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Kann ich verstopfte Talgdrüsen durch ein Tripad oder Fell unter dem Sattel vermeiden?

Nein – Pads oder Felle helfen nicht dabei, verstopfte Talgdrüsen zu vermeiden. Im Gegenteil: Zusätzliche Lagen können Wärme, Feuchtigkeit und Reibung sogar erhöhen.

Häufig wird die einfachste Ursache übersehen: mangelnde Hygiene #

Bereits seit Generationen gehört das gründliche Putzen eines Pferdes vor dem Reiten zu den Grundlagen guter Pferdehaltung. Staub, Sand, Hautschuppen und eingetrockneter Schweiß sollten aus der Sattellage entfernt werden, bevor der Sattel aufgelegt wird. Werden solche Partikel zwischen Haut, Sattelunterlage und Sattel eingeschlossen, können sie unter Belastung wie ein feines Schleifmittel wirken. Daher sollten nicht nur Pferd und Sattel, sondern auch die verwendeten Sattelunterlagen regelmäßig gereinigt werden.

Hautveränderungen entstehen häufig nicht durch das Fehlen eines bestimmten Pads, sondern durch eine Kombination aus Passformproblemen, Bewegung des Sattels, Wärme, Feuchtigkeit und mangelnder Sauberkeit.

Früher galt es als selbstverständlich, ein Pferd vor dem Satteln gründlich zu striegeln, Staub und Schmutz aus dem Fell zu entfernen, die Sattellage zu kontrollieren und nur mit einer sauberen Sattelunterlage zu reiten. Heute wird dagegen nicht selten nur kurz über das Pferd gebürstet, eine bereits verschmutzte Schabracke verwendet und anschließend versucht, mögliche Probleme mit zusätzlichen Pads oder Fellunterlagen zu lösen.

Besonders auffällig ist dabei, dass solche Hautveränderungen häufig genau in den Bereichen auftreten, in denen später auch eine unzureichende Kissenauflage, lokale Brückenbildung oder vermehrte Bewegung des Sattels festgestellt wird.

Aus meiner praktischen Erfahrung entstehen verstopfte Talgdrüsen, kleine Hautknötchen oder ähnliche Hautveränderungen häufig nicht unter den tragenden Bereichen des Sattels, sondern dort, wo der Sattel hohl liegt oder instabil arbeitet. In diesen Bereichen sammeln sich Haare, Staub und Hautschuppen. Durch die Bewegung des Sattels werden diese Partikel zusammen mit Schweiß ständig in die Haut eingerieben.

Dieser Effekt kann durch ungeeignete Materialien bei Sattelunterlagen zusätzlich begünstigt werden. Werden Schweiß, Feinschmutz und Hautabrieb nicht ausreichend aufgenommen oder von der Hautoberfläche wegtransportiert, verbleiben sie direkt zwischen Pferd und Unterlage. Durch die ständige Bewegung des Sattels wirken diese Partikel wie ein feines Schleifmittel auf die Haut.

Zusätzliche Unterlagen aus dichtem Fell können diese Situation unter Umständen weiter verschärfen. Zwar wird häufig angenommen, dass ein Fell der Haut grundsätzlich guttut. Gleichzeitig entsteht jedoch eine zusätzliche isolierende Schicht unter dem Sattel. Wärme und Feuchtigkeit verbleiben länger in diesem Bereich. Vermischt sich Staub mit Schweiß, entsteht ein feuchtes Milieu, das durch die ständige Bewegung des Sattels weiter auf die Haut einwirkt.

Eine geeignete Sattelunterlage sollte daher nicht nur Schweiß aufnehmen, sondern auch verhindern, dass Feinschmutz, Hautabrieb und Feuchtigkeit dauerhaft direkt auf der Hautoberfläche verbleiben.

Eine Sattelunterlage von st‑eb erscheint mir hier sinnvoller, da sie Schweiß und Feinschmutz aufnehmen kann, anstatt diese dauerhaft zwischen Haut und Sattelunterlage zu bewegen.

Weitere Hintergrundinformationen finden Sie hier:

Früher selbstverständlich – heute oft vergessen

Früher gehörte das gründliche Putzen eines Pferdes vor dem Reiten zu den Grundlagen. Striegeln, Kardätschen, Staub aus dem Fell holen, die Sattellage kontrollieren und eine saubere Unterlage verwenden waren selbstverständlich. Der Hintergrund war einfach: Schmutz, Sand und eingetrockneter Schweiß haben unter einem Sattel nichts verloren. Sie können unter Belastung wie ein feines Schleifmittel wirken und Hautreizungen begünstigen. Deshalb sollte bei Hautveränderungen immer auch die einfachste Frage gestellt werden: Sind Pferd und Ausrüstung tatsächlich sauber?

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