippen können Einfluss darauf haben, wie ruhig der Sattel in der Bewegung liegt.
Der Non-elasticated Cob GP Girth wurde von Thorowgood für rundere Pferdetypen und eine gespreizte Gurtung entwickelt. Daraus folgt jedoch nicht, dass dieser Gurt grundsätzlich die Lösung für einen rutschenden Sattel ist.
Bewegt sich der Sattel deutlich, sollten unter anderem folgende Punkte geprüft werden:
- Lage und Balance des Sattels,
- Passform von Sattelbaum und Kissen,
- Position und Auswahl der Gurtstrippen,
- Gurtlänge und Schnallenlage,
- natürliche Gurtlage des Pferdes sowie
- einseitige oder zunehmende Veränderungen während der Bewegung.
Ein Sattelgurt darf den Sattel nicht erst durch hohe Spannung in seiner Position festhalten. Ebenso sollten die Gurtstrippen nicht ohne Beachtung der für das jeweilige Sattelmodell vorgesehenen Gurtungsoptionen verändert werden.
Muss der Sattel stark angegurtet werden oder rutscht er trotz geeigneter Gurtung weiter, sollte zunächst die Ursache geklärt werden. Weitere Hinweise finden Sie unter:
Ein Thorowgood-Sattelgurt sollte über seine gesamte Breite gleichmäßig und ohne Verdrehung am Pferd anliegen. Eine zunehmende oder dauerhaft einseitige Verformung ist nicht als normale Anpassung an das Pferd anzusehen.
Mögliche Ursachen sind unter anderem:
- eine dauerhaft einseitige Befestigung am Sattel während der Lagerung,
- ungleichmäßiges oder sehr starkes Angurten,
- deutlich unterschiedliche Lochpositionen auf beiden Seiten,
- eine ungeeignete Gurtlänge oder Schnallenlage,
- eine ungünstige Führung der Gurtstrippen,
- ein überdehnter oder beschädigter elastischer Einsatz sowie
- eine veränderte Lage des Sattels.
Nach dem Gebrauch sollte der Gurt deshalb auf beiden Seiten vom Sattel gelöst, gereinigt und ohne Verdrehung bei normaler Raumtemperatur getrocknet werden. Er darf nicht durch direkte Wärme, Gewichte, starkes Ziehen oder manuelles Verdrehen in seine ursprüngliche Form gezwungen werden.
Bleibt die Verformung nach vollständiger Trocknung bestehen, reagieren die elastischen Bereiche unterschiedlich oder sind Schäden an Material, Nähten oder Schnallen erkennbar, sollte der Gurt nicht weiterverwendet werden.
Verdreht sich der Gurt ausschließlich beim Reiten erneut, sollte nicht nur der Gurt selbst kontrolliert werden. In diesem Fall sind auch Gurtlage, Strippenführung, Sattelposition und die Stabilität des Sattels in der Bewegung zu überprüfen.
Verfügbarkeit, Bestellung und weitere Fragen
Viele Thorowgood-Sattelgurte werden im Shop in unterschiedlichen Längen oder Farben angeboten. Deshalb kann sich die zunächst angezeigte Verfügbarkeit auf den gesamten Artikel beziehen und noch nicht auf die gewünschte Ausführung.
Wählen Sie daher immer zuerst die benötigte Länge und – sofern angeboten – die gewünschte Farbe aus. Erst danach lässt sich die Verfügbarkeit der konkreten Ausführung zuverlässig beurteilen.
- „AUF LAGER“
Mindestens eine Ausführung oder Variante des Artikels ist vorrätig. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass jede angebotene Länge oder Farbe verfügbar ist. - „Sofort verfügbar“
Die ausgewählte Ausführung befindet sich in meinem eigenen Lager und kann entsprechend der angegebenen Lieferzeit versendet werden. - „Artikel bestellbar“
Die ausgewählte Ausführung befindet sich nicht in meinem eigenen Lager, kann aber grundsätzlich beim Hersteller bestellt und einer gemischten Lieferung beigefügt werden. Maßgeblich ist die bei der gewählten Variante angezeigte voraussichtliche Lieferzeit.
Da die Gurte in größeren Lieferungen aus Taiwan beim Hersteller eintreffen, kann es in seltenen Fällen zu vorübergehenden Lieferverzögerungen bei einzelnen Größen oder Farben kommen. Sollte die gewünschte Ausführung ausnahmsweise davon betroffen sein, informiere ich Sie nach Prüfung des Auftrags.
