Arbeiten Sie mit EQUIscan?

Nein, bitte beachten Sie hierzu das Infoblatt Vergleich der Messsysteme. Aus EQUIscan-Daten kann ich zwar einige Daten als Unterstützung entnehmen, nur ist hier eine aktuelle Messung mit einfacheren und nachvollziehbareren Mitteln zu bevorzugen.

Ganz klar, hier fehlt mir das Maß bzw. die Kontrolle was für eine Kopfeisenweite das Pferd für die Bewegung benötigt.

Wohlbemerkt es ist nur ein Vermass-System des Pferderückens zu einem Zeitpunkt X (im Stand) und findet auch keine Empfehlung der Society of Master Saddlers.

Es ist ein sehr aufwendiges Messverfahren, welches ein Pferd im Stand dokumentiert. Es ist von der Anschaffung und /oder dem Zugang zu den auf einem Server (Archivierung in der Onlinedatenbank) gespeicherten Daten sehr kostspielig. Nutzt man die ermittelten Daten eines PRV (Pferderückenvermesser) ist die zeitnahe Bearbeitung des Sattels zu beachten, da sich Pferde recht schnell verändern können. Da diese Messdaten mir nicht den muskulären Zustand mit seiner Tragfähigkeit, am Tag der Sattelanpassung und die Beurteilung in der Bewegung wiedergeben, ist mir dies nicht ausreichend.

Da ich am liebsten direkt vor Ort arbeite und auf die Nuancen am Pferd direkt eingehe, hätte ich von der Nutzung dieses Systems nur höhere Preise für den Kunden, da jede Investition sich ja wieder amortisieren muss. Des Weiteren fehlen mir allein mit diesen Daten und Fotos wichtige Angaben zum Pferd, wie auch zum Reiter, um hiernach fernab in einer Werkstatt zu arbeiten. Das System ist zwar sehr beeindruckend, gerade für Technikverliebte, aber der Nutzen steht für mich in keiner Relation zum Preis, den man hieraus an seine Kunden weitergeben muss und es fehlt wirklich die Sicherheit mit welcher Kopfeisenweite in der Bewegung gearbeitet werden kann.

Vorteil für den Endkunden: Hierzu ist mir keiner bekannt oder ersichtlich außer, dass eine möglichst zeitnahe Basiseinstellung eines Sattels (nach meiner Meinung nur mit zusätzlichen Maßaufzeichnungen), fern ab in einer Werkstatt, ohne zugehöriges Pferd vorgenommen werden kann. Da es allgemein bekannt ist, dass sich der Pferderücken je nach Trainingszustand innerhalb oft kürzester Zeit verändert, ist dies nach meiner Meinung, wie schon erwähnt nur etwas für Technikverliebte.

Resümee: Wie gesagt, ist dies wesentlich günstiger möglich und nach meiner Einschätzung auch mit einem ganz normalen Satz von Biegelinealen (5) auf einem Papierbogen DIN A3 wesentlich schneller möglich und ist hiermit ausreichend gut zu dokumentieren. Die einfache Dokumentation zur Veränderung der Rückenlinie kann preiswerter auch mit einer speziellen Wasserwaage erstellt werden.

Nachtrag: Ohne die Anschaffung des kompletten Systems sind die Daten aus dem Messdokument überhaupt nicht zu nutzen und daher für mich nutzlos. Auch kann nicht auf einfache und preiswerte Weise die Veränderung einer Rückenlinie kontrolliert werden.

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