Einheitliche Vorgabe zur Vermessung von Kopfeisen #
Damit Messergebnisse vergleichbar bleiben, sollte die Vermessung von Kopfeisen immer nach einer einheitlichen Methode erfolgen.
👉 Prüfregeln
Gemessen wird dabei an der äußeren Kante der längeren Seite des Kopfeisens.
Nur wenn diese Bezugslinie konsequent verwendet wird, lassen sich Kopfeisen zuverlässig miteinander vergleichen und eindeutig nach ihrem Winkel einordnen.
Weitere Informationen zur Vorgehensweise und zu häufigen Fragen finden Sie hier:
👉 https://www.sattlerei-steitz.de/faq-zu-kopfeisen/
Die einfachste Art ist, mit einem Winkelmesser, digital oder analog.
Alternativ mit dem guten alten Geodreieck und einem Lineal.
1. Außenlinie auf einem Papier anzeichnen.
2. Außenlinien auf den weitesten Schenkelpunkten verlängern.
3. Das Geodreieck auf den Schnittpunkt ansetzen und den Winkel ablesen.
4. Das Kopfeisen entsprechend etikettieren oder dauerhaft beschriften.
Auf diesem Weg, mit einem zusätzlichen Stück Pappe, ist auch eine genaue Schablone, für ein klassifiziertes Kopfeisen zu erstellen.
Praxis-Hinweis aus der Werkstatt #
Um einen guten Überblick über vorhandene Kopfeisen zu behalten, lohnt es sich, den eigenen Bestand einmal vollständig durchzumessen.
Die Kopfeisen sollten anschließend mit dem tatsächlich gemessenen Winkel beschriftet oder etikettiert werden.
So lässt sich später schnell erkennen:
- welches Kopfeisen vorhanden ist
- welcher Winkel wirklich vorliegt
- welches Kopfeisen für eine Prüfung am Pferd infrage kommt
Werkseitige Farbcodes oder Größenbezeichnungen sind dabei oft nur eine grobe Orientierung.
Entscheidend ist immer der wirklich gemessene Winkel.
Empfehlung nach aktuellem Erfahrungsschatz #
Damit der Endkunde sein Pferd auch während natürlicher Veränderungsprozesse (Training, Muskulatur, Alter, Gewicht) sinnvoll begleiten kann, hat sich in der Praxis eine Abstufung der verfügbaren Kopfeisen um etwa 2° als sinnvoll erwiesen.
So stehen bei Bedarf mehrere passende Zwischenschritte zur Verfügung, ohne dass die Veränderungen zu groß ausfallen.
Werden zwei Sättel parallel auf demselben Pferd eingesetzt, sollten die Unterschiede der Kopfeisenwinkel möglichst gering sein.
Bewährt hat sich hier eine Differenz von weniger als 0,5°.
Größere Abweichungen können dazu führen, dass sich:
- Auflagepunkt
- Lastverteilung
- und Bewegungsverhalten des Sattels
deutlich unterscheiden.
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Merksatz #
Die Farbkennzeichnung eines Kopfeisens ist nur eine Orientierung. Entscheidend ist der tatsächlich gemessene Winkel.
Für den praktischen Einsatz haben sich Kopfeisen-Abstufungen von etwa 2° bewährt.
Werden zwei Sättel auf einem Pferd genutzt, sollte die Differenz möglichst unter 0,5° liegen.
