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🐴 Vorbereitung des Pferdes zum Termin

Allein der Koppelgang reicht nicht aus, um ein Pferd ausreichend zu lockern.
Er sorgt zwar für Bewegung, ersetzt aber keine gezielte Vorbereitung.

Damit eine Sattelkontrolle oder Sattelkorrektur zuverlässig durchgeführt werden kann,
muss der Körper des Pferdes zunächst ausreichend gelockert und beweglich sein.
Nur so lassen sich Muskulatur, Bewegungsmechanik und Sattellage korrekt beurteilen.


📋 Wichtige Hinweise für den Termin

  • ❌ Nicht direkt nach Ruhe- oder Schlafphasen vorstellen
  • 😌 Locker und entspannt, aber nicht geritten oder getrenst vorstellen
  • 🪶 Nicht gesattelt und nicht kurz vorher gearbeitet vorstellen
  • 🔄 Falls nötig: kurz ohne Longiergurt longieren, um die Muskulatur leicht zu aktivieren
  • 🧽 Sauber geputzt vorstellen – das Putzen regt die Blutzirkulation an und wirkt wie eine leichte Massage

Ein kurzer Aufenthalt auf der Koppel ist keine Garantie dafür, dass das Pferd wirklich
gelöst und beweglich genug für eine fundierte Beurteilung ist.
Für einen aussagekräftigen Sattelcheck sollte das Pferd daher gezielt und konzentriert aufgewärmt werden.

💡 Zum Vergleich:
Wer morgens direkt nach dem Aufstehen ohne Aufwärmen sportliche Höchstleistung bringen müsste –
möglicherweise noch mit zusätzlicher Last – würde ebenfalls kaum eine saubere und entspannte Bewegung zeigen.
Beim Pferd ist das nicht anders.

Ergänzende Grenzbereichsprüfung im Kopfeisen-Check #

Im Rahmen der Vorbereitung und der anschließenden Kopfeisenkontrolle kann es sinnvoll sein, eine zusätzliche Grenzbereichsprüfung im Bereich von 1 bis 2 Grad durchzuführen.

Diese Prüfung ist keine klassische Winkelmessung, sondern eine methodische Absicherung bei Grenzfällen:
Wenn ein um 1 Grad engeres Kopfeisen im Belastungstest aus der tragenden Linie herausgedrückt würde, ist diese engere Variante funktional zu eng.
Das gewählte Kopfeisen liegt dann im vorgesehenen Grenzbereich und kann als passend bestätigt eingebaut werden.

📌 Der Fokus liegt dabei stets auf der funktionalen Beurteilung unter Belastung – nicht auf der reinen Außenkontur im Stand. Gerade hier zeigen sich Unterschiede in der Schulterblatt-Aktivität, die durch äußere Konturmessung allein nicht sichtbar werden.

➡️ Eine ausführliche Darstellung der Grenzbereichsprüfung finden Sie auf der Seite
„Ergänzende Grenzbereichsprüfung (1–2°-Kontrolle)“.

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