Kurz gesagt: Nein.
Ich verkaufe und betreue keine Reitpads. Dies gilt ebenso für baumlose, lederbaumartige oder hybride Systeme wie SIGNUM PADDLE® und PADDLY®.
Diese Abgrenzung umfasst insbesondere:
- klassische Reitpads – mit oder ohne Fork,
- baumlose und lederbaumartige Systeme,
- vergleichbare flexible Konstruktionen ohne klassischen Sattelbaum,
- hybride Systeme zwischen Reitpad und Sattel, insbesondere PADDLE® und PADDLY®.
Für diese Produkte biete ich weder Kaufberatung noch Anpassung, Sattelcheck, Korrektur oder langfristige Betreuung an.
Warum PADDLE und PADDLY ausdrücklich dazugehören #
PADDLE wird vom Hersteller als eigenständiges System zwischen Reitpad und Sattel beschrieben. Es besitzt keinen klassischen Sattelbaum, sondern ein herstellerspezifisches Druckverteilungselement, ein verstellbares Kopfeisen und versetzbare Klettpolster.
Damit handelt es sich nicht um einen konventionellen englischen Baumsattel, sondern um ein eigenes Konstruktions- und Anpassungskonzept. Ob und wie die beworbene Druckverteilung am jeweiligen Pferd funktioniert, lässt sich weder aus der Produktbezeichnung noch aus einzelnen Bauteilen oder ausgewählten Messbildern ableiten.
Drucksensormessungen richtig einordnen #
Drucksensormessungen können bei fachgerechter Durchführung ergänzende Informationen über die Druckverteilung während eines konkret dokumentierten Messablaufs liefern.
Ein einzelnes farbiges Druckbild oder ein herausgegriffener Messwert belegt jedoch weder eine allgemein günstige Druckverteilung noch die grundsätzliche Eignung oder langfristige Formstabilität eines Reit- oder Sattelsystems.
Die Aussagekraft hängt unter anderem vom verwendeten Messsystem, der Kalibrierung und Skalierung, dem Pferd, dem Reiter, der Gangart, dem Bewegungsablauf sowie der Position von System, Unterlage und Gurtung ab. Das Messbild zeigt zunächst nur, was die Sensoren während dieses konkreten Ablaufs erfasst haben – nicht automatisch, wodurch die Verteilung entstanden ist oder welche langfristigen Folgen sich daraus ergeben.
Auch konstruktive Eigenschaften, Materialermüdung und dauerhafte Formstabilität lassen sich aus einer einzelnen Drucksensormessung nicht ableiten.
Da PADDLE und PADDLY nicht zu meinem Produkt- und Arbeitsbereich gehören, nehme ich an diesen Systemen keine Anpassungen, Überprüfungen oder fachlichen Korrekturen vor.
Technische Abgrenzung zu meinen Sätteln #
Eine weiche, flexible oder anpassungsfähige Konstruktion kann sich an die Körperform des Pferdes anschmiegen. Dies ist jedoch nicht automatisch mit einer kontrollierten Lastübertragung durch einen tragenden Sattelbaum gleichzusetzen.
Beim Reiten mit Steigbügeln entstehen zusätzlich punktuell eingeleitete Kräfte. Wie diese aufgenommen und über den Pferderücken verteilt werden, hängt von der Gesamtkonstruktion des jeweiligen Systems ab.
Mein Betreuungskonzept basiert auf englischen Baumsätteln, bei denen unter anderem Baumform, Kammerweite, Auflage, Wirbelsäulenfreiheit und Polsterung geprüft, dokumentiert und bei Bedarf handwerklich bearbeitet werden können.
Warum die genaue Betrachtung der Konstruktion wichtig ist #
Bezeichnungen wie Reitpad, baumlos, flexibel oder hybrid sagen allein noch wenig über den tatsächlichen inneren Aufbau und die Lastübertragung eines Systems aus.
Von außen lässt sich nicht immer zuverlässig erkennen, welche Bauteile tragend wirken, wie auftretende Kräfte weitergeleitet werden und ob eine Konstruktion kontrollierbar, veränderbar oder handwerklich zu warten ist.
Ein Beispiel aus meiner Werkstatt zeigt, warum es sich bei Sätteln lohnen kann, den Aufbau, die verwendeten Bauteile und bereits vorgenommene Veränderungen genauer zu untersuchen:
➡️ Warum es sich lohnt, Sättel zunächst genauer anzuschauen
Wichtig: Dieser Verweis erweitert meinen Leistungsbereich nicht. Reitpads sowie baumlose, lederbaumartige und hybride Systeme bleiben von meiner Beratung, Anpassung und Betreuung ausgeschlossen.
Parallele Verwendung unterschiedlicher Systeme #
Wird ein Reitpad oder PADDLE zusätzlich zu einem konventionellen Sattel verwendet, wirken unterschiedliche Konstruktions- und Belastungskonzepte auf dasselbe Pferd ein. Eine parallele Betreuung solcher unterschiedlichen Systeme biete ich nicht an.
Weitere Hintergründe hierzu finden Sie unter:
Unterschiedliche Sattelkonzepte am Pferd – ist dies sinnvoll?
Was bedeutet das für Sie?
Benötigen Sie eine Beratung, Anpassung oder Überprüfung eines Reitpads, PADDLE®- oder PADDLY®-Systems, wenden Sie sich bitte direkt an den Hersteller oder einen dafür autorisierten Systempartner. Einen Termin kann ich hierfür nicht anbieten.
Weiterführende Informationen #
- Reitpads mit Fork – worauf ist zu achten?
- Drucksensormessung – Möglichkeiten und Grenzen der Aussagekraft
- Unterschiedliche Sattelkonzepte am Pferd
- Warum es sich lohnt, Sättel zunächst genauer anzuschauen
- Warum ich unnötig vernähte Sattelkissen kritisch sehe
- Bearbeiten Sie auch andere Sattelmarken?
Hinweis zur Einordnung:
Diese Abgrenzung stellt keine pauschale Bewertung sämtlicher Reitpad- oder Hybridsysteme dar. Sie beschreibt, welche Sattelkonzepte innerhalb meines Fachbetriebes betreut werden und für welche Systeme ich keine fachliche Verantwortung übernehme.
