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Kopfeisenwechsel selbst vornehmen?

Viele Sattler prüfen das Kopfeisen nicht richtig oder halten es nicht für wichtig. Stattdessen wird der Sattel nur von außen aufgelegt, dann mitgenommen – und oft noch ein Lammfell verkauft. Vertrauen Sie solchen Vorgehensweisen besser nicht.

Wenn Sie nach meinen Anleitungen selbst prüfen und handeln, ist das meist besser für Ihr Pferd.

Pferde verändern sich nicht über Nacht um 5 Grad oder mehr im Kopfeisenwinkel – außer es haben sich vorher Verspannungen gelöst. Mehr dazu finden Sie im Infoblatt Kopfeisenprüfung.

Deshalb wurde ein System mit genau vermessenen (klassifizierten) und beschrifteten Kopfeisen in 1-Grad-Schritten eingeführt. Damit können Sättel gezielter an die aktuelle Form des Pferdes angepasst werden.

Viele Kunden haben erlebt, wie deutlich sich schon ein um 1 Grad engeres Kopfeisen auswirkt – zum Beispiel bei der Gegenverprobung mit der Kontroll-Auflage 1–2 Grad – und wie positiv das Pferd darauf reagiert.


📌 Wichtiger Hinweis zur regelmäßigen Kontrolle des Kopfeisens

Gerade dann, wenn wir größere Veränderungen in der aktuell benötigten Kopfeisenweite festgestellt und angepasst haben, oder wenn am Pferd noch Verspannungen oder Kuhlen sichtbar sind, benötige ich unbedingt Ihre aktive Mitarbeit, damit der Aufbau Ihres Pferdes optimal weiterläuft.

In solchen Fällen empfehle ich in der Regel wöchentliche, selbstständige Kontrollen des Kopfeisens durch Sie als Reiter/Besitzer. Diese regelmäßige Kontrolle ermöglicht es, den Aufbauprozess des Pferdes im Fluss zu halten und eventuelle Veränderungen rechtzeitig zu erkennen, bevor sie zu Problemen führen.

👉 Ziel dieser Selbstkontrolle ist es, gemeinsam:

  • den Fortschritt des Muskelaufbaus bestmöglich zu begleiten,
  • frühzeitig Veränderungen in der Kopfeisenweite zu erkennen,
  • und den Sattel zeitnah auszubalancieren bzw. anzupassen.

Ihre Beobachtungen und Rückmeldungen sind ein wichtiger Teil des Erfolgsprozesses.


Da das Pferd sich öfter verändert, verändern sich damit auch wieder das Sitzgefühl und die Position im Sattel, sowie die Belastung am Pferd. Hierdurch wird wieder eine andere Kopfeisenweite, ggf. auch eine Polsterveränderung benötigt. Um dieser natürlichen Veränderung nachzukommen, muss dem Reiter entsprechendes Wissen vermittelt werden. Der Weg, dies möglichst frühzeitig zu erkennen und einen einfachen Kopfeisenwechsel sicher selbst zu beherrschen, muss geschult werden, denn hiermit schützen wir frühzeitig das Pferd und das Sattelkissen vor negativen Einwirkungen.
Bei Routinechecks, wie sie bei den meisten Pferden alle 2–3 Monate üblich und notwendig sind, arbeiten Sie bitte genau nach meinen Anweisungen oder vereinbaren einen Termin.

Wichtig bei neuen Sätteln:
Beachten Sie hierzu bitte meine Hinweise zu der falschen Annahme: Der Sattel passt nicht mehr, das Kissen muss sich gesetzt haben!

Auch wenn Sie anfangs unsicher sind: Mit etwas Übung ist das Thema Kopfeisen auch für Laien gut zu lernen. Der Einstieg ist einfach – zum Beispiel mit Pappschablonen. Das ist keine Wissenschaft.

Viele meiner Kunden schauen mir ein paar Mal zu oder nutzen meine Videos. So wird schnell klar, wie viel sich beim Pferd tatsächlich verändert.

Mit den richtigen Hilfsmitteln – Pastellkreide, Kurvenlineal, Kontroll-Auflage 1–2 Grad – und den Infoblättern klappt die Umsetzung in der Regel problemlos.
Zum Shop – https://www.sattlerei-steitz.de/shop/Werkzeug


Weitere Infos:

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