Sattlerei

Über mich

Geboren bin ich 1962 in Egelsbach. Ich bin von frühester Jugend an mit Pferden und vielen anderen Tieren groß geworden. Seit jeher empfand ich großen Respekt und Liebe zu allen Tieren. Von klein auf habe ich im elterlichen Stall das Reiten und den Umgang mit Pferden erlernt. Das Ausfahren mit der Kutsche, im Freundeskreis, war unser Wochenend-Höhepunkt.

Mit dreizehn entdeckte ich dann meine Liebe zum Sattlerhandwerk und meine offizielle Lehre begann ich mit 15 Jahren. Ich bin sehr glücklich über die Windungen des Lebens und meine Entscheidung die Liebe zu den Tieren und zum erlernten Sattlerhandwerk nun, seit 2011, in Selbstständigkeit zu meinem Leben zu machen.

Mein Handwerk

Von meiner Lehre und meiner persönlichen Entwicklung her bin ich sehr vielfältig in meinem Handwerk. Da wir es mit empfindsamen Lebewesen zu tun haben, die wir reiten wollen, gehört neben Fachkenntnis, Aufgeschlossenheit auch eine gewisse Sensibilität zu meiner Arbeit. 

Daher sehe ich es auch als meine Aufgabe mir Zusammenhänge wie, unter anderem, neben dem allgemeinen Zustand auch den Belastungsrahmen des Pferdes anzuschauen. Denn, was hilft uns ein passender Sattel, wenn das Pferd durch ein zu hohes Reitergewicht langfristig Schaden nimmt und niemand frühzeitig hierzu fachkundig aufklären wollte. 

Dies betrifft auch die Feststellung, ob ein Pferd schlecht, gut oder überernährt versorgt wird. Ohne den Sattel/Reiter und das zugehörige Pferd zu kennen, seine Eignung und Passgenauigkeit zu prüfen, werde ich keine Änderungen und Reparaturen an einem Sattel vornehmen. Eine oberflächliche Betrachtungsweise ist mir hierbei fremd und zuwider. Hier gilt der Grundsatz, dass jeder Euro, der in einen nicht dem Pferd entsprechenden Sattel gesteckt wird, eine unnütze und eventuell leidensverlängernde Ausgabe ist. Hieran möchte ich mich nicht beteiligen. 

Der Sattel wird daher grundsätzlich von mir auf seine Eignung am Pferd geprüft und das jeweilige Ergebnis dem Kunden nachvollziehbar vorgestellt. Grundsätzlich ist jeder Sattel in einem gewissen Rahmen anpassbar, jedoch sind technische Herausforderungen und die entsprechenden Lösungen noch auf Wirtschaftlichkeit zu prüfen. Anschließend werden gemeinsam die Möglichkeiten erörtert und meine Vorgehensweise festgelegt. Wenn der Sattel die Eignung für das Pferd mitbringt, steht einer Reparatur oder Änderung auch nichts im Wege. Alles was hierbei vor Ort geändert oder angepasst werden kann und sollte, wird nach Möglichkeit und Vorkenntnis auch vor Ort erledigt. Daher sollte ich umfassend im Vorfeld des Termins informiert sein. Wenn dann noch Arbeiten in meiner Werkstatt nötig sind, kümmere ich mich persönlich in um den Rest des Auftrags.

Meine Aufgabe ist es, meine Kunden und ihr Pferd ganzjährig bei Bedarf zu betreuen, den Sattel je nach Veränderungen wieder anzupassen und auszugleichen. Hierbei ist es mir wichtig, dem Kunden nach seinem Empfinden, die Möglichkeit zu geben einen raschen Satteltermin mit mir zu finden, um am besten recht frühzeitig negativen Veränderungen entgegen zu wirken und auszugleichen, zum Wohle des Pferdes.
Hierbei wird nach Notwendigkeit und nicht nach einem üblichen Tourenplan gehandelt. Meist kann recht kurzfristig ein offener Termin gefunden werden. Hierbei ist mir ein rechter Lebenserweb und Achtsamkeit wichtig.

