- Prestige Measuring KIT – Bewertung nach praktischer Anwendung
- Disclaimer
- Was soll das Prestige Measuring KIT leisten?
- Wie wird das identische Originalset beschrieben?
- Praktische Durchführung am lebenden Pferd
- Messstab und Formaufnahme
- Die Lesbarkeit des Prospekts ist unzureichend
- Wasserwaage und Druck im Bereich des Solarplexus
- Ein Campingtisch ist praktisch erforderlich
- Der A2-Messbogen muss sicher fixiert werden
- Ausgangsposition der Messung
- Messergebnis am untersuchten Pferd
- Die notwendige Ortganglänge wird nicht ermittelt
- Keine eindeutig definierten Kontrollmaße am Sattel
- Keine erkennbare Kontrollkette von der Vermessung bis zur Lieferung
- Gleiches Problem bei nachträglichen Baumverstellungen
- Der letzte Rippenbogen wird nicht berücksichtigt
- Kissenempfehlung
- Die aktuelle Rückenform wird gemessen, ihre Ursache jedoch nicht geprüft
- Keine erkennbare Sitzgrößenermittlung
- Die Abschlussseite zeigt einen Bruch im Verfahren
- Vor Bewegungsaufnahmen müsste der verwendete Sattel fachlich geprüft werden
- Fotos und Videos ersetzen keine Reitervermessung
- Die mitgelieferten Marker
- Gesamturteil
- Hinweis für Verbraucher bei Problemen mit Spezialprodukten
Prestige Measuring KIT – Bewertung nach praktischer Anwendung #
Disclaimer #
Diese Bewertung beruht auf dem tatsächlich ausgelieferten Prestige Measuring KIT, dem Prestige-Prospekt, den mitgelieferten Unterlagen, meiner eigenen praktischen Anwendung an einem Pferd sowie dem Vergleich mit einem weiteren öffentlich angebotenen Originalset mit übereinstimmendem Lieferumfang.
Bewertet wird, was sich mit dem gelieferten Umfang und nach der darin beschriebenen Vorgehensweise tatsächlich durchführen und nachvollziehen lässt. Nicht berücksichtigt werden mögliche zusätzliche Schulungen, nicht mitgelieferte Unterlagen oder ergänzende Verfahren außerhalb des Sets.
Die Bewertung stellt meine fachliche Einschätzung als Sattler dar. Sie ersetzt keine naturwissenschaftliche, tiermedizinische oder chemische Untersuchung. Die mitgelieferten Marker wurden insbesondere keiner Laboranalyse unterzogen. Beurteilt werden daher der Lieferumfang, die vorhandenen Produktinformationen und die praktische Verwendbarkeit am Pferd.
Sollten später ergänzende und überprüfbare technische Angaben vorgelegt werden, können diese gesondert berücksichtigt werden. Sie ändern zunächst nichts daran, was tatsächlich geliefert wurde und welche Arbeitsschritte in den mir vorliegenden Unterlagen beschrieben sind.
Diese Methode ist ein Baustein – keine vollständige Passformbeurteilung. Unterschiedliche Messverfahren erfassen jeweils nur bestimmte Größen, beispielsweise Form, Abstand, Winkel, Druck oder Oberflächentemperatur.
Warum kein einzelnes System die gesamte Sattelsituation abbildet und nach welchen Kriterien der tatsächliche Erkenntnisgewinn beurteilt werden sollte, lesen Sie unter: Warum wird vermessen?
Was soll das Prestige Measuring KIT leisten? #
Das Prestige Measuring KIT soll die Rückenform des Pferdes aufnehmen und daraus innerhalb des Prestige-Produktsystems unter anderem eine Kammerweite und eine grundsätzliche Kissenvariante ableiten.
Auf der Abschlussseite entsteht darüber hinaus der Eindruck, dass die aufgenommenen Daten zusammen mit Fotos und kurzen Videos dazu dienen können, einen passenden Sattel für Pferd und Reiter zu finden.
Genau hier zeigt sich eine erste grundlegende Lücke:
Die eigentliche Vermessung erfasst ausschließlich das stehende Pferd. Reiterbezogene Daten werden nicht erhoben.
Es handelt sich um eine statische Abformung des stehenden Pferdes.
Im beschriebenen Verfahren werden insbesondere nicht erfasst:
- die tatsächliche Rückenform in Bewegung,
- die Veränderung der Muskulatur unter Belastung,
- die Funktion eines konkreten Sattels,
- die tatsächliche Druck- und Lastverteilung,
- das Gewicht von Reiter, Sattel und Ausrüstung,
- die daraus entstehende Gesamtbelastung des Pferdes,
- die Frage, für welche Belastung der jeweilige Sattelbaum ausgelegt ist,
- die passende Sitzgröße des Reiters,
- oder dessen tatsächliche Position im Sattel.