Die Verfügbarkeits- und Lieferzeitangaben werden direkt beim jeweiligen Artikel angezeigt. Bitte prüfen Sie diese nochmals, nachdem Sie alle gewünschten Produktmerkmale ausgewählt haben.
Ob eine momentan nicht in meinem eigenen Lager vorhandene Größe bestellt werden kann, ist von der beim Artikel angezeigten konkreten Variante abhängig.
- Wird nach Auswahl von Länge und Farbe „Artikel bestellbar“ angezeigt, kann diese Ausführung regulär über den Shop bestellt werden. Sie wird beim Hersteller beschafft und einer gemischten Lieferung beigefügt.
- Ist eine Größe nicht auswählbar oder besteht für die gewählte Variante keine Bestellmöglichkeit, kann sie nicht vorsorglich über eine andere Ausführung bestellt werden.
Bitte bestellen Sie keinesfalls eine andere Länge oder Farbe als Platzhalter und tragen Sie die eigentlich gewünschte Ausführung lediglich als Anmerkung ein. Maßgeblich für Bestellung, Auftragsbearbeitung und Rechnung ist immer die tatsächlich ausgewählte Variante.
Einzelne Thorowgood-Gurtgrößen können beim Hersteller vorübergehend nicht verfügbar sein. Da die Ware in größeren Lieferungen aus Taiwan eintrifft, lässt sich für eine fehlende Ausführung nicht in jedem Fall sofort ein verlässlicher Nachliefertermin nennen.
Ist die gewünschte Variante im Shop nicht bestellbar, können Sie beim betreffenden Produkt die Funktion „Frage zum Artikel“ verwenden. Dadurch ist unmittelbar erkennbar, auf welches Gurtmodell sich Ihre Anfrage bezieht.
Die regulären Thorowgood-Sattelgurte werden in folgenden Farben angeboten:
- Thorowgood Dressurgurt – beidseitig elastisch: Schwarz oder Braun
- Thorowgood Langgurt – einseitig elastisch: Schwarz oder Braun
- Thorowgood Langgurt – nicht elastisch: Schwarz oder Braun
Der nicht mehr regulär importierte Thorowgood Kurzgurt ohne Elastik ist als auslaufender Restbestand ausschließlich in Schwarz vorhanden.
Ob die gewünschte Farbe in der benötigten Länge tatsächlich verfügbar ist, lässt sich erst nach Auswahl beider Merkmale im Shop zuverlässig beurteilen. Die Anzeige „AUF LAGER“ beim übergeordneten Artikel bedeutet nicht automatisch, dass jede Farbe in jeder angebotenen Länge vorrätig ist.
Bitte beachten Sie außerdem, dass die Farbwiedergabe auf einem Bildschirm vom tatsächlichen Farbton abweichen kann. Auch zwischen unterschiedlichen Materialien und Produktionsserien sind geringfügige Farbunterschiede möglich.
Ein unmittelbarer Umtausch gegen eine andere Größe erfolgt grundsätzlich nicht. Welche Rückgabemöglichkeit besteht, hängt von den gesetzlichen Voraussetzungen des jeweiligen Kaufs ab.
Onlinekauf durch Verbraucher
Soweit ein gesetzliches Widerrufsrecht besteht, kann der Onlinekauf grundsätzlich innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt der Ware widerrufen werden. Der Widerruf muss innerhalb der Frist eindeutig erklärt werden. Die unmittelbaren Kosten der Rücksendung trägt der Käufer entsprechend der Widerrufsbelehrung.
Die Tatsache, dass eine Gurtvariante nicht in meinem eigenen Lager vorhanden war und erst beim Hersteller beschafft wurde, schließt das Widerrufsrecht allein nicht aus.
Was darf zur Größenkontrolle gemacht werden?
Der Gurt darf an einem sauberen und trockenen Pferd vorsichtig angelegt und verschnallt werden. Die Prüfung muss sich auf das beschränken, was zur Beurteilung von Länge, Schnallenposition und Ellenbogenfreiheit erforderlich ist.
Nicht zur reinen Größenkontrolle gehören:
- Reiten, Longieren oder Führen mit angelegtem Gurt,
- eine Prüfung in Bewegung oder unter reiterlicher Belastung,
- längeres Tragen am Pferd,
- stärkeres Nachgurten als zur Größen- und Positionskontrolle erforderlich,
- eine Anprobe an einem nassen, verschwitzten oder verschmutzten Pferd,
- das Auftragen von Reinigungs- oder Pflegemitteln sowie
- Knicken, Verformen oder eine ungeeignete Lagerung.
