News

Warum ich Informationen offen bereitstelle

In der Sattelanpassung entsteht ein Großteil der späteren Probleme nicht durch handwerkliche Ausführung, sondern durch unterschiedliche Erwartungen und fehlende gemeinsame Grundlagen.

Ein Termin wird häufig als einmalige Maßnahme verstanden:
Der Sattel wird angepasst — danach sollte das Thema erledigt sein.

In der Praxis verhält es sich jedoch anders.
Das Pferd verändert sich fortlaufend. Muskulatur, Trainingszustand, Nutzung und Management beeinflussen die Sattellage dauerhaft. Eine stabile Lösung kann daher nur entstehen, wenn Entscheidungen nachvollziehbar getroffen werden.

Aus diesem Grund stelle ich auf meiner Webseite bewusst umfangreiche Informationen öffentlich zur Verfügung:

Fachliche Hintergründe und typische Fragestellungen
https://www.sattlerei-steitz.de/service/faq/

Abläufe, Vorbereitung und Unterlagen
https://www.sattlerei-steitz.de/service/

Diese Inhalte dienen nicht der Selbstdarstellung, sondern als gemeinsame Arbeitsbasis.
Der Besitzer erhält die Möglichkeit, Zusammenhänge bereits vor einem Termin zu verstehen und Beobachtungen richtig einzuordnen.

Das betrifft meine Stammkunden, die ich regelmäßig vor Ort betreue, ebenso wie meine Fernkunden, die ich über einen kontinuierlichen Austausch begleite.
In beiden Fällen entsteht die eigentliche Verbesserung nicht durch einen einzelnen Termin, sondern durch nachvollziehbare Entscheidungen im weiteren Verlauf.

Dadurch verändert sich die Zusammenarbeit:
Der Termin wird nicht zum Beginn der Analyse, sondern zum nächsten Schritt innerhalb eines Prozesses.

Das Ziel ist keine kurzfristige Korrektur am Sattel, sondern eine möglichst stabile Situation für das Pferd.

Die Grundlage meiner Arbeitsweise bleibt daher stets gleich:
Nicht die schnelle Lösung steht im Vordergrund, sondern eine Entscheidung, die für das Pferd langfristig sinnvoll ist.

Hinweis zur Kommunikation
Dieser Beitrag enthält allgemeine fachliche Informationen.
Eine individuelle Beurteilung ist in öffentlichen Diskussionen nicht möglich und führt häufig zu Fehlinterpretationen.

Kommentare sind daher bewusst geschlossen.

Für konkrete Anliegen nutzen Sie bitte die vorgesehenen Kontakt- und Anfrageformulare auf meiner Webseite.

Warum sich Pferderücken verändern – neue Erkenntnisse aus meiner Praxis

In meiner täglichen Arbeit sehe ich immer wieder, dass sich Pferderücken nicht „gleichbleibend“ entwickeln.
Form, Winkel und Muskulatur verändern sich – teils schleichend, teils sehr plötzlich.

Diese Beobachtungen habe ich nun in einer neuen Informationsseite zusammengefasst.
Sie basiert auf meinen Mess- und Anpassungserfahrungen und ist bewusst sachlich, neutral und nicht wertend formuliert.

Was ich dabei immer wieder sehe

  • Pferde unterliegen fortlaufenden körperlichen Veränderungen.
  • Bereits kleine Winkelabweichungen können bei sensiblen Pferden relevant sein.
  • Haltung, Fütterung und Nutzung beeinflussen den Körper.
  • Die Sattellage ist kein statischer Bereich.
  • Das Kopfeisen spielt eine zentrale Rolle in der Druckverteilung.

All diese Punkte stellen keine Diagnose dar, sondern spiegeln fachliche Beobachtungen aus der Praxis wider.

Warum ich diese Informationen teilen

Mein Ziel ist es, mehr Transparenz und Verständnis zu schaffen –
für die Entwicklung des Pferdekörpers und für die Notwendigkeit regelmäßiger Kontrollen.