Weiterführende Informationen zur Ermittlung und Einordnung der reiterlichen Belastung finden Sie hier: Belastungsermittlung beim Pferd .
Weiterführende Fachgrundlage:
Wie eine umfassendere und nachvollziehbare Erfassung der Sattellage aufgebaut werden kann, erläutere ich unter Systematische Vermessung und Dokumentation der Sattellage .
Wie wird das identische Originalset beschrieben? #
Zwischenzeitlich konnte ich ein weiteres öffentliches Händlerangebot des identischen originalen Prestige-Kits mit übereinstimmendem Lieferumfang finden. Dort wird das Set als Rucksack mit Messblättern, Markiermitteln, klappbarem Widerristmesser, Maßband und Wasserwaage beschrieben.
Als Zweck wird dort wesentlich zurückhaltender die Aufnahme beziehungsweise Überprüfung der Maße des Pferdes vor dem Kauf eines Sattels genannt. Eine exakte Bestimmung der passenden Sattelgröße für Pferd und Reiter wird in dieser Beschreibung nicht in Aussicht gestellt.
Die zurückhaltendere Einordnung als Hilfsmittel zur Vorermittlung einzelner Pferdemaße entspricht dem tatsächlich erkennbaren Leistungsumfang des Sets deutlich besser als die Vorstellung einer vollständigen Sattelgrößenermittlung für Pferd und Reiter.
Für die fachliche Bewertung ist daher entscheidend, welche Messwerte das Set tatsächlich erhebt, welche Auswahl daraus nachvollziehbar abgeleitet werden kann und welche erforderlichen Kontrollen weiterhin außerhalb des Systems erfolgen müssen.
Hinweis zum Vergleichsangebot: Das weitere Händlerangebot des Originalsets finden Sie unter Prestige-Rucksack mit Widerristmesser-Kit .
Praktische Durchführung am lebenden Pferd #
Die Anleitung setzt voraus, dass das Pferd auf einem ebenen und festen Untergrund ruhig und gerade steht und alle vier Gliedmaßen möglichst gleichmäßig belastet.
In der praktischen Anwendung waren hierfür bereits drei Personen vollständig beschäftigt:
- Eine Person hielt das Pferd vorne.
- Eine zweite Person kontrollierte fortlaufend, dass alle vier Gliedmaßen aufstanden und möglichst gleichmäßig belastet wurden.
- Eine dritte Person führte die eigentliche Messung mit Messstab und Wasserwaage durch.
Das Pferd verlagerte sein Gewicht wiederholt und entlastete einzelne Gliedmaßen. Diese Haltungsveränderungen mussten immer wieder korrigiert werden.
Ein lebendes Pferd bleibt üblicherweise nicht über längere Zeit wie ein Musterbild vollkommen ruhig, gerade und gleichmäßig belastet stehen. Bereits die Herstellung einer brauchbaren statischen Ausgangsposition war deshalb ein fortlaufender Arbeitsschritt.
Die Grundmessung erwies sich damit als deutlich personalintensiver und anspruchsvoller, als es die Darstellung des Systems vermuten lässt.
Messstab und Formaufnahme #
Der mitgelieferte Messstab besteht aus gegliederten Kunststoffelementen innerhalb einer Umhüllung.
Nach sorgfältiger Abformung blieb die aufgenommene Kontur ausreichend stabil, um sie auf den Messbogen zu übertragen. Die eigentliche Schwierigkeit lag nicht in der späteren Formstabilität, sondern in der präzisen Anpassung des Stabs am Pferd.
Während des Anlegens federt der Messstab leicht nach und muss wiederholt korrigiert werden, bis er:
- der tatsächlichen Rückenlinie folgt,
- gleichmäßig aufliegt,
- keine Bereiche überspannt,
- nicht verkantet,
- und nicht durch ungleichmäßigen Anpressdruck verfälscht wird.
Die gleichmäßigen und nahezu idealisierten Linien in den Unterlagen lassen diesen praktischen Korrekturaufwand kaum erkennen.
Die Lesbarkeit des Prospekts ist unzureichend #
Der mitgelieferte Prestige-Prospekt dient nicht nur der allgemeinen Produktdarstellung, sondern zugleich als zentrale Anleitung und Auswertungsgrundlage für die praktische Anwendung des Measuring KIT.
Wesentliche Texte, Beschriftungen, Abbildungen und Tabellen sind jedoch sehr klein dargestellt. Hinzu kommen teilweise geringe Kontraste und eine gedrängte Seitengestaltung. Einzelne Arbeitsschritte und Zuordnungen lassen sich dadurch nur mit erhöhter Aufmerksamkeit und teilweise erst unter Zuhilfenahme einer Vergrößerung sicher erfassen.