Eine Benutzung lässt das Widerrufsrecht nicht automatisch entfallen. Entstehen jedoch durch einen Umgang, der über die notwendige Prüfung hinausgeht, Schweiß-, Schmutz-, Scheuer-, Schnallen- oder andere Gebrauchsspuren, kann der dadurch entstandene Wertverlust bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen als Wertersatz berücksichtigt werden.
So erfolgt ein Größenwechsel bei rückgabefähiger Ware
- Den Widerruf innerhalb der Frist eindeutig erklären.
- Den lediglich angelegten und geprüften, aber nicht benutzten Gurt geschützt und vollständig zurücksenden.
- Die benötigte Größe anschließend als neuen Artikel bestellen.
Eine gewünschte Ersatzgröße wird nicht automatisch reserviert, verrechnet oder gegen die zurückgesandte Ware ausgetauscht. Für die neue Bestellung gilt die dann im Shop angezeigte Verfügbarkeit.
Eine Falschlieferung oder ein tatsächlicher Mangel ist kein gewöhnlicher Größenwiderruf. Bitte nehmen Sie in diesem Fall vor einer Benutzung oder Rücksendung mit Bestellnummer und aussagekräftigen Fotos Kontakt auf. Für Unternehmer besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht.
Eine falsch gelieferte oder möglicherweise mangelhafte Ware ist kein gewöhnlicher Größenwiderruf. Bitte verwenden Sie den betreffenden Gurt bis zur Klärung nicht weiter.
Für eine eindeutige Zuordnung werden folgende Angaben benötigt:
- Bestell-, Auftrags- oder Rechnungsnummer,
- Kaufdatum,
- genaues Gurtmodell,
- Farbe und Größenangabe,
- eine konkrete Beschreibung der Abweichung oder Beanstandung,
- eine Übersichtsaufnahme des vollständigen Gurts sowie
- aussagekräftige Detailfotos der betroffenen Stelle.
Bei einer möglicherweise falschen Lieferung fotografieren Sie bitte außerdem die Größenangabe beziehungsweise das vorhandene Artikeletikett. Bei einem erkennbaren Transportschaden werden zusätzlich Fotos der Versandverpackung und des Versandetiketts benötigt.
Bitte führen Sie vor der Prüfung keine eigene Reparatur oder Veränderung durch. Der Gurt sollte auch nicht gereinigt, mit Pflegemitteln behandelt oder ohne vorherige Abstimmung weiterbenutzt werden, da sich der ursprüngliche Zustand dadurch möglicherweise nicht mehr zuverlässig beurteilen lässt.
Die Unterlagen senden Sie bitte unter Angabe der Bestell- oder Rechnungsnummer an kontakt@sattlerei-steitz.de. Über das weitere Vorgehen informiere ich Sie nach Prüfung der Angaben und Fotos.
Wurde der Gurt bei einem anderen Händler oder unmittelbar beim Hersteller gekauft, ist der jeweilige Verkäufer der Ansprechpartner für Rückgabe, Reklamation und gesetzliche Mängelrechte.
Bitte prüfen Sie zunächst, ob Ihre Frage bereits in den vorstehenden Antworten oder in der Beschreibung des jeweiligen Artikels beantwortet wird.
Bei einer konkreten Frage nutzen Sie bitte direkt beim betreffenden Produkt die Funktion „Frage zum Artikel“. Dadurch ist sofort erkennbar, auf welches Gurtmodell sich Ihre Anfrage bezieht.
Bitte geben Sie möglichst folgende Informationen an:
- das genaue Thorowgood-Gurtmodell,
- die gewünschte Farbe und vorgesehene Länge,
- Modell und gemessene Länge des bisher verwendeten Gurts,
- die derzeitige Schnallenposition am gesattelten Pferd,
- Sattelmodell und verwendete Gurtstrippen sowie
- die konkrete Frage oder beobachtete Schwierigkeit.
Bei einer Frage zur Gurtlänge oder Gurtlage helfen zusätzlich aussagekräftige Fotos des korrekt gesattelten Pferdes von beiden Seiten sowie Detailaufnahmen des Gurt-, Schnallen- und Ellenbogenbereichs.
Bitte wählen Sie einen Sattelgurt nicht allein nach Sitzgröße des Sattels, Stockmaß, Rasse oder vermeintlichem Pferdetyp aus. Die benötigte Ausführung und Länge ergeben sich aus dem Zusammenspiel von Pferd, Sattel, Gurtstrippen, natürlicher Gurtlage und verwendeter Sattelunterlage.
Weitere allgemeine Informationen zu Gurtlänge, Gurtlage, Verschnallung und möglichen Ursachen von Gurtproblemen finden Sie über die Suchfunktion meiner Service-Seite:
