Eine Zusammenarbeit ist nur unter klaren Rahmenbedingungen möglich.
Werden diese nicht erfüllt, nehme ich einen Auftrag nicht an oder beende eine laufende Betreuung.
Die folgenden Punkte zeigen die häufigsten Gründe dafür.
Fachliche Grundlage der Zusammenarbeit #
Parallele Sattelarbeit (mehrere Sattler gleichzeitig) #
Eine Zusammenarbeit ist nicht möglich, wenn gleichzeitig ein weiterer Sattler, Trainer oder Händler am selben Sattel oder an der Passform arbeitet.
Das betrifft z. B.:
- wiederholte Änderungen durch andere Personen
- kurzfristige Gegenkorrekturen
- Wechsel zwischen unterschiedlichen Systemen oder Philosophien
- parallele Anpassversuche mit mehreren Sätteln ohne klare Zuständigkeit
Warum? #
Sattelpassform entsteht aus:
- Baumstatik
- Kopfeisenwinkel
- Kissenform
- Reiterbalance
- Entwicklung des Pferdes
Wird daran parallel gearbeitet, lassen sich Veränderungen nicht mehr zuordnen.
Ergebnisse werden zufällig statt nachvollziehbar — eine fachliche Bewertung ist dann nicht mehr möglich.
👉 Betreuung bedeutet: ein Ansprechpartner für die Passform
Eigenständiger Kopfeisenwechsel durch den Kunden #
Die Ablehnung paralleler Sattelarbeit bedeutet nicht, dass Kunden keine Anpassungen selbst vornehmen dürfen.
Nach Einweisung oder anhand meiner Unterlagen können Kunden — entsprechend der festgestellten Veränderungen am Pferd — das Kopfeisen eigenständig wechseln.
Das gehört ausdrücklich zum Betreuungskonzept.
Voraussetzung:
- Umsetzung nach meinen Vorgaben
- kein Ausprobieren anderer Systeme
- keine zusätzlichen Änderungen durch Dritte
Der Kunde handelt innerhalb der abgestimmten Vorgehensweise — nicht außerhalb davon.
Fehlende Umsetzungsbereitschaft #
Eine Betreuung ist nicht möglich, wenn notwendige Grundlagen dauerhaft nicht umgesetzt werden, z. B.:
- ungeeignete Unterlagen oder Gurtung werden beibehalten
- notwendige Kontrollen werden abgelehnt
- Nutzung erfolgt entgegen klarer Hinweise
Erwartung einer Wunschlösung #
Ein Sattel kann nicht immer sofort perfekt passend gemacht werden.
Pferde verändern sich durch Training, Haltung, Alter und Gesundheitszustand.
Wenn ausschließlich ein bestimmtes Ergebnis erwartet wird — unabhängig vom Befund — kann ich keine verantwortliche Betreuung übernehmen.
Organisatorische und praktische Ausschlussfälle #
Auftrag und Entscheidungsfähigkeit #
❌ Minderjährige als Auftraggeber
Nur volljährige, entscheidungsfähige Personen können Auftraggeber sein.
❌ Fehlende Zustimmung aller Beteiligten
Ein Sattelkauf findet nur statt, wenn Besitzer, Reiter, Pferd und Sattler einverstanden sind.
❌ Unerfahrene oder leicht beeinflussbare Jugendliche
❌ Fehlende Fachkenntnis ohne Begleitung
Wenn keine ausreichende Erfahrung vorhanden ist und auch kein unabhängiger Berater hinzugezogen wird.
❌ Keine Entscheidung innerhalb der Anprobezeit
Die Kaufentscheidung muss im üblichen zeitlichen Rahmen der Anprobe möglich sein.
Pferdebezogene Gründe #
❌ Überlastung oder gesundheitliche Gefährdung des Pferdes
❌ Pferde unter 4 Jahren
Nur in Ausnahmefällen nach vorheriger Absprache.
❌ Haltungsform ohne Freigang
Keine Zusammenarbeit bei dauerhafter Boxenhaltung ohne Auslauf.
👉 Warum wird in der Anmeldung nach dem Haltungssystem gefragt?
Reiterbezogene Gründe #
❌ Reiter ohne aktiven Bezug zum Pferd
Wenn der Reiter das Pferd nicht selbst führt oder nie selbst aufsitzt.
❌ Bereiter reitet ausschließlich mit eigenem Sattel
❌ Angstreiter
Nur nach vorheriger individueller Klärung.
❌ Reiter über Konfektionsgröße EU 46 Damen / EU 54 Herren
Nur nach vorheriger Absprache, da Sitzgrößen und Sattelauswahl begrenzt sein können.
Ziel dieser Regelungen #
Diese Punkte dienen nicht der Einschränkung, sondern der Klarheit:
👉 Eine nachvollziehbare Entwicklung ist nur möglich, wenn Zuständigkeit, Nutzung und Entscheidungen eindeutig bleiben.
Nur so lassen sich Probleme dauerhaft lösen — statt ständig neu zu erzeugen.
Weitere Hinweise #
📄 Warum wird eine Auftragsanfrage einfach abgelehnt? (PDF)