Dies betrifft insbesondere:
- die Lage und Reihenfolge der Messpositionen,
- die Zuordnung der Maße A und B,
- das Ablesen der Kammerweitentabelle,
- die Auswahl der Kissenvariante,
- und ergänzende Hinweise zur praktischen Durchführung.
Wenn ein Prospekt zugleich die zentrale Bedien- und Auswertungsgrundlage eines Messsystems darstellt, muss er auch unter normalen Arbeitsbedingungen eindeutig und ohne vermeidbare Lesefehler nutzbar sein.
Die eingeschränkte Lesbarkeit erhöht aus meiner Sicht das Risiko von Fehlinterpretationen. Dies fällt besonders ins Gewicht, wenn das System von Personen angewendet werden soll, die mit den Messpositionen, den verwendeten Begriffen und der Zuordnung der Ergebnisse noch nicht vertraut sind.
Das Ergebnis ist damit deutlich abhängig von:
- der Erfahrung des Anwenders,
- der gewählten Position,
- dem Anpressdruck,
- der Ruhe des Pferdes,
- und der gleichmäßigen Belastung der Gliedmaßen.
Die Prospektdarstellung ist praktisch nicht umsetzbar #
Ein weiterer Schwachpunkt zeigt sich erst bei der tatsächlichen Anwendung: Die Darstellung im Prospekt vermittelt den Eindruck, die aufgenommenen Querprofile könnten übersichtlich nebeneinander auf dem mitgelieferten DIN-A2-Messblatt eingezeichnet werden.
Tatsächlich zeigt die Abbildung jedoch lediglich drei Querprofile. Nach der schriftlichen Anleitung soll der Messvorgang dagegen für sämtliche Markierungen von #0 bis #5 wiederholt werden. Damit entstehen insgesamt sechs Queraufzeichnungen.
Werden diese Profile in ihrer tatsächlichen Größe aufgezeichnet, lassen sie sich nicht in der dargestellten Weise vollständig nebeneinander auf einem DIN-A2-Bogen unterbringen. Es fehlt eine nachvollziehbare Vorgabe, wie die Aufzeichnungen anzuordnen, gegeneinander zu versetzen oder gegebenenfalls zu überlagern sind.
Die Prospektabbildung stellt keinen praktisch ausführbaren Aufzeichnungsplan dar. Sie zeigt weder den tatsächlichen Platzbedarf noch eine Vorgehensweise, mit der sämtliche verlangten Querprofile vollständig und eindeutig auf dem vorgesehenen DIN-A2-Messblatt dokumentiert werden können.
Damit bleibt ausgerechnet bei der dauerhaften Dokumentation der aufgenommenen Messdaten ein wesentlicher Teil der praktischen Durchführung dem Anwender überlassen. Das ist für ein Messsystem, das mit einer strukturierten und später auswertbaren Erfassung des Pferderückens wirbt, bemerkenswert.
Wasserwaage und Druck im Bereich des Solarplexus #
Nach der beschriebenen Vorgehensweise soll die kleine Wasserwaage zusammen mit dem Messstab auf dem Pferderücken ausgerichtet werden. Gleichzeitig soll durch leichten Druck im Bereich des Solarplexus eine Anhebung des Rückens ausgelöst werden.
Dabei müssten gleichzeitig:
- der Messstab stabil auf der Rückenlinie gehalten,
- ein seitliches Verrutschen verhindert,
- die Wasserwaage auf dem gebogenen Stab ausbalanciert,
- die Libelle beobachtet,
- Druck im Bereich des Solarplexus ausgeübt,
- die Reaktion des Pferdes beurteilt,
- und der maßgebliche Zeitpunkt festgehalten werden.
Bereits für die statische Grundmessung waren drei Personen vollständig eingebunden. Wie die zusätzliche Einwirkung im Bereich des Solarplexus unter diesen Bedingungen gleichzeitig kontrolliert ausgeführt werden soll, bleibt in der praktischen Anwendung ungeklärt.
Hinzu kommt, dass Pferde auf Druck im Solarplexusbereich unterschiedlich reagieren. Manche heben den Rücken unmittelbar an, andere nur geringfügig, verzögert oder zunächst gar nicht.
In den mir vorliegenden Unterlagen bleibt offen:
- wie stark der Druck ausgeübt werden soll,
- wie lange die Aktivierung dauern soll,
- wie deutlich sich der Rücken anheben muss,
- wann genau die Wasserwaage abgelesen wird,
- und wie bei einem Pferd vorzugehen ist, das nicht eindeutig reagiert.
Dieser Arbeitsschritt ist dadurch nur schwer zu standardisieren und unter realen Bedingungen kaum zuverlässig zu reproduzieren.
Ein Campingtisch ist praktisch erforderlich #
Die Messbögen haben das Format DIN A2. Damit die abgeformten Konturen sauber übertragen und anschließend vermessen werden können, muss der Bogen vollständig auf einer ausreichend großen, ebenen und sauberen Fläche ausgelegt werden.