  • Exklusive Einzeltermine. Zeit für Sie und Ihr Pferd.
  • Termintreue und Respekt. Faire Preise, fairer Umgang.
  • Respekt- und liebevoller ruhiger Umgang mit den Pferden.
  • Strukturiertes Arbeiten.
  • Prüfe Ursache und was zu tun ist.
  • Kunden einbinden, Transparenz schaffen.
  • Ganzheitliche Betrachtung. Zusammenhänge erklären.
  • Unabhängigkeit und Offenheit für neue Erkenntnisse.
  • Dokumentiere den Moment.
  • Arbeite vor Ort.
  • Ihre Möglichkeit meine Arbeit gemeinsam zu prüfen.
  • Informationen und Ergebnisse mit Ihnen zu teilen.
  • Dauerhafte Kundenbindung.

Das Team

Zusammen mit meiner Ehefrau Caroline bin ich meist von dienstags morgens bis Sonntagabend bei meinen Kunden unterwegs.

Neben den Telefonaten und Notizen unterwegs, den Aufbau- und Hilfsarbeiten, der Dokumentation und dem Bezahlvorgang, führt sie wesentlich selbstständig die Beurteilung der Pferde (BCS) durch. Bei Unklarheiten und wenn ihr eine zweite Meinung notwendig erscheint, wird dies mit mir abgestimmt.

Hinweis: Termine, Annahme und Bedienung sind nur nach vorheriger Anmeldung/ Absprache über das jeweilige Kontaktformular möglich.
Weitere Infos hierzu erhalten Sie  auf meiner Terminseite.
Achtung: Ich nehme keine Sättel (ob neuwertig oder gebraucht) in Zahlung oder Kommission.
Ich handle auch nicht mit gebrauchten Sätteln. Weitere Infos zu diesem Thema hier.
Anfragen mit der sehr oberflächlichen Aussage „ich habe ein Pferd, hätten Sie einen (gebrauchten) Sattel“, können leider ohne nähere Daten von Pferd und Reiter zu haben, nicht beantwortet/bearbeitet werden.

Meine Werkstatt

Ein offenes Wort

In den vergangenen 10 Jahren haben wir an über 600 Ställen vor Ort gearbeitet und diese live erlebt.

In dieser Zeit haben wir sehr verständnisvolle und umsichtige Stallbetreiber sowie Einsteller kennengelernt, mit denen es eine große Freude war und immer wieder ist, zusammenzuarbeiten. Angefangen von der Zuweisung einer nahen Parkmöglichkeit am Stall, sowie einer ruhigen staub-armen Arbeitsecke. Wie auch gerade jetzt ggf. notwendig, das Führen von Anwesenheitslisten, eine allgemeine Maskenpflicht und entsprechende hygienische Grundausstattungen am Stall, damit alle ein gutes Gefühl haben, aufeinander zu achten und geachtet werden.

Allerdings mussten wir es auch erleben, dass es viele Ställe gibt, die diese Werte von Umsicht und Verständnis für das Arbeiten mit Pferd und Mensch nicht teilen. Diese gehören zu einer leider sehr breiten Palette von Ställen, die wir heutzutage aus “betriebsinternen Gründen” nicht mehr anfahren.

Diese Gründe ausgeführt fangen dabei an, dass nicht dicht an den Stall gefahren werden durfte und auf einen entfernten Besucherparkplatz verwiesen wurde. Da ich direkt vor Ort und vor allem am Pferd arbeite, ist dies allein anhand des Equipments, ein mühseliges zermürbendes Schleppen, das ich nicht mehr bereit bin auf mich zu nehmen. (Anmerkung: kein Schmied würde so etwas mitmachen und möglicherweise ist dies nur der ausgelebte Gebietsschutz des Stallbetreibers für den Kollegen, der hier bevorzugt wird.)

Außerdem mussten wir einige Diskussionen und Querdenker-Provokationen von Stallbetreibern, Reitlehrern und naivem Verhalten der Einsteller zur Maskenpflicht im direkten Kontakt am Pferd und miteinander erleben.