Die vollständige Fassung finden Sie ab sofort unter:
https://www.sattlerei-steitz.de/wp-content/uploads/2026/01/Gesammelte-Erkenntnisse.pdf   

Mehr Transparenz zu Messung & Dokumentation

Die hier beschriebenen Beobachtungen beruhen auf meiner täglichen Arbeit und auf dokumentierten Verlaufsdaten.

Wenn Sie meine Methodik und die Hintergründe im Detail nachvollziehen möchten, finden Sie hier weiterführende Informationen:

🔗 Die Grundlagen zur Erfassung der Aufstellung – Maßpositionen

Wie gemessen, dokumentiert und ausgewertet wird.

https://www.sattlerei-steitz.de/wp-content/uploads/2026/01/Die-Grundlagen-zur-Erfassung-der-Aufstellung.pdf


🔗 Datenerfassung GL

Anonymisierte Verlaufsübersicht mit realen Messwerten.

https://www.sattlerei-steitz.de/wp-content/uploads/2023/03/Datenerfassung-GL.pdf

Hinweis für Einsteller: Freigang, Freilauf und Heufütterung

In der Praxis der Pferdehaltung existieren unterschiedliche Konzepte zur Organisation von Auslauf, Freigang und Fütterung – insbesondere in den Wintermonaten. Dabei wird teilweise der gesetzlich zulässige Mindeststandard umgesetzt, ohne darüberhinausgehende Versorgungs- und Strukturmaßnahmen vorzusehen.

Ein häufig anzutreffendes Beispiel ist ein mehrstündiger täglicher Paddock- oder Auslaufgang, bei dem den Pferden während dieser Zeit kein Raufutter zur Verfügung steht. Diese Vorgehensweise stellt in manchen Betrieben keine Ausnahme dar, sondern ist Bestandteil des regulären Stallkonzepts.

Fachlicher Hintergrund zur Heufütterung

Pferde sind physiologisch auf eine nahezu kontinuierliche Aufnahme von Raufutter ausgelegt. Die Magensäureproduktion erfolgt dauerhaft und ist nicht an feste Fütterungszeiten gekoppelt. Längere Fresspausen können – insbesondere in Verbindung mit Bewegung – aus fachlicher Sicht eine erhöhte Belastung des empfindlichen Magens darstellen.

In der Fachliteratur sowie in anerkannten Leitlinien zur Pferdehaltung wird daher regelmäßig darauf hingewiesen, Fresspausen möglichst kurz zu halten und Raufutter über den Tag verteilt anzubieten.

Freigang und Freilauf – fachliche Einordnung

Freigang oder Freilauf erfüllen wichtige Funktionen für Bewegung, Stoffwechsel, Muskulatur und das allgemeine Wohlbefinden des Pferdes. Entscheidend ist jedoch nicht allein die Dauer, sondern die Ausgestaltung des Auslaufs.

Aus fachlicher Sicht gelten folgende Aspekte als empfehlenswert:

  • ausreichend Platz für freie, ungehinderte Bewegung
  • sichere, rutschfeste und trittsichere Bodenverhältnisse
  • soziale Interaktion, sofern die Gruppenzusammensetzung dies zulässt
  • Schutz vor Witterungseinflüssen
  • Zugang zu Wasser
  • bei mehrstündigem Aufenthalt: Zugang zu Raufutter

Freilauf ohne Raufutter über längere Zeiträume kann – abhängig von Dauer, Intensität der Bewegung und individueller Konstitution – zu unerwünschten Belastungen führen. Dies gilt insbesondere dann, wenn der Freilauf regelmäßig und nicht nur situativ erfolgt.

Trennung von Bewegung und Fütterung

Wird Raufutter ausschließlich im Stall angeboten, entsteht eine organisatorische Trennung zwischen Bewegung und Futteraufnahme. Diese Trennung entspricht nicht dem natürlichen Verhalten des Pferdes, das Bewegung und Fressen normalerweise miteinander verbindet.