Üblicherweise steht an einem Stall in unmittelbarer Nähe des Pferdes kein geeigneter Tisch zur Verfügung.
Wer das Measuring KIT vor Ort einsetzen möchte, sollte daher einen stabilen Campingtisch oder eine vergleichbare mobile Arbeitsfläche mitbringen.
Eine Bearbeitung auf dem Boden ist kaum sinnvoll. Neben Verschmutzung, Feuchtigkeit, Unebenheiten und unergonomischem Arbeiten besteht die Gefahr, dass Messbogen oder Messstab unter die Hufe des Pferdes geraten. Zugleich muss sich die ausführende Person zum Übertragen und Vermessen in unmittelbare Bodennähe neben dem Pferd begeben und kann dadurch selbst in den Bereich der Hufe geraten. Dies erhöht das Risiko von Tritt-, Stolper- und Unfallverletzungen.
Praxishinweis: Bringen Sie einen ausreichend großen und stabilen Campingtisch mit.
Der A2-Messbogen muss sicher fixiert werden #
Ein Campingtisch allein genügt nicht. Der großformatige Messbogen muss zusätzlich sicher gegen Verrutschen und Aufwehen befestigt werden.
In Stallgassen können durch geöffnete Tore, Türen und Luftbewegungen schnell Windstöße entstehen. Ein loser A2-Bogen kann plötzlich hochklappen, rascheln oder durch die Stallgasse fliegen.
Ein großes, plötzlich aufsteigendes weißes Blatt kann ein Pferd erheblich erschrecken und eine gefährliche Situation auslösen.
Der Messbogen sollte deshalb:
- an mehreren Stellen befestigt oder beschwert werden,
- keine losen Ecken über den Tisch hinausragen lassen,
- möglichst windgeschützt liegen,
- und ausreichend weit vom Pferd entfernt bearbeitet werden.
Geeignet sind beispielsweise Klemmen, flache Gewichte oder eine rutschhemmende Unterlage, sofern dadurch das Raster nicht verdeckt oder der Bogen verformt wird.
Sicherheitshinweis: Ein loser A2-Bogen sollte nicht in unmittelbarer Nähe eines Pferdes verwendet werden.
Ausgangsposition der Messung #
Beim Prestige-System wird zunächst ein Sattel aufgelegt und zurückgeschoben, bis er nach Einschätzung des Anwenders zum Liegen kommt. Die Position des Vorderzwiesels wird anschließend als Bezugspunkt für die Messreihe verwendet.
Diese Position kann beeinflusst werden durch:
- das verwendete Sattelmodell,
- die vorhandene Kammerweite,
- die Sitzgröße,
- die Kissenform,
- den Längsschwung,
- die tatsächliche Passform,
- und die Einschätzung des Anwenders.
Beim untersuchten Pferd lag die Prestige-Position #1 zwar nahe an der von mir fachlich festgelegten GL-Position.
Reproduzierbarer ist es dennoch, zunächst das Ende des Schulterblatts anatomisch zu bestimmen und die maßgebliche Position fünf Zentimeter beziehungsweise etwa drei Finger dahinter festzulegen.
Beim Prestige-System bestimmt zunächst der aufgelegte Sattel den Ausgangspunkt. Bei einer anatomisch festgelegten Position bestimmt das Pferd selbst den Ausgangspunkt.
Messergebnis am untersuchten Pferd #
An der Prestige-Position #1 wurden folgende Werte ermittelt:
- Maß A: 13,5 cm
- Maß B: 26,8 cm
Nach der Zuordnung auf Seite 10 des Prestige-Prospekts ergibt sich daraus eine empfohlene Kammerweite 35.
Das Prestige Measuring KIT ordnet dem Pferd anhand der statischen Kontur im Stand die Kammerweite 35 zu.
Diese Zuordnung sagt jedoch noch nichts darüber aus:
- welche tatsächliche Winkelung benötigt wird,
- wie lang die stabilen Ortgänge sein müssen,
- ob der Schulterblattbereich ausreichend überbrückt wird,
- ob der fertige Sattel innerhalb der tragfähigen Rückenfläche liegt,
- und ob er unter Reiterbelastung funktioniert.
Die notwendige Ortganglänge wird nicht ermittelt #
Das Measuring KIT erfasst Höhen- und Breitenwerte. Eine nachvollziehbare Bestimmung der am Pferd benötigten stabilen Ortganglänge ist in den mir vorliegenden Unterlagen jedoch nicht erkennbar.
Kammerweite, Winkelung und Ortganglänge sind unterschiedliche konstruktive Größen.
Ein Sattel kann im oberen Bereich eine passende oder ausreichend große Weite besitzen und dennoch mit seinen stabilen Ortgängen zu kurz sein. Dann wird der tragfähige Bereich des Pferdes möglicherweise nicht erreicht.