Des Weiteren Forderungen einer Hofsteuer des Stallbetreibers für meine Arbeiten und Verkäufe, über gefordertes Sponsoring / Vorteilsgabe von Reitlehrern und Bereitern, sogar von Reitbeteiligungen – bis hin zu Mobbing bei Ablehnung solcher Forderungen. Bei einem Stall ist uns glücklicher weise schon im Vorfeld mitgeteilt worden, dass hier jedes Jahr ein paar neue Reitstiefel von der Stallbetreiberin erwartet werden, wenn ich meine Kunden vor Ort bedienen möchte. Die letzte Gattung hierbei sind die Betreiber mit eigenem Reitsportgeschäft, die befürchten, ich könnte ihnen Kundschaft stehlen. Hier wurde der Stallbursche vom Betreiber angewiesen, kräftig um uns herum zu kehren, solange wir den Termin mit unserer Kundschaft hatten. Auch wenig erfreulich, wenn Kunden offen von Discountern schwärmen und von uns nur den Service haben möchten. Machen Sie dies Mal bei Ihrem Installateur oder Elektriker. Die werden sich auch bedanken.

Zudem fahren wir keine Ställe mehr an, die ihre Pferde ausschließlich in Boxenhaltung ohne oder mit nur sehr wenig Freigang/Koppelgang halten, da dies nicht meiner Ansicht von einem respektvollen Umgang entsprechend dem Wesen eines Pferdes entspricht. Hinzu zählen auch Ställe, bei denen wir uns zuerst wunderten, warum die Pferde so schlecht dastehen. Bei denen es niemanden störte, dass überall Jakobskraut oder massenweise Hahnenfuß auf den Koppeln stand, Tierkadaver im Heu waren, Schwarzschimmel in der Einstreu oder es geheim gehalten wurde, als Pferdekrankheiten am Stall auftraten, statt diese vernünftig und verantwortungsvoll zu kommunizieren.

Diese aufgeführten Dinge, bin ich nicht bereit zu akzeptieren und stecken hinter dem Begriff, wenn ich aus betriebsinternen Gründen einen Stall nicht mehr anfahre.

Mir geht es bei meinem Handwerk nicht nur darum einen Sattel einzurichten, sondern vor allem einen verantwortungsbewussten und umsichtigen Umgang zwischen Menschen und mit den Pferden – dies sind Werte, die meine Arbeitsweise maßgeblich führen und auch die Art und Weise ausmachen, wie ich meinen Betrieb selbst führe.

Partner, Mitgliedschaften & Marken

Sattelhersteller

Um einen guten Service und eine gute Beratung vor Ort geben zu können, arbeite ich ausschließlich mit besonderen Lieferanten zusammen. Dies sind Lieferanten, die mir Zugang zu ihrer Philosophie, die daraus entstandenen technischen Umsetzungen und Ergebnisse, sowie die dazu gehörigen Maßen gewähren.

Aufgrund dieser mir dann zur Verfügung stehenden Informationen, bin ich der Meinung, so sicher zusammen mit meinem Kunden den für ihn und seinem Pferd am besten geeigneten Sattel finden zu können. Technische Details wie Verstellbarkeit, Ortganglängen und Auflagelängen der Kissen sind wichtige Kriterien bei der Grundauswahl eines geeigneten Sattels.
Für meinen Teil habe ich entschieden, mir in diesem Zusammenhang als selbstständiger Sattler eine gewisse Unabhängigkeit zu bewahren, auch wenn dies dann auch eventuell einen höheren Einkaufspreis bedeutet. Und wenn ich mich eventuell einmal „zertifiziert“ nenne, dann nur in Verbindung mit einer unabhängigen Zertifizierungsstelle.
Dies bedeutet auch, dass ich nur unabhängige Weiterbildungen suche und wahrnehme, um mich weiter zu entwickeln und meine Arbeitsweise weiter zu verfeinern.

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