Aus fachlicher Perspektive wird daher empfohlen, Freilauf- und Auslaufkonzepte so zu gestalten, dass sie sowohl Bewegung als auch eine angemessene Raufutteraufnahme ermöglichen.

Einordnung für Einsteller

Einsteller sollten sich unabhängig von rechtlichen Mindestanforderungen über die konkrete Ausgestaltung von Freigang und Freilauf informieren. Sinnvolle Fragestellungen können sein:

  • Wie lange befinden sich die Pferde täglich im Freilauf oder Auslauf?
  • Besteht währenddessen Zugang zu Raufutter?
  • Wie sind Boden, Platzangebot und Witterungsschutz gestaltet?
  • Handelt es sich um ein dauerhaftes Konzept oder um witterungsbedingte Übergangslösungen?

Diese Punkte betreffen nicht die rechtliche Zulässigkeit einer Haltung, sondern deren fachliche Qualität.

Hinweis

Dieser Beitrag stellt keine rechtliche Bewertung einzelner Betriebe dar und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Er dient ausschließlich der fachlichen Information und der Sensibilisierung für Zusammenhänge zwischen Freilauf, Freigang, Fütterung und Pferdegesundheit.


💬 Facebook-Gruppe für Sammel- und Verbundtermine – einfach, unverbindlich, hilfreich

Viele meiner Kunden haben kein Facebook-Konto – oder möchten Facebook nicht aktiv nutzen.
Das ist völlig verständlich – und auch gar nicht nötig, um von meiner Gruppe zu profitieren.

👉 Worum geht es überhaupt?
In meiner Facebook-Gruppe für Sammel- und Verbundtermine werden Termine, Regionen und Anschlussmöglichkeiten sichtbar gemacht.
Sie sehen dort ganz einfach:

  • wann ich in welcher Region unterwegs bin
  • wo bereits Termine geplant sind
  • wer eventuell noch einen Anschluss sucht

Damit lassen sich Sammeltermine besser planen, kombinieren und koordinieren – ohne ständiges Hin- und Herschreiben.


🔒 Kein Muss für „Facebook-Nutzer“

Sie müssen dafür kein aktiver Facebook-Nutzer sein.

  • Ein anonymisiertes Konto reicht völlig (Vorname + Kürzel o. ä.).
  • Es wird nichts öffentlich gepostet, was nicht gewollt ist.
  • Es geht nicht um Diskussionen oder ständige Aktivität, sondern schlicht um praktische Terminabstimmung.

Die Gruppe ist geschlossen, also nicht öffentlich einsehbar, und ausschließlich für Interessierte an meinen Sammel- und Verbundterminen gedacht.


💡 Ihr Vorteil

  • Sie behalten Überblick über meine Touren und Termine
  • Sie sehen freie Anschlussmöglichkeiten
  • Sie können sich direkt mit anderen Teilnehmern verbinden
  • Und: Sie verpassen keine passende Gelegenheit mehr

So wird die Planung für alle Beteiligten einfacher, transparenter und flexibler.


➡️ Hier beitreten:
👉 Facebook-Gruppe Sattlerei Steitz – Sammel- & Verbundtermine

Neue Möglichkeit: Sammel- & Verbundtermine über eine Facebook-Gruppe

Ich freue mich, dir eine neue Option zur Organisation von Sammel- und Verbundterminen anzubieten:
In der Facebook-Gruppe „Sattlerei Steitz – Sammel- & Verbundtermine“ kannst du dich mit anderen Pferdebesitzern in deiner Region vernetzen, Terminwünsche bündeln und gemeinsam Anfahrten optimieren.