Das System ermittelt zwar eine Kammerweite, beantwortet aber nicht:
- wie weit die stabile Baumkonstruktion nach unten reichen muss,
- wo der stabile Ortgang endet,
- ob der bewegliche Schulterblattbereich ausreichend überbrückt wird,
- oder ob die Konstruktion lediglich breiter, aber weiterhin zu kurz ist.
Für eine vollständige Beurteilung müssten Weite, Winkelung und stabile Ortganglänge gemeinsam kontrolliert werden.
Keine eindeutig definierten Kontrollmaße am Sattel #
Wenn das Measuring KIT aus der Pferdevermessung eine Kammerweite ableitet, müsste zugleich eindeutig beschrieben sein, wie diese Vorgabe am fertigen Sattel überprüft werden kann.
Dafür wären mindestens Angaben erforderlich:
- an welcher Stelle des Sattelbaums gemessen wird,
- zwischen welchen Bezugspunkten das Maß genommen wird,
- ob innen oder außen gemessen wird,
- in welcher Höhe unterhalb des Sattelkopfs gemessen wird,
- welche Winkelstellung zugrunde liegt,
- und welche Toleranzen zulässig sind.
Ohne klar definierte Messpunkte lässt sich die Angabe „Kammerweite 35“ am tatsächlichen Sattel nicht zuverlässig überprüfen.
Zwei Personen können an unterschiedlichen Stellen messen und dadurch zu unterschiedlichen Ergebnissen gelangen.
Ein einzelnes Breitenmaß reicht zudem nicht aus, um Winkelung und Verlauf der Ortgänge zu beurteilen. Dafür wären mehrere eindeutig festgelegte Kontrollpunkte erforderlich.
Eine Kammerweitenempfehlung ist nur dann überprüfbar, wenn auch das dazugehörige Prüfmaß am Sattel eindeutig definiert ist.
Keine erkennbare Kontrollkette von der Vermessung bis zur Lieferung #
In den mir vorliegenden Unterlagen ist keine durchgängige Kontrollkette beschrieben zwischen:
- dem Ergebnis der Pferdevermessung,
- der Bestellung,
- der tatsächlich gelieferten Ausführung,
- und dem späteren Zustand des Sattels.
Insbesondere bleibt offen, wie verbindlich überprüft wird:
- welche Kammerweite aus der Vermessung resultierte,
- welche Kammerweite bestellt wurde,
- welche Kammerweite tatsächlich geliefert wurde,
- ob die Winkelung der Vorgabe entspricht,
- ob die stabilen Ortgänge ausreichend lang sind,
- und ob der fertige Sattel dem vermessenen Pferd tatsächlich entspricht.
Eine Empfehlung ist nur dann von Wert, wenn anschließend kontrolliert werden kann, ob das gelieferte Produkt diese Empfehlung tatsächlich erfüllt.
Gleiches Problem bei nachträglichen Baumverstellungen #
Die fehlende Kontrollkette betrifft ebenso spätere Veränderungen des Sattelbaums.
Wird ein Sattel enger oder weiter gestellt, müsste dokumentiert werden:
- welches Ausgangsmaß vorlag,
- welches Zielmaß vorgegeben wurde,
- welches Maß tatsächlich erreicht wurde,
- an welcher definierten Stelle gemessen wurde,
- ob beide Seiten symmetrisch verändert wurden,
- und ob der Sattel anschließend erneut am Pferd kontrolliert wurde.
Eine bloße Angabe wie „auf Kammerweite 34 gestellt“ belegt für sich genommen nicht, dass der Sattel dieses Maß tatsächlich besitzt.
Durch eine Verstellung können sich nicht nur die Weite, sondern auch Winkelung, Symmetrie und Stellung der vorderen Baumbereiche verändern.
Pferd vermessen – Ergebnis festhalten – Sattel auswählen – gelieferten Sattel nachmessen – Veränderungen dokumentieren – erneut nachmessen – abschließend am Pferd prüfen.
Eine solche geschlossene Qualitätssicherung ist im gelieferten Measuring KIT und in den mir vorliegenden Unterlagen nicht erkennbar beschrieben.
Der letzte Rippenbogen wird nicht berücksichtigt #
Der Verlauf des letzten Rippenbogens ist in dem beschriebenen Messverfahren nicht enthalten.
Damit wird nicht bestimmt:
- wie lang die tragfähige Rückenfläche des Pferdes ist,
- ob der ausgewählte Sattel vollständig innerhalb dieser Fläche bleibt,
- ob die hinteren Kissen über den letzten Rippenbogen hinausragen,
- oder ob der Sattel unter Belastung in den Lendenbereich einwirkt.
Eine passende Kammerweite reicht nicht aus, wenn der Sattel insgesamt zu lang ist.
Nicht nur der vordere Rückenbereich, sondern auch die hintere Begrenzung der tragfähigen Sattellage muss geprüft werden.
Welche Messpunkte und Begrenzungen für eine nachvollziehbare Dokumentation der Sattellage erforderlich sind, wird in der Fachgrundlage Systematische Vermessung und Dokumentation der Sattellage ausführlicher dargestellt.
Kissenempfehlung #
Bei dem untersuchten Pferd führte die Wasserwaagenposition zur Empfehlung eines Standard-Kissens.
Diese grundsätzliche Einordnung war anhand der Rückenlinie plausibel. In diesem begrenzten Bereich kann das System daher eine Orientierung bieten.
Die Empfehlung sagt jedoch nichts darüber aus, ob das konkrete Kissen:
- gleichmäßig gefüllt ist,
- eine harmonische Form besitzt,
- Dellen oder Verdichtungen aufweist,
- zum Sattelbaum passt,
- und unter Belastung gleichmäßig trägt.
Die Bezeichnung einer allgemeinen Kissenvariante ersetzt daher keine Prüfung der tatsächlich vorhandenen Kissen.
Die aktuelle Rückenform wird gemessen, ihre Ursache jedoch nicht geprüft #
Das Prestige Measuring KIT erfasst die aktuelle Form des stehenden Pferdes.
Im beschriebenen Verfahren wird jedoch nicht geprüft, ob diese Form möglicherweise bereits durch die bisherige Einwirkung eines ungeeigneten Sattels beeinflusst wurde.
Ebenso ist im Messverfahren keine verbindliche Prüfung erkennbar von:
- Sattelbaum,
- Ortganglänge,
- Kissenform,
- Kissenfüllung,
- und Statik des bisher verwendeten Sattels.
Damit besteht das Risiko, dass eine bereits veränderte Rückenform als neue Ausgangsform übernommen wird, ohne die mögliche Ursache dieser Veränderung zu untersuchen.
Die weitergehenden Zusammenhänge zwischen Sattelwirkung, Schulterblattbewegung und Muskelveränderungen werden an anderer Stelle ausführlicher behandelt. Für die Bewertung des Measuring KIT genügt hier die Feststellung:
Das System misst den aktuellen Zustand, klärt jedoch nicht, wie dieser Zustand entstanden ist.
Keine erkennbare Sitzgrößenermittlung #
Der gelieferte Umfang enthält kein erkennbares Verfahren zur systematischen Ermittlung der passenden Sitzgröße für den Reiter.
Nicht erhoben werden:
- Körpergröße,
- Beckenform,
- Oberschenkellänge,
- Sitzposition,
- Platzbedarf im Sitz,
- Sattelblattlänge,
- Pauschenposition,
- oder die tatsächliche Lage des Reiters im konkreten Sattel.
Mit den im Kit enthaltenen Messmitteln und Unterlagen lässt sich daher keine systematische Sitzgrößenermittlung für den Reiter nachvollziehen.
Eine statische Rückenvermessung des Pferdes kann nicht beantworten, welche Sitzgröße der Reiter benötigt.
Die Abschlussseite zeigt einen Bruch im Verfahren #
Auf der Abschlussseite wird um Fotos und kurze Videos gebeten, auf denen eine deutlich erkennbare Bewegung zu sehen sein soll.
Damit stellt sich die entscheidende Frage:
In welchem Sattel sollen diese Aufnahmen entstehen?
Naheliegend wäre der bereits vorhandene Sattel, der zuvor auch zur Markierung der Ausgangsposition verwendet wurde.
Dieser Sattel wurde durch das Measuring KIT jedoch nicht auf seine tatsächliche Eignung geprüft.
Im beschriebenen Ablauf wurden zuvor insbesondere nicht kontrolliert:
- der Sattelbaum,
- die tatsächliche Baumweite,
- die Winkelung,
- die stabile Ortganglänge,
- die Symmetrie,
- die Kissenfüllung,
- die Sattellänge,
- die Gurtung,
- und die Balance am Pferd.
Ein ungeprüfter Sattel ist keine neutrale Grundlage für Bewegungsaufnahmen.
Passt der vorhandene Sattel bereits? #
Wenn der vorhandene Sattel für Pferd und Reiter bereits vollständig passt, stellt sich die Frage, weshalb überhaupt ein neuer passender Sattel ermittelt werden soll.
Passt der vorhandene Sattel nicht? #
Wenn er nicht passt, können die sichtbare Bewegung und der Bewegungsablauf durch seine Einwirkung beeinflusst werden.
Dann lässt sich nicht sicher unterscheiden:
- welche Auffälligkeiten vom Pferd ausgehen,
- welche durch den Reiter entstehen,
- welche vom Sattel verursacht werden,
- und welche aus dem Zusammenspiel aller Beteiligten resultieren.
Soll ein später ausgewählter Testsattel verwendet werden? #
Dann müssten die Videos erst nach einer vorläufigen Sattelauswahl angefertigt werden. Sie könnten folglich nicht Grundlage der ursprünglichen Auswahl sein, sondern lediglich einer späteren Kontrolle dienen.
Diese notwendige Trennung wird in den mir vorliegenden Unterlagen nicht eindeutig erklärt.
Vor Bewegungsaufnahmen müsste der verwendete Sattel fachlich geprüft werden #
Damit Bewegungsaufnahmen sinnvoll beurteilt werden können, müsste eine Fachkraft den verwendeten Sattel zunächst gewissenhaft am Pferd überprüfen.
Dabei müssten mindestens kontrolliert werden:
- Lage und Balance,
- tatsächliche Baumweite,
- Winkelung,
- Länge der stabilen Ortgänge,
- Symmetrie und möglicher Verzug des Baums,
- Form und Füllung der Kissen,
- Schulterblattfreiheit,
- Begrenzung durch den letzten Rippenbogen,
- Gurtlage und Gurtzug,
- und das Verhalten des Sattels unter Belastung.
Erst danach ließe sich beurteilen, ob der Sattel überhaupt als Grundlage für Fotos und Videos geeignet ist.
Damit ergibt sich ein grundlegender Widerspruch:
Das Measuring KIT soll helfen, einen passenden Sattel zu finden. Für die verlangten Bewegungsaufnahmen wird jedoch bereits ein Sattel benötigt, dessen Eignung zuvor fachlich geprüft werden müsste.
Eine solche Prüfung entspricht praktisch bereits einer umfassenden Sattelkontrolle – genau der Leistung, die das Measuring KIT nicht ersetzt.
Fotos und Videos ersetzen keine Reitervermessung #
Fotos und kurze Videos können zeigen, wie ein Reiter in einem bestimmten Sattel sitzt und sich bewegt.
Sie ersetzen jedoch keine systematische Sitzgrößenermittlung.
Dafür müsste zumindest bekannt sein:
- welches Sattelmodell verwendet wird,
- welche Sitzgröße es besitzt,
- wie die Sitzfläche aufgebaut ist,
- welche Pauschen und welches Sattelblatt vorhanden sind,
- und ob der Sattel dem Pferd überhaupt passt.
Ohne diese Voraussetzungen kann aus einem kurzen Video nicht belastbar abgeleitet werden, welche Sitzgröße oder welches Modell der Reiter benötigt.
Die Abschlussseite vermittelt damit einen Leistungsumfang, der aus den zuvor erhobenen Daten nicht nachvollziehbar hergeleitet werden kann.
Die mitgelieferten Marker #
Zum ausgelieferten Umfang gehörten ein weißer und ein schwarzer Marker. Die Anleitung sieht vor, Markierungen unmittelbar am Pferd anzubringen.
Der Vergleich mit dem identischen Originalset zeigt, dass Markiermittel zum vorgesehenen Lieferumfang des Prestige-Kits gehören. Damit ist nicht mehr davon auszugehen, dass sie erst durch den jeweiligen Händler ergänzt wurden.
Davon zu trennen ist jedoch die Frage, ob gerade die tatsächlich ausgelieferten Marker für die unmittelbare Anwendung auf Pferdefell oder Tierhaut ausreichend dokumentiert sind.
Dem Set lagen für mich keine erkennbaren Angaben bei zu:
- einer ausdrücklichen Eignung für Pferdefell oder Tierhaut,
- der Haut- und Tierverträglichkeit,
- Anwendungseinschränkungen,
- der sicheren Entfernung der Farbe,
- oder möglichen Risiken bei der vorgesehenen Anwendung.
Dass die Marker zum Originalset gehören, beantwortet noch nicht die Frage nach ihrer dokumentierten Eignung und sicheren Anwendung am Pferd.
Bei einem Messsystem, das für Arbeiten unmittelbar am Pferd vorgesehen ist, sollte die Eignung der mitgelieferten Markierungsmittel für diesen Einsatz eindeutig und verständlich dokumentiert sein.
Ohne entsprechende Angaben ist ihre Verwendung am Pferd für mich nicht ausreichend nachvollziehbar abgesichert. Eine Aussage über die chemische Zusammensetzung oder eine tatsächliche gesundheitliche Wirkung der Marker ist damit ausdrücklich nicht verbunden.
Gesamturteil #
Das Prestige Measuring KIT kann innerhalb des eigenen Produktsystems einzelne grobe Orientierungspunkte liefern.
Beim untersuchten Pferd waren:
- die Position #1 nahe an einem fachlich relevanten Bereich,
- die Zuordnung zur Kammerweite 35 nach der Tabelle nachvollziehbar,
- und die Empfehlung eines Standard-Kissens grundsätzlich plausibel.
Wesentliche Voraussetzungen einer vollständigen Sattelauswahl und Sattelanpassung werden mit dem gelieferten Umfang und den mir vorliegenden Unterlagen jedoch nicht erfasst oder nicht nachvollziehbar überprüft:
- ein eindeutig anatomisch festgelegter Ausgangspunkt,
- die notwendige stabile Ortganglänge,
- definierte Kontrollmaße am Sattel,
- die Kontrolle der tatsächlich gelieferten Kammerweite,
- die Überprüfung späterer Baumverstellungen,
- der letzte Rippenbogen,
- die maximal tragfähige Sattellänge,
- Zustand und Form der Kissen,
- Gurtzug und Balance,
- Bewegung und Reiterbelastung,
- die Gesamtbelastung von Pferd, Reiter und Ausrüstung,
- die Belastbarkeit des verwendeten Sattelbaums,
- und die Sitzgröße des Reiters.
Hinzu kommt, dass die praktische Durchführung deutlich anspruchsvoller und personalintensiver ist, als es die Darstellung vermuten lässt.
Bereits die statische Messung erforderte:
- mehrere Personen,
- fortlaufende Korrekturen der Standposition,
- Erfahrung im Umgang mit dem Messstab,
- einen ausreichend großen Campingtisch,
- und eine sichere Fixierung des A2-Messbogens.
Die Abschlussseite verstärkt die Zweifel an der Verfahrenslogik. Es werden Fotos und Videos in Bewegung verlangt, ohne eindeutig zu erklären, in welchem zuvor geprüften Sattel diese entstehen sollen und wie daraus ohne systematische Reiterdaten ein passender Sattel für Pferd und Reiter bestimmt werden kann.
Der Vergleich mit dem identischen Originalset bestätigt ebenfalls den begrenzten Charakter des Systems. Sachgerecht lässt es sich als Hilfsmittel zur Vorermittlung einzelner Pferdemaße und zur herstellerspezifischen Vorauswahl einordnen. Die vollständige Beurteilung von Pferd, Reiter und konkretem Sattel bleibt davon unberührt.
Fazit: Nach meiner praktischen Anwendung liefert das Prestige Measuring KIT keine vollständige Sattelanpassung, sondern allenfalls eine herstellerspezifische Vorauswahl auf Grundlage einer statischen Momentaufnahme des stehenden Pferdes.
Die entscheidende fachliche Kontrolle bleibt weiterhin notwendig: Der ausgewählte oder vorhandene Sattel muss einschließlich Sattelbaum, Ortgängen, Kissen, Sattellänge, Gurtung und Balance von einer Fachkraft am Pferd überprüft werden.
Hinweis für Verbraucher bei Problemen mit Spezialprodukten #
Wer bei einem technisch oder fachlich erklärungsbedürftigen Produkt aus der Reitsportbranche auf nachvollziehbare Probleme stößt, sollte nicht automatisch davon ausgehen, dass eine Verbraucherzentrale auch die produktspezifische fachliche Prüfung übernehmen kann.
Im vorliegenden Fall teilte mir die Verbraucherzentrale Hessen mit, dass ihr für eine inhaltliche Bewertung des Prestige Measuring KIT die erforderliche produktspezifische Expertise fehle. Zusätzlich wurde auf begrenzte personelle Kapazitäten verwiesen. Statt einer eigenen inhaltlichen Prüfung wurde angeregt, die ausführliche Dokumentation der Stiftung Warentest zur Kenntnis zu geben.
Daraus lässt sich nicht ableiten, dass eine Meldung an den Verbraucherschutz grundsätzlich sinnlos wäre. Es zeigt jedoch, dass Verbraucher bei Spezialprodukten ihre Beobachtungen, Unterlagen, Werbeaussagen und praktischen Erfahrungen möglichst vollständig selbst dokumentieren sollten. Eine Meldung gewährleistet nicht automatisch, dass die technische oder fachliche Seite des Produkts geprüft wird.
Gerade bei Produkten, deren Nutzen und sichere Anwendung nur mit besonderem Fachwissen beurteilt werden können, kann es daher notwendig sein, zusätzlich eine unabhängige fachkundige Stelle einzubeziehen.
Wer allein anhand der Messbögen, Fotos und kurzen Videos einen Sattel auswählt, erhält aus meiner Sicht keine ausreichend geschlossene und überprüfbare Grundlage dafür, dass der fertige Sattel tatsächlich zu Pferd und Reiter passt.
Die aus der Pferdevermessung abgeleitete Kammerweite ist außerdem von der tatsächlich im ausgewählten, gelieferten oder später veränderten Sattel vorhandenen Kammerweite und Winkelung zu unterscheiden. Warum sich diese nicht zuverlässig allein anhand des äußeren Eindrucks beurteilen lassen, erläutere ich unter: Von außen die derzeitige Kammerweite im Sattel zu erkennen.