👉 Zur Gruppe:
facebook.com/groups/1318458086729302


Wichtige Hinweise

  • Die Gruppe dient nur zur Vernetzung und Vorab-Organisation.
  • Verbindliche Terminbuchungen erfolgen weiterhin direkt mit mir, gemäß meiner bekannten Arbeitsweise.
  • Meine verbindlichen Dokumente (Regeln, Hintergründe, Planung & Kalkulation) gelten auch hier:
    📄 Regeln & Hintergründe (PDF)
    📄 Planung & Kalkulation (PDF)

Ich hoffe, dieser neue Kanal hilft dir und anderen Kunden, Termine effizienter zu gestalten. Schau gern rein und mach mit!

Mit herzlichem Gruß
Ralf Steitz

Sattelbäume verändern – was Sie wissen sollten

Sicherheit geht vor

Jeder Sattel hat einen Sattelbaum (trägt und verteilt das Reitergewicht) und eine Sturzfeder (hält die Steigbügelriemen). Diese Teile sind sicherheitsrelevant – Defekte oder falsche Veränderungen können Pferd und Reiter gefährden.

➡️ Ein Sattel mit instabilem Sattelbaum gehört streng genommen in die Kategorie der baumlosen Sättel & Reitpads. Für kurze Lektionen oder leichte Übungen kann so etwas geeignet sein – für regelmäßiges und langes Reiten jedoch nicht.


Veränderbare Sättel – Chance und Risiko

Viele moderne Sättel lassen sich in der Kammerweite verändern – über wechselbare Kopfeisen, Kalt- oder Warmverstellung.

  • Vorteil: Der Sattel kann länger genutzt und besser ans Pferd angepasst werden.
  • Nachteil: Jede Veränderung belastet das Material. Ohne klare Herstellerangaben zu Grenzen und Stabilität kann es zu Schäden oder Brüchen kommen.

👉 Vorsicht: In Prospekten wird oft von „wechselbaren Kopfeisen“ gesprochen – tatsächlich sind manche Bäume nur mit einem fest vernieteten Teil oder Blech ausgestattet und damit gar nicht frei austauschbar.


Kammerweite und Schwung

Wird die Kammer verändert, verändert sich oft auch der Schwung des Baumes:

  • Zu weit → der Baum wölbt sich („Wiegeeffekt“)
  • Zu eng → der Baum brückt und liegt nicht mehr gleichmäßig auf

Beides führt zu Druckstellen und Problemen für das Pferd.

➡️ Es gibt meist einen vom Hersteller vorgesehenen „Arbeitsweg“ für die Verstellung. Wird dieser überschritten, sind negative Auswirkungen auf die Passform unausweichlich.


Unterschiedliche Baumtypen

  • Kunststoffbaum ohne Kopfeisen oder Kopfeisenplatte: laut Hersteller per Warmverstellung veränderbar. Dabei entstehen jedoch Grenzen in der Stabilität, weil der Kunststoff bei Erwärmung Weichmacher verliert.
  • Kunststoffbaum mit Kopfeisen oder Kopfeisenplatte: stabiler als die Variante ohne Kopfeisen, Verstellung meist nur begrenzt möglich – je nach Herstellerangabe durch wechselbare Kopfeisen oder Kaltverstellung.
  • Holz- beziehungsweise Stahlfederbaum mit Kopfeisenplatte: sehr stabil, Verstellung nur im Rahmen der Herstellervorgaben begrenzt möglich.

Bei der Warmverstellung muss der Baum komplett freigelegt und gleichmäßig erhitzt und verpresst werden. Andernfalls drohen Hitzeschäden am Leder oder instabile Ergebnisse. Zudem beschleunigt dieses Verfahren den natürlichen Alterungsprozess von Kunststoffen.


Sturzfeder – kleine Ursache, große Wirkung

Ist die Sturzfeder verzogen oder gebrochen, darf sie nicht zurückgebogen werden.
Nur Hersteller oder Fachwerkstätten dürfen sie austauschen. Typisches Unfallzeichen: ein abstehender Beschlag unter dem kleinen Sattelblatt.


Fremdsättel – genau hinschauen

Bei gebrauchten oder Fremdsätteln fehlen oft die Originaldaten. Vorschäden oder unsachgemäße Änderungen sind nicht immer erkennbar – das Risiko ist höher.


Wichtiger Hinweis:

Bitte beachten Sie stets die aktuellen Aussagen und Garantiebedingungen der jeweiligen Hersteller zur Veränderbarkeit der Sattelbäume.
Diese können sich ändern und sind bindend für Gewährleistung und Haftung.


Fazit

Ein Sattel darf nicht beliebig verändert werden. Nur mit klaren Herstellerangaben und fachgerechter Arbeit bleibt er sicher.
Fehlende Transparenz oder falsche Reparaturen können zu großen Risiken für Pferd, Reiter und auch den Hersteller führen.

➡️ Gibt der Hersteller keine klaren Anweisungen zur zulässigen Veränderung, spricht man von einem Instruktionsfehler. In diesem Fall trägt der Hersteller selbst Mitverantwortung für mögliche Schäden.


Weitere Informationen:
Veränderbarkeit, Kammerveränderung und Sicherheit im Sattelbau

Reiten bedeutet Disziplin – auf vielen Ebenen

Was einerseits anstrengend ist, kann zugleich schützen – nicht nur den eigenen Geldbeutel. Kompromisse sind gut abzuwägen, denn meist zahlt man hinterher einen höheren Preis.

Mehr als Turniersport

Selbstdisziplin, Verantwortungsbewusstsein und Ausdauer sind nicht nur im Turniersport der Schlüssel zum Erfolg, sondern auch im Freizeitbereich und im täglichen Umgang mit Pferden und Equipment.

Fehlendes Bewusstsein

Dieser notwendigen Disziplin sind sich viele Pferdebesitzer und Reiter oft überhaupt nicht bewusst – genauer gesagt: Sie werden von ihrem Umfeld auch viel zu selten dazu angehalten. Allzu oft wird oberflächlich weggesehen, anstatt klare Anforderungen zu stellen.

Verantwortung gegenüber dem Pferd

Das Pferd als bloßen Besitz zu betrachten, mit dem man tun und lassen kann, was einem beliebt, ist nicht nur der falsche Ansatz, sondern ein Zeichen von Verantwortungslosigkeit und Respektlosigkeit.

Vorbereitung, Pflege und Nachsorge

Die Konsequenzen aus falscher Lagerung und mangelnder Pflege des Equipments, das häufige Fehlen einer sorgfältigen Vorbereitung und Prüfung vor dem Reiten sowie die ebenso oft unterlassene Nachsorge nach der Nutzung des Pferdes – all dies sind Faktoren einer Spirale negativer Auswirkungen.

Besonders wichtig sind die richtigen Bedingungen bei Reinigung und Lagerung: Schweißsalz muss sofort entfernt werden, Leder darf nicht in Hitze oder Sonne trocknen, und Gurte dürfen nicht überdehnt oder geknickt gelagert werden. Ein stabiles Raumklima schützt das Material und verlängert die Lebensdauer.

Kontrolle von Sattel, Gurtlage & Schwerpunkt

Die Passform des Sattels ist elementar – schon kleine Veränderungen am Pferd (z. B. durch Muskelaufbau, Fütterung, Haltung) können bewirken, dass der Sattel nicht mehr optimal liegt. Wird das nicht rechtzeitig erkannt, können Blockaden, Schmerzreaktionen und dauerhafte Schäden entstehen. Daher sollte jeder Reiter vor dem Aufsatteln eine kurze Kontrolle durchführen. Sattlerei Steitz

Wichtige Bestandteile dieser Kontrolle sind:

  • Sicht auf Verletzungen oder Schmerzverhalten des Pferdes, bevor der Sattel aufgelegt wird. Sattlerei Steitz
  • Kontrolle der Gurtlage und Sattellage, damit der Gurt richtig sitzt und nicht in empfindliche Bereiche zieht. Sattlerei Steitz
  • Prüfung des Schwerpunkts:
      → Sattel locker auflegen, nicht angurten;
      → mit der Hand vorne Druck ausüben, um zu sehen, ob der Sattel hinten abhebt oder kippt. Sattlerei Steitz
  • Kontrolle des Sattelkissens:
      → flache Hand über beide Seiten streichen;
      → auf gleichmäßige Weichheit, keine Dellen, Wülste oder „Brücken“;
      → Schulterfreie Linienführung, damit das Schulterblatt sich frei bewegen kann. Sattlerei Steitz

Wenn etwas nicht in Ordnung ist (z. B. rutschende Gurtlage, falscher Schwerpunkt, beschädigtes Kopfeisen), nicht losreiten, sondern zuerst das Problem beheben. Sattlerei Steitz


Checkliste – Vorbereitung & Nachsorge & Kontrolle

Vorbereitung und Prüfung
✔ Sattel, Gurtlage, Zaumzeug und Gebiss auf sicheren Sitz und Schäden kontrollieren
✔ Pferd gründlich putzen, Fell und Gurtlage sauber halten
✔ Verletzungen, Schwellungen oder Schmerzreaktionen erkennen
✔ Schweißrückstände sofort nach dem Reiten entfernen

Nachsorge und Pflege
✔ Pferd korrekt absatteln, abkühlen und versorgen
✔ Bauchgurt und Sattelunterlage vom Sattel trennen
✔ Equipment mit klarem Wasser reinigen, sorgfältig trocknen
✔ Lederprodukte langsam bei Raumtemperatur trocknen – keine Sonne, kein Heizkörper
✔ Geeignete Pflegeprodukte nutzen, keine aggressiven Seifen oder übermäßiges Öl
✔ Sattel und Zaumzeug in frostfreien, sauberen und klimastabilen Räumen lagern
✔ Gurte über dem Sattel lagern – ohne Knicke, Falten oder Überdehnung

Kontrolle vor dem Aufsatteln
✔ Sichtprüfung auf Verletzungen oder Schmerzverhalten des Pferdes
✔ Gurtlage und Sattellage kontrollieren, bevor man angurtet
✔ Schwerpunkt-Test: Sattel locker auflegen, vorne Druck ausüben → prüfen, ob der Sattel hinten abhebt oder kippt
✔ Sattelkissen abtasten: Weichheit, Dellen/Wülste, gleichmäßige Polsterung, freie Schulterregion


Disziplin hört nicht am Platz auf

Disziplin beginnt lange vor dem Aufsitzen und endet noch lange nicht mit dem Absteigen oder dem Abreiten.

Fazit

Richtig verstanden und angewendet, ist Reiten gelebter Tierschutz – und wer hier konsequent handelt, schützt nicht nur das Pferd, sondern spart sich langfristig auch hohe Kosten.

Neu: Thorowgood T9 – der Hybridsattel aus Leder

Mit der neuen Thorowgood-T9-Reihe erweitert der Hersteller sein Sortiment um moderne Sättel, die erschwinglich, hochwertig und funktional sind.

Der T9 ist kein synthetischer Sattel, sondern ein Hybridsattel aus Leder, kombiniert mit Jacob’s Wool Flocking. Er verbindet das natürliche Gefühl und die Optik von Leder mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis.

Besondere Merkmale:

  • in England hergestellt
  • moderne, ästhetische Linienführung
  • verschiedene Modelle: Allround (GP), Dressur, Pony sowie ein Monoflap XC
  • hochwertige Verarbeitung und individuelle Anpassungsmöglichkeiten

Die T9-Serie steht ab sofort zur Bestellung zur Verfügung. Die Auslieferung vom Werk beginnt im Oktober.

Der neue THOROWGOOD T9

SIEHT GUT AUS . FÜHLT SICH GUT AN .

Neuer Service: Schriftlicher Arbeitsbericht für Neukunden bei Sattelanpassung und Fremdsattelcheck

Für viele Neukunden ist eine Sattelanpassung oder ein Fremdsattelcheck direkt am Pferd echtes Neuland. Schon die Erfassung grundlegender Daten, Maße und Zustände rund um Pferd und Sattel wirft oft Fragen auf. Themen wie die Kopfeisenweite, die richtige Polsterung, die Balance auf dem Pferd oder die Technik hinter dem vorhandenen Sattel sind komplex – und werden nicht bei jedem Kollegen ausführlich erklärt.

Gerade beim Ersttermin ist die Informationsfülle groß: Zusammenhänge zwischen Sattel und möglichen Abwehrreaktionen des Pferdes, die Auswirkungen auf das Reitgefühl und der sichtbare „Vorher-Nachher-Effekt“ beim Vorreiten – all das führt schnell dazu, dass „der Kopf raucht“.

Hinzu kommt, dass diese wichtigen Informationen oft an andere Personen weitergegeben werden müssen – sei es an Reiter, Bekannte oder Trainer. Besonders bei gebrauchten Fremdsätteln, Mischfüllungen oder speziellen Kopfeisen kommt es nicht selten zu Überraschungen, die klar dokumentiert werden sollten. Auch Hinweise zur richtigen Sattellagerung und Pflege gehören dazu, um langfristig Freude am Equipment zu haben.

Neuer kostenloser Zusatzservice: Der schriftliche Arbeitsbericht

Um hier Klarheit und Sicherheit zu schaffen, erhalten Neukunden künftig einen schriftlichen Arbeitsbericht als kostenlosen Service.

  • Präzise, sortiert und verständlich zusammengefasst
  • Direkt vor Ort am Pferd und Sattel erarbeitete Inhalte
  • Versand zusammen mit dem Rechnungsbeleg
  • Sichere Grundlage zum Nachlesen und Weitergeben

So entsteht eine transparente Dokumentation der Sattelanpassung, die Missverständnisse vermeidet und eine klare Grundlage für weitere Entscheidungen schafft.

Ihr Vorteil

  • Mehr Übersicht über die besprochenen Punkte
  • Verlässliche Dokumentation für alle Beteiligten
  • Sichere Basis für Pflege, Nutzung und eventuelle weitere Anpassungen

Mit diesem Service wird die Sattelanpassung oder der Fremdsattelcheck nicht nur vor Ort, sondern auch im Nachhinein nachvollziehbar und dauerhaft nutzbar.

Neue Basisfüllung für Ihren Sattel – für ein entspanntes Pferd und optimale Passform

Auch die hochwertige Jacobschaf-Wolle, die in Fairfax, Kent & Masters und Thorowgood-Sätteln verarbeitet wird, verliert nach Jahren der Nutzung ihre Spannkraft. In der Regel ist nach 6–8 Jahren ein Austausch sinnvoll*.

Ist die Füllung in die Jahre gekommen und nicht mehr elastisch, wird eine neue Basisfüllung notwendig. Diese sorgt dafür, dass Ihr Sattel wieder optimal liegt und Ihr Pferd dauerhaft bequem und gleichmäßig belastet wird.

👉 Eine Basisfüllung können Sie unkompliziert über meine Auftragsanfrage zur Sattelkorrektur in der Werkstatt beauftragen.
Ich verwende dabei ausschließlich Originalmaterial aus England vom Hersteller, um die Qualität und Langlebigkeit Ihres Sattels zu sichern.


Hinweis zur Haltbarkeit

* Bei regelmäßiger Pflege und Wartung, Nutzung von 100 % Jacobschaf-Wolle, frei von Fremdmaterial und ohne unsachgemäße Veränderungen, hält die Füllung meist viele Jahre. Wird der Sattel jedoch unsachgemäß verändert oder stark beansprucht, kann ein Austausch deutlich früher erforderlich sein.

👉 Mit einer rechtzeitig erneuerten Basisfüllung bleibt Ihr Sattel optimal anpassbar – und Ihr Pferd profitiert von mehr Bewegungsfreiheit und Komfort.


Weitere Informationen